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Das können wir doch

Johanniter bilden ab November neue ehrenamtliche Hospizhelfer aus

„Das könnte ich nicht", das bekommen die Johanniter-Hospizhelfer oft zu hören. Und manchmal begegnet ihnen die Frage: „Willst Du nicht lieber etwas machen, das Spaß macht?" Dabei bereitet doch den Hospizhelfern ihr Dienst große Freude. „Mein Leben wird reicher, jeder Tag hat eine Bedeutung, und ich bringe meinem Gegenüber mehr Wertschätzung entgegen", fasst es eine Ehrenamtliche zusammen.

Damit die Hospizhelfer die Sterbenden und deren Angehörige adäquat begleiten können, werden die Ehrenamtlichen in rund 100 Ausbildungsstunden von den Johannitern geschult. Einen neuen Ausbildungsgang bietet der Ambulante Johanniter-Hospizdienst allen Interessierten wieder ab 5. November 2015 an. Die Lehrgangseinheiten finden jeweils freitagabends und samstags statt, drei Termine liegen auf einen Donnerstagabend. Die durch die Referentin Renate Hollburg vermittelten Inhalte sind unter anderem das Auseinandersetzen mit der eigenen Sterblichkeit, das Erkennen und Erfahren persönlicher Grenzen, das Sensibilisieren für die Bedürfnisse und Wünsche sterbender Menschen. Außerdem lernen die Teilnehmer die Organisation und die Aufgaben eines ambulanten Hospizdienstes kennen und bereiten sich auf ihr Praktikum vor.

„Als mein Mann starb, habe ich selbst große Unterstützung erfahren, das möchte ich nun weitergeben", sagt eine Johanniter-Hospizhelferin aus Waldbröl. Tod und Trauer seien in der Gesellschaft immer noch ein Tabuthema, erklärt eine weitere Ehrenamtliche und ergänzt: „Das wollen wir ändern." Nehme man an der Hospizhelfer-Ausbildung teil, werde einem selbst die Endlichkeit des Lebens noch einmal viel bewusster, das betonen alle Ehrenamtlichen, die von den Johannitern ausgebildet worden sind.

Die Ausbildung ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Sind die Hospizhelfer später bei Begleitungen aktiv, erhalten sie Fortbildungen und Supervision.

Weitere Infos und Anmeldung zum neuen Kurs bei Elke Kremer und Sabine Achenbach, Koordinatorinnen des Ambulanten Johanniter-Hospizdiensts für Morsbach, Reichshof und Waldbröl unter 02291 9265387.

Das Foto zeigt die bisher ausgebildeten Hospizhelfer

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Ort
Veröffentlicht
22. Oktober 2015, 00:00