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(ots) Landkreise Reutlingen / Esslingen / Tübingen Präventionskampagne gegen betrügerische Telefonanrufe Bei der Bekämpfung des Telefonbetrugs unternimmt das Polizeipräsidium Reutlingen einen weiteren wichtigen Schritt und bringt eine Million bedruckter Bäckertüten in den Handel. Mit der Aktion soll erneut vor dem Phänomen gewarnt werden, bei dem vor allem ältere Menschen auf perfide Art und Weise um ihr Erspartes gebracht werden. Wie wichtig Prävention in diesem Bereich ist, zeigen die aktuellen Zahlen. Allein im vergangenen Jahr registrierte das Polizeipräsidium Reutlingen in seinem Zuständigkeitsbereich mehr als 1.500 derartige Anrufe, bei denen die Betrüger so professionell vorgingen, dass sie in 66 Fällen einen finanziellen Gesamtschaden von knapp 700.000 Euro verursachten. Damit hat sich deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht bzw. bei den Vollendungen sogar verfünffacht. Obwohl zwischenzeitlich nahezu 96 Prozent der Angerufenen den Betrugsversuch erkennen, finden die Täter immer noch Opfer, die bereit sind, ihre Wertsachen den vermeintlichen Polizeibeamten oder Kurieren der angeblichen Angehörigen zu übergeben. Genau hier setzt die neue Präventionskampagne an. In Zusammenarbeit mit den Kreisseniorenräten Reutlingen, Esslingen, Tübingen und den Kreissparkassen Reutlingen, Esslingen/Nürtingen und Tübingen, der Bäckerinnung Alb-Neckar-Fils, der Firma BÄKO-AG und ausgewählten Bäckereien in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen wurden durch das Polizeipräsidium Reutlingen eine Million Brötchentüten beschafft, die plakativ auf den wichtigsten Verhaltenshinweis zum Schutz vor Telefonbetrügern aufmerksam macht: "Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen und die Polizei unter 110 verständigen." Die Verpackungen werden in den nächsten Tagen in den Handel kommen und von ausgewählten Bäckereien beim Kauf von Backwerk ausgegeben. Zum Auftakt der Aktion werden Polizeibeamtinnen und -Beamte des Polizeipräsidiums Reutlingen am Mittwoch, 9. Oktober 2019, von 10 Uhr bis 13 Uhr, in Reutlingen, auf dem Marktplatz, in Esslingen, auf dem Rathausplatz und in Tübingen, auf dem Holzmarkt, gemeinsam mit den beteiligten Projektpartnern vor Ort sein und neben Informationen aus erster Hand auch die neuen Bäckertüten samt Gebäckstück kostenlos verteilen. Ein weiterer Baustein der Kampagne bildet eine Experten-Hotline, bei der sich Bürgerinnen und Bürgern kostenlos informieren und beraten lassen können. Gemeinsam mit Experten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg beantworten unsere Polizeibeamten alle Fragen rund um das Thema Abzocke, Betrug und Verbraucherschutz. Die Experten-Hotline ist am Freitag, 11. Oktober 2019, von 10 Uhr bis 13 Uhr, unter der Telefonnummer 07121/942-4306 erreichbar. Ein Besuch und ein Anruf, der in jedem Fall lohnt! Zudem bieten die Spezialisten des Referats Prävention Vorträge zum Thema Enkeltrick und falsche Amtspersonen an. Unter der Mailadresse reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de können Informationen zur nächsten Informationsveranstaltung abgerufen oder auch Referenten zu Vorträgen angefragt werden. Weitere Informationen zum Thema finden sich auch im Internet unter www.polizei-beratung.de und unter https:/ /polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug-durch-falsche-polizisten * Ergänzende Information: Unter dem Phänomen des Callcenter bzw. Telefonbetrugs werden Anrufe subsumiert, die nur ein Ziel haben, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Die zumeist von ausländischen Callcentern agierenden und gute geschulte Betrüger rufen dabei massenhaft gezielt bei älteren Menschen an, geben sich als Polizei- oder Kriminalbeamte, verdeckte Ermittler oder Staatsanwälte aus und versuchen mittels einer Lügengeschichte an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Zum Schutz ihres Eigentums werden die Opfer aufgefordert, ihre kompletten Wertsachen der "Polizei" zu übergeben. Dabei nutzen die Täter gezielt die Angst vieler Senioren vor Einbrechern, andererseits aber auch das hohe Vertrauen in die Polizei aus. Daneben treten die Betrüger auch als angebliche Enkel oder nahe Verwandte auf, die sich in einer akuten Notlage befinden und dringend Geld zum Erwerb einer Immobilie oder zur Abwendung einer Haftstrafe benötigen. Dazu gehören auch Gewinnversprechen, bei denen dem Opfer vorgetäuscht wird, man habe hohe Geld- oder Sachpreise gewonnen. Sie suggerieren, dass der Gewinn nur ausgezahlt werden kann, wenn der Gewinner in Vorleistung tritt. Es sollen im Voraus Gebühren, Steuern oder andere Kosten bezahlt werden. Eine Verrechnung mit dem Gewinn wird aus unterschiedlichsten Gründen abgelehnt. Die Opfer sollen den Betrag zum Beispiel in bar an einen Abholer übergeben oder per Post oder mit Finanzdienstleistern ins Ausland versenden. Eine Gewinnausschüttung erfolgt niemals - ein Gewinn existiert nicht und das Geld ist verloren. (cw)
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(ots) Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen Rottenburg (TÜ): Wegen besonders schweren Diebstahls ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Polizeirevier Rottenburg gegen eine 15-jährige Jugendliche, die im Verdacht steht, in den vergangenen Tagen im Stadtgebiet von Rottenburg in zwei Schulen eingebrochen zu sein. Zwischen Mittwoch und Sonntag hatte sich ein zunächst unbekannter Täter gewaltsam Zutritt zu den beiden Schulen in der Jahnstraße sowie der Weggentalstraße verschafft, verschiedene Räume durchsucht und einen Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro hinterlassen. Außerdem waren mehrere Laptops, Bargeld und Nahrungsmittel entwendet worden. Am Montagvormittag suchte eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Rottenburg die 15-Jährige an der elterlichen Wohnanschrift auf, da diese in anderer Sache einer für diesen Tag angesetzten Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Schwäbisch Gmünd unerlaubt ferngeblieben war. Dabei trafen die Beamten nicht nur die Jugendliche an. Ihnen fielen auch in der Wohnung liegende Gegenstände auf, die offenbar aus dem vorausgegangenen Einbruch in der Weggentalstraße stammten. Die 15-Jährige, die unter anderem bereits wegen Eigentums- und Gewaltdelikten in Erscheinung getreten ist und erst im Juni eine Jugendstrafe beendet hatte, wurde daraufhin vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen noch am Montagnachmittag beim Amtsgericht Schwäbisch Gmünd dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den bereits vom Amtsgericht Tübingen erlassenen Haftbefehl in Vollzug. Die Tatverdächtige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Ob sie noch für weitere Straftaten als Verdächtige in Betracht kommt, ist Gegenstand der andauernden Ermittlungen. (mr)
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