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Hausärzte dringend für Reichshof gesucht

Gemeinde fördert die Niederlassung

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 13. Dezember 2016 einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde Reichshof die Ansiedlung von Hausärztinnen und Hausärzten mit 50.000 Euro fördert und dazu entsprechende Förderrichtlinien erlassen.

Die Versorgung mit Hausärztinnen und Hausärzten in den ländlichen Gebieten ist akut gefährdet. Es ist problematisch, Hausärztinnen und Hausärzte für eine Praxisnachfolge/ -übernahme zu finden, da die größeren Städte bevorzugt werden.

Die Gemeinde Reichshof bemüht sich seit mehreren Jahren in verschiedenen Projekten um eine Verbesserung der Situation und unterstützt die Suche nach Hausärztinnen und Hausärzten aktiv, um die zukünftige ärztliche Versorgung in unserer Gemeinde im Rahmen der Daseinsvorsorge sicherzustellen.

In unserer Gemeinde verfügen wir in den Siedlungsschwerpunkten:

Brüchermühle/Denklingen, Eckenhagen und Wildbergerhütte über sieben Hausarztpraxen mit insgesamt neuen Ärztinnen und Ärzten.

Der Altersdurchschnitt liegt bei Ende 50.

Mindestens zwei Reichshofer Hausärzte suchen aus Altersgründen aktuell und möglichst kurzfristig eine Nachfolge für ihre Praxis.

Zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung ist es zwingend erforderlich, neue Wege zu gehen, da wir sonst Gefahr laufen, dass in der Gemeinde Reichshof die Hausarztversorgung in naher Zukunft nicht mehr vor Ort gewährleistet werden kann.

Daher hat der Gemeinderat eine Förderung zur Ansiedlung von Hausärztinnen und Hausärzten in einer Größenordnung von 50.000 Euro (Fördersatz: 100 Prozent) einstimmig beschlossen.

Darüber hinaus unterstützen wir die Ärztinnen und Ärzte bei der Suche nach Grundstücken, Praxis- und Wohnräumen, Kindergarten-, Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

Das Land NRW fördert die Ansiedlung von Hausärztinnen und Hausärzten ebenfalls und hat dazu Anfang Dezember 2016 die Förderrichtlinien angepasst.

Die Gemeinde Reichshof gehört neuerdings zu der Förderkategorie der Gemeinden, in denen die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht. Das Land NRW fördert eine Praxisübernahme mit bis zu 50.000 Euro bei einem Fördersatz von 80 Prozent.

Zu dieser Förderkategorie gehören landesweit 116 Städte und Gemeinden.

Aus dem oberbergischen Kreis gehören die Kommunen Engelskirchen, Morsbach, Nümbrecht, Reichshof und Wiehl dazu. Die weitere Förderkategorie des Landes ist wie folgt definiert:

In Gemeinden, in denen die hausärztliche Versorgung auf mittlere Sicht gefährdet erscheint, gewährt das Land einen Zuschuss bis zu 25.000 Euro bei einem Fördersatz von 80 Prozent.

Zu dieser Förderkategorie gehören in NRW landesweit 75 Städte und Gemeinden.

Aus Oberberg, die Kommunen Bergneustadt und Hückeswagen.

Rüdiger Gennies

Bürgermeister

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Veröffentlicht
21. Januar 2017, 00:00
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