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Abschluss der Tarifverhandlungen

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Abschluss der Tarifverhandlungen

Diakonie mit überdeutlichem Lohnplus

Deutliche Besserstellung der Pflegefachkräfte durch neue Lohngruppe bis zu 10 %

Der Tarif für die evangelischen Einrichtungen wird auf Landesebene in einer Arbeitsrechtlichen Kommission verhandelt. Nach der jetzt erfolgten Einigung erhalten alle Mitarbeitenden in den diakonischen Einrichtungen eine Lohnerhöhung von durchschnittlich über 7,35 % in drei Schritten - am 1. Juni 2018, zum 1. Januar 2019 und zum 1 März 2020. Außerdem erhalten die unteren und mittleren Lohngruppen zum Juni einer Einmalzahlung von 250 Euro.

Dies hat auch Auswirkungen auf die Diakoniestationen. Dort sind gerade diese Lohngruppen maßgeblich. Durch den Beschluss können dort bereits im Juni mit dem ersten Schritt Erhöhungen von bis zu 6 % erzielt werden. Weitere Erhöhungen folgen dann an den anderen Stichtagen.

Eine weitere Einigung betrifft speziell die Pflegefachkräfte in den Diakoniestationen: diese werden ab Juli einer anderen Lohngruppe zugeordnet. Damit sind Steigerungen von ca. 10 % möglich. Auch die Auszubildenden in der Altenpflege erhalten in zwei Schritten insgesamt 100 Euro mehr pro Monat. Damit liegt der gesamte Abschluss noch deutlich über dem des öffentlichen Dienstes.

"Wir freuen uns, dass die Arbeitsrechtliche Kommission relativ schnell diesen Abschluss hinbekommen hat", so Geschäftsführer Sebastian Wirth der Diakonie vor Ort gGmbH. "Die Mitarbeitenden in unseren Diakoniestationen tragen eine hohe Arbeitsbelastung." Deshalb sei die deutliche Erhöhung über zwei Jahre auch mehr als angemessen. Die großen Steigerungen kommen gerade den Mitarbeitenden in den Diakoniestationen zugute.

"Die Arbeitsrechtliche Kommission hat auch die deutliche Besserstellung der Pflegefachkräfte der Diakoniestationen beschlossen", so Wirth weiter. "Gerade sie haben eine hohe Verantwortung in der pflegerischen Versorgung. Deshalb hatten wir uns schon länger bei der Arbeitsrechtliche Kommission für eine neue Eingruppierung eingesetzt, um die Leistung angemessen zu honorieren. Damit haben wir die mit Abstand am besten bezahlten Pflegefachkräfte im Kreis."

Außerdem zahlen die diakonischen Einrichtungen noch einen Kinderzuschlag pro Kind und übernehmen fast den kompletten Beitrag für eine freiwillige Zusatzversorgung - die Betriebsrente der Kirche. Die Diakonie will sich damit an die Spitze der Bewegung stellen und die Pflegeberufe attraktiver machen.

Zur Information

Die Diakonie vor Ort gGmbH betreibt fünf Diakoniestationen in Bergneustadt, Gummersbach, Waldbröl, Wiehl und Windeck und versorgt dort mit über 190 Mitarbeitende ca. 900 Pflegebedürftige und Patienten. Das Versorgungsgebiet umfasst neben diesen Kommunen auch noch Marienheide, Reichshof, Morsbach und Eitorf. Das Angebot beinhaltet neben den häuslichen Leistungen der Pflege und Hauswirtschaft auch Demenzbetreuung zuhause und in der Gruppe, umfangreiche Beratung, Schulungen zuhause, Vorbereitung von Einstufungen und vieles mehr.

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
08. Juni 2018, 05:02
Autor
Rautenberg Media Redaktion