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(ots) /- Bilanz des bundesweiten Aktionstags für mehr Verkehrssicherheit "sicher.mobil.leben" vom 12. September 2019 in den Landkreisen Esslingen, Reutlingen und Tübingen Auch das Polizeipräsidium Reutlingen beteiligte sich erneut am bundesweiten Aktionstag für mehr Verkehrssicherheit "sicher.mobil.leben", bei dem am Donnerstag unter dem Motto "Brummis im Blick" ganz gezielt der gewerbliche Güter- und Personenverkehr überwacht wurde. Neben der Verkehrspolizei waren auch die Polizeireviere sowie die Verkehrsprävention bei der von sechs Uhr bis 24 Uhr dauernden Kontrollaktion im Einsatz. Nach der letztjährigen, ebenfalls länderübergreifenden Verkehrsüberwachung zur Bekämpfung der Unfallursache "Ablenkung im Straßenverkehr" fand der Aktionstag nun zum zweiten Mal statt. An insgesamt acht Kontrollstellen, verteilt auf die Landkreise Esslingen, Reutlingen und Tübingen, überprüften die Beamten knapp 50 Brummis und ihre Fahrer auf Herz und Nieren. Dabei stellten sie mehrere dutzende Verstöße fest und brachten diese zur Anzeige. Im Durchschnitt jeden zehnten Fahrer ertappten sie bei der Ablenkung durch eine fahrfremde Tätigkeit, beispielweise durch die verbotene Benutzung eines Mobiltelefons. Außerdem mussten die Einsatzkräfte in zehn Fällen wegen mangelhafter Ladungssicherung eingreifen und 16 Mal Verstöße gegen die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten) ahnden. Ebenso waren mehrere technische Mängel zu beanstanden. Bei sechs Fahrzeugen bzw. deren Anhänger waren die Ladungssicherung oder der technische Zustand so mangelhaft, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste. In Metzingen wurde ein 54-jähriger Sattelzug-Lenker mit geladenem Bauholz gestoppt, der aufgrund der zu langen Abmessungen seiner Ladung die Türen des Aufliegers nach außen geöffnet und mittels Feststeller und Spanngurt befestigt hatte. Dadurch war die zulässige Breite des Aufliegers deutlich überschritten, weshalb der Fahrer den Anhänger noch an Ort und Stelle absatteln musste. In Deizisau trauten die Beamten ihren Augen kaum, als sie einen auf der B 10 fahrenden Großraumtransport in die Kontrollstelle lotsten und dort unter die Lupe nahmen. Der Lkw hatte unter anderem zwei überbreite, mehrere Tonnen schwere Industrieteile geladen. Alle elf angelegten Spanngurte waren erheblich beschädigt und hätten somit nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Außerdem war der Fahrer gänzlich ohne Schuhe unterwegs. Erst rund zwei Stunden später, als alle Gurte gegen neue ausgetauscht worden waren, wurde die Weiterfahrt gestattet. In Baden-Württemberg kamen im vergangenen Jahr 104 Personen bei Lkw-Unfällen ums Leben. Das entspricht nahezu einem Viertel aller tödlich verunglückten Unfallopfer. Die Folgen bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung dieses Verkehrsmittels sind somit überdurchschnittlich gravierend. Dabei ist das Risiko, bei einem Lkw-Unfall getötet zu werden, für andere Verkehrsteilnehmer fast viermal so hoch wie für die Insassen eines Güterkraftfahrzeugs. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen ereigneten sich im Jahr 2018 über 1.000 Verkehrsunfälle mit Beteiligung eines Lkw. Dabei verloren drei Menschen ihr Leben (2017: 10). 261 Personen wurden verletzt, 43 davon schwer. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass in rund 68 Prozent der Unfälle die Ursache bei den Lkw-Fahrern lag. Der Aktionstag bildete gleichzeitig auch den Start der landesweiten Präventionskampagne "Trucker Drive Safe", die sich auch an das internationale Fahrpersonal richtete. Neben der konsequenten Ahndung der festgestellten Verstöße wurden die Brummi-Fahrer in persönlichen Gesprächen und durch die Aushändigung von Informationsmaterial ganz gezielt auf besondere Gefahren während ihrer Tätigkeit, wie beispielsweise zu dichtes Auffahren oder die Ablenkung durch fahrfremde Tätigkeiten, hingewiesen. Zur Reduzierung der Verkehrsunfälle, insbesondere im Bereich der Verkehrsunfalltoten und Schwerverletzten, setzt das Polizeipräsidium