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Fahrlässigkeit unter Alkoholeinfluss führte zum Wohnungsbrand - Ratingen - 1210049

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(ots) - Am Mittwochmorgen des 03.10.2012 (Wochenfeiertag), gegen 08.00 Uhr, wurden Feuerwehr und Polizei in Ratingen zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Reinaldstraße gerufen, über den die Feuerwehr Ratingen mit bebilderter Pressemitteilung / ots (als PDF und JPEG in Anlage) vom gleichen Tag auszugsweise wie folgt berichtete:

"Dramatischer Einsatz am Mittwochmorgen. Um genau 08:00 Uhr alarmierte die Kreisleitstelle in Mettmann die Berufsfeuerwehr und den Löschzug Mitte in die Reinaldstraße nach Ratingen-Mitte. Dort sollte nach Angaben von Anrufern eine Wohnung brennen. Noch während des Ausrückens gab es weitere Informationen, dass sich mindestens noch eine Person in der brennenden Wohnung befinden würde. Durch den Einsatzleiter wurden daraufhin weitere Einsatzkräfte aus Mitte, Tiefenbroich und Lintorf, sowie ein Notarzt zur Einsatzstelle gerufen. Beim Eintreffen drang aus allen Fenstern einer Wohnung im zweiten Obergeschoss schwarzer, dichter Brandrauch. Nachbarn hatten noch versucht in die Wohnung zu gelangen, mussten das Vorhaben aber aufgeben. Über die Drehleiter und den Treppenraum drangen sofort zwei Trupps unter Atemschutz in die brennende Wohnung ein und konnten den Mieter schnell finden. Er wurde sofort ins Freie gebracht und zur Behandlung an den Notarzt übergeben. Da sich laut seiner Aussage noch weitere Personen in der Wohnung befinden sollten, wurde ein weiterer Trupp unter Atemschutz zur Suche eingesetzt. Die Aussage stellte sich glücklicherweise als nicht korrekt dar. Der Brand in der Küche konnte mit einem C-Rohr gelöscht werden. Nach umfangreichen Belüftungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Die verletzte Person wurde zur Erstbehandlung in das St. Marien Krankenhaus gebracht und später in eine Spezialklinik verlegt. Zum gesundheitlichen Zustand und zur Brandursache können von der Feuerwehr keine Aussagen gemacht werden. Der Einsatz der Feuerwehr wurde durch geparkte Fahrzