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Schleuseraktivitäten auch über die Feiertage - Bundespolizei unterbindet offenbar mehrere Schleusungen und zahlreiche illegale Einreiseversuche

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(ots) /-

Die Rosenheimer Bundespolizei hat zwischen Karfreitag und Ostermontag bei Grenzkontrollen vier mutmaßliche Schleuser gestoppt und rund 60 illegale Einreiseversuche unterbunden. Die meisten Migranten wurden auf der Inntalautobahn festgestellt. Zu ihren Herkunftsländern zählen unter anderem die Türkei, der Irak, Indien, Mazedonien, Albanien, Bosnien, Nigeria, Ghana oder Marokko.

Auch an den zurückliegenden Feiertagen nahm die Bundespolizei in der Grenzkontrollstelle auf Höhe Kiefersfelden mehrere Personen fest, die der Schleuserei beschuldigt werden. Ein Inder wurde angezeigt, weil er mit einem in Italien zugelassenen Pkw vier Landsleute illegal über die Grenze gebracht haben soll. Keiner der fünf Männer verfügte über die für die Einreise in die Bundesrepublik erforderlichen Papiere. Der 25-Jährige musste nach Abschluss der grenzpolizeilichen Maßnahmen zusammen mit drei Mitfahrern, 28, 25 und 21 Jahre alt, das Land wieder verlassen. Der vierte Begleiter, ein 27-jähriger indischer Staatsangehöriger, wurde einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Die Untersuchungshaft musste hingegen ein Italiener mit "türkischen Wurzeln" in der Justizvollzugsanstalt Traunstein antreten. Der 44-Jährige wurde auf der A93 zusammen mit zwei jungen Männern im Alter von 17 und 18 Jahren kontrolliert. Die zwei hatten lediglich türkische Ausweise, jedoch keine Visa oder sonstige Aufenthaltspapiere dabei. Ersten Ermittlungen der Bundespolizei zufolge soll die Fahrt von Italien nach Deutschland pro Person 600 Euro gekostet haben. Der Minderjährige konnte der Obhut des Jugendamtes anvertraut werden. An eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge wurde der 18-Jährige weitergeleitet. Den Wagen, mit dem sie nach Deutschland gekommen waren, hat die Bundespolizei sichergestellt. Der verhaftete Fahrzeugführer wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Ein im Irak gebürtiger Deutscher wollte mit seinem Auto drei Iraker über die Grenze befördern. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei war Venedig der Ausgangspunkt der Fahrt. Die irakischen Staatsangehörigen konnten den Beamten nicht die für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland erforderlichen Papiere aushändigen. Wie sich herausstellte, waren sie in der Vergangenheit bereits in Deutschland als Migranten registriert worden. Sie werden sich mit den für sie zuständigen Ausländerbehörden über ihren weiteren Verbleib im Land auseinanderzusetzen haben. Ihr 33-jähriger deutscher Fahrer konnte die Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim wieder verlassen, nachdem er wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt worden war.

Wegen Einschleusens wurde auch ein 23-jähriger Mazedonier angezeigt. Seine Mitfahrer, die ebenfalls aus Mazedonien stammen, waren bei der Grenzkontrolle auf der A93 nicht in der Lage, sich mit den erforderlichen Einreisepapieren auszuweisen. Sie erhielten eine Strafanzeige wegen versuchter unerlaubter Einreise und wurden anschließend nach Österreich zurückgewiesen. Der zwei Jahre jüngere Fahrzeugführer konnte nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen mit seinem Pkw die Rückreise an seinen Wohnort in Italien antreten.

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Veröffentlicht
23. April 2019, 14:57
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