Reutlingen auch in Zukunft neben der Aufklärung auf eine konsequente Verkehrsüberwachung. Die Kontrollen werden daher als Bestandteil der täglichen Arbeit der Polizei zur Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen fortgesetzt. (mr) Münsingen (RT): Unfall beim Abbiegen In der Hauptstraße ist am Freitagmorgen ein Radfahrer mit einem Pkw zusammengestoßen. Gegen 7.45 Uhr fuhr ein 16-Jähriger mit seinem Mountainbike stadteinwärts und wechselte auf Höhe der Schulstraße hinter einem vorausfahrenden VW auf den Gehweg. Als die 19 Jahre alte Autofahrerin im weiteren Verlauf nach rechts in die Albstraße abbog, kam es zur seitlichen Kollision mit dem Radler, der die Albstraße geradeaus überqueren und auf dem Gehweg der Hauptstraße weiterfahren wollte. Dabei stürzte der Jugendliche zu Boden und verletzte sich leicht. Offenbar ohne anzuhalten, setzte die 19-Jährige ihre Fahrt fort. Eine aufmerksame Zeugin hatte den Unfall jedoch beobachtet und die Polizei verständigt. Der Radfahrer meldete sich seinerseits beim Polizeirevier Münsingen. (mr) Erkenbrechtsweiler (ES): Biker kollidiert mit Traktor-Anhänger Beim Zusammenstoß mit einem Traktor-Anhänger hat sich am Freitagvormittag ein Motorradfahrer schwer verletzt. Der 25-Jährige war gegen 10.40 Uhr mit seiner Honda auf der K 1244 in Richtung Parkplatz Hohenneuffen unterwegs. Auf Höhe der Straße Ob der Halde überquerte zeitgleich ein 60 Jahre alter Mann mit einem Klein-Traktor mit Anhänger die Kreisstraße. Wohl aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit prallte der Krad-Lenker trotz einer Vollbremsung und eines Ausweichversuchs seitlich gegen den Anhänger. Er musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Auf schätzungsweise 6.000 Euro beläuft sich der entstandene Sachschaden. Das Zweirad wurde abgeschleppt. (mr) Esslingen (ES): Motorroller gestohlen In der Plochinger Straße ist am Donnerstag ein Motorroller gestohlen worden. Das rote Zweirad des Herstellers Honda war zwischen 15 Uhr und 19 Uhr im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses geparkt. Zum Zeitpunkt des Diebstahls war das grüne Versicherungskennzeichen 693-GTJ angebracht. Das Polizeirevier Esslingen ermittelt. (mr) Tübingen (TÜ): Leichtkraftrad-Lenker schwer verletzt Am Freitagmorgen hat sich in der Westbahnhofstraße ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein 38-jähriger Leichtkraftrad-Lenker schwer verletzt worden ist. Eine Audi-Fahrerin im Alter von 56 Jahren fuhr gegen 7.10 Uhr stadteinwärts und wollte an der Belthlekreuzung bei Grün nach links abbiegen. Hierbei missachtete sie den Vorrang des entgegenkommenden 38-Jährigen, der ebenfalls bei Grün den Kreuzungsbereich geradeaus überqueren wollte. Bei der anschließenden Kollision prallte der Mann mit seinem Zweirad frontal gegen den Pkw, wurde auf diesen aufgeladen und in der Folge an den rechten Fahrbahnrand abgeworfen. Nach notärztlicher Erstversorgung am Unfallort wurde der Schwerverletzte vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Den Gesamtschaden beziffert die Polizei auf zirka 6.000 Euro. (mr)
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(ots) /- Landkreise Reutlingen/Esslingen/Tübingen: Pünktlich zum Schulbeginn startet nach den Sommerferien wieder die jährliche Aktion "Sicherer Schulweg", bei der es darum geht, die Gefahren für Kinder und Jugendliche auf dem Weg in die Schule zu minimieren. Daher setzt die Polizei auch in diesem Jahr rund um die Schulen und Kindergärten neben der Aufklärung und Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer auf eine konsequente Verkehrsüberwachung. Auch über den Aktionszeitraum hinaus unterstützt und berät das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Reutlingen die Schulen bei der Durchführung von Präventionsprojekten. Ab kommenden Mittwoch werden die Polizeireviere, die Verkehrspolizei sowie die Verkehrsprävention mit ihren Partnern den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr ganz besondere Beachtung und Aufmerksamkeit schenken. In enger Zusammenarbeit mit den Vollzugsdiensten der Kommunen und der