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(ots) /- Schon seit Monaten registriert nicht nur die Kreispolizeibehörde Mettmann eine scheinbar ständig anwachsende Anzahl von Anrufen "falscher Polizisten", die sich bei Seniorinnen und Senioren telefonisch melden. Solche Anrufe dienen dazu, die angerufenen Opfer zu verunsichern und zu erschrecken, damit diese bereit sind, ihre Ersparnisse und Wertgegenstände in die vermeintlich "sichere Verwahrung" der oft freundlich, mitunter aber auch sehr bestimmend und einschüchternd wirkenden Anrufer zu übergeben. Tatversuche dieser längst landes- und bundesweit bekannten und verbreiteten Trickbetrugsmasche finden inzwischen beinahe schon täglich und zu jeder denkbaren Tageszeit auch in allen Städten des Kreises Mettmann statt. Deshalb lässt die hiesige Polizei nicht in ihrem fortdauernden Bemühen nach, Seniorinnen und Senioren im Kreis Mettmann vor dieser penetranten Kriminalitätsform intensiv und ständig wiederholt zu warnen. Um die Angesprochenen dabei aber nicht mit zu vielen Ratschläge vollkommen zu überlasten, lauten dabei die zwei wichtigsten Botschaften knapp: Die richtige Polizei ... - ruft niemals mit der Rufnummer 110 bei Ihnen an, - wird niemals Ihre Ersparnisse und Wertgegenstände in Verwahrung nehmen! Während auch am Dienstag, dem 26.02.2019, wieder einmal gleich mehrere vergebliche Tatversuche in verschiedenen Städten des Kreises registriert und angezeigt wurden, waren in einem in der Nacht zum Mittwoch angezeigten Fall aus Ratingen die Täter leider wieder einmal erfolgreich. Opfer wurde eine betagte Seniorin aus Lintorf, die gegen 20.15 Uhr von einem angeblichen Beamten der örtlichen Polizeiwache angerufen wurde. Der Anrufer, der sich als Herr Jansen vorstellte, warnte die ältere Dame eindringlich davor, dass sie in den nächsten Stunden überfallen werden könnte. In einem langen und scheinbar einfühlsamen Telefonat überzeugte der Unbekannte die Ratingerin in geschickter Gesprächsführung dazu, Bargeld und Schmuck, bei einem zeitnah angekündigten Besuch seiner Kollegin, in die Verwahrung der Polizei zu übergeben. Tatsächlich erschien gegen 22.15 Uhr die angekündigte Besucherin an der Wohnung der Geschädigten am Kahlenbergsweg und holte dort das inzwischen bereitgelegte Bargeld und den persönlichen Schmuck der Seniorin im Wert von mehreren zehntausend Euro ab. Mit dieser Beute verschwand die Straftäterin in unbekannte Richtung. Hinweise auf ein benutztes Fahrzeug gibt es bisher nicht. Die Unbekannte wird wie folgt beschrieben: - südeuropäisch wirkende Frau - ca. 30 Jahre alt - ca. 175 cm groß - korpulent wirkende Figur (geschätzte Konfektionsgröße 42) - längere schwarze Haare, die zum Dutt gebunden waren - sprach Deutsch mit unbekanntem Akzent - trug ein blau- oder schwarz-weiß gestreiftes T-Shirt, darüber eine graue Jacke. Die richtige Polizei erhielt erst nach dem Tageswechsel Kenntnis von der Tat. Zu diesem Zeitpunkt eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen erwartungsgemäß ohne einen schnellen Erfolg. Ein Strafverfahren, Maßnahmen zur Spurensicherung und weitere intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei wurden veranlasst. Sachdienliche Hinweise dazu nehmen die Polizei in Ratingen, Telefon 02102 / 9981-6210, aber auch jedes andere Polizeidienststelle und der Notruf 110 jederzeit entgegen. -- Hinweise an die Medien -- 1. Auch wenn sich diese polizeilichen Warnmeldungen ständig wiederholen, bitten wir um weitere Berichterstattung mit folgenden Informationen: Trickbetrüger geben sich bei ihren Anrufen als polizeiliche Ermittler aus, um angeblich vor geplanten und unmittelbar bevorstehenden Straftaten von Einbrechern und Räubern zu warnen. Dabei richten sie ihre "Warnungen" vornehmlich an ältere Mitbürger, um diese zu verunsichern und zu erschrecken, damit diese bereit sind, ihre Ersparnisse und Wertgegenstände in die vermeintlich "sichere Verwahrung" der in der Regel freundlich, oft aber auch sehr bestimmend und einschüchternd wirkenden Anrufer zu übergeben. Die Polizei stellt klar: Weder die Polizei, noch andere Amtsträger, rufen Bürgerinnen und Bürger an oder stehen unangemeldet vor Haus- und Wohnungstüren, um über persönliche Geld- und Vermögensverhältnisse zu sprechen oder sogar Wertgegenstände oder Bargeld in Verwahrung zu nehmen! Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann folgende Hinweise: - Seien Sie am Telefon aufmerksam! - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie als solche nicht zweifelsfrei erkennen. - Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. - Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n), Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei eigenveranlassten Gesprächen üblicher Weise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal. - Übergeben Sie niemals Geld oder andere Werte ungeprüft und ohne Zeugen an unbekannte Personen. - Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass es ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat - Notrufnummer 110. - Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer geworden sind: die Opferschutzbeauftragten vom Kommissariat Vorbeugung helfen Ihnen gerne. Angehörigen älterer Menschen und potenzieller Opfer wird empfohlen: - Um Ihre älteren Angehörigen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen und weisen sie auf die Methoden und verschiedenen Varianten des sog. "Enkeltricks" und "falscher Polizisten" hin. 2. Weitere deliktbezogenen Informationen erhalten Sie auch beim LKA NRW unter: https://polizei.nrw/artikel/betrueger-geben-sich-am-telefon-als-po lizeibeamte-aus
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