Landratsämter wird eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen, die den Weg der Schüler im Straßenverkehr sicherer machen sollen. Nicht allein die Ahndung von Verkehrsverstößen steht dabei im Vordergrund, vielmehr auch das Aufzeigen und Verringern von Gefahren, die auf die Kids auf ihrem Weg in die Schule lauern können. Besonders gefährlich für junge Schüler ist das Überqueren der Fahrbahn. Sie selbst sehen zwischen geparkten Autos aufgrund ihrer Größe recht wenig und werden von anderen oft erst wahrgenommen, wenn sie schon auf der Fahrbahn stehen. Diese Gefahr wird durch unbedachtes Falschparken auf Geh- und Radwegen, an Kreuzungen, Bushaltestellen oder gar auf Fußgängerüberwegen verschärft. Ein scheinbares "Kavaliersdelikt" kann so auf dem Schulweg schnell zu einer tödlichen Gefahr werden. Insbesondere Kindergartenkinder und Erstklässler können kaum auf Erfahrungen im Straßenverkehr zurückgreifen, lassen sich allzu schnell ablenken und erkennen drohende Gefahren nicht. Daher müssen andere Verkehrsteilnehmer auf die Kinder besonders Rücksicht nehmen, die Geschwindigkeit reduzieren und stets bremsbereit sein. Doch selbst so manche Erziehungsberechtigten setzen ihre Kinder unnötigen Risiken aus oder gefährden andere Schulkinder. Immer wieder ertappen die Beamten Eltern, die im trügerischen Vertrauen darauf, dass auf der kurzen Fahrt in die Schule schon nichts passieren wird, auf eine lebensrettende Sicherung der kleinen Fahrgäste verzichten. Hier wird die Polizei Aufklärungsarbeit leisten, die festgestellten Verstöße gegen die so wichtige Kindersicherungspflicht jedoch auch konsequent zur Anzeige bringen. Von der stetigen Zunahme sogenannter "Eltern-Taxis" geht ebenso eine Gefahr für andere Kinder aus. Insbesondere dann, wenn sie inmitten des morgendlichen Getümmels direkt vor der Schule vorfahren oder an unübersichtlichen Stellen, oft in zweiter Reihe in Mitten der Straße oder vor Fußgängerüberwegen anhalten. Deshalb rät die Polizei von "Eltern-Taxis" ab, denn grundsätzlich ist es sinnvoll, dass Kinder ihren Schulweg selbstständig zurücklegen. Dies trägt nicht nur zur Verkehrssicherheit, sondern darüber hinaus auch zum Selbstbewusstsein des Kindes bei. Vieles richtig machen daher jene Eltern, die ihre Liebsten auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorbereiten und mit ihnen bereits Tage vor Schulbeginn einen möglichst sicheren Schulweg erkunden und gemeinsam ablaufen. Bei Kindern, die den Schulweg schon mit dem Fahrrad antreten können, ist von den Eltern darauf zu achten, dass dieses vorschriftsmäßig ausgestattet ist. Das Tragen eines Fahrradhelms sollte selbstverständlich sein. Helle, reflektierende Kleidung erhöht gerade in den dunklen Monaten die Erkennbarkeit und damit die Sicherheit. Auch an die übrigen Verkehrsteilnehmer appelliert die Polizei, insbesondere entlang von Schulwegen, an Schulen und Kindergärten ein verkehrskonformes, defensives und aufmerksames Verhalten an den Tag zu legen. Dies wird in den kommenden Wochen auf den Schulwegen, an Fußgängerüberwegen und vor Bushaltestellen wieder intensiv überwacht. Fahrzeuglenker, die es beispielsweise mit der Geschwindigkeit nicht so genau nehmen oder durch ihr Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aufs Spiel setzen, müssen mit Anzeigen rechnen. Zu bedenken gilt, dass Erwachsene eine Vorbildfunktion haben und dieser gerecht werden sollten. Beobachten Kinder, wie die "Großen" bei Rot über die Straße gehen, sich im Auto nicht anschnallen oder beim Fahrradfahren auf ihren Helm verzichten, ist die Wahrscheinlichkeit einer Nachahmung hoch. Zusatzinformation: Im Jahr 2018 ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen 43 Schulwegunfälle unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 - 17 Jahren. Dabei wurden zehn Schüler schwer und 35 weitere leicht verletzt. Im Jahr zuvor hatten bei 67 Schulwegunfällen sechs Schulkinder schwere und 61 Schulkinder leichte Verletzungen erlitten. (mr) www.gib-acht-im-verkehr.de www.schuetze-dein-bestes.de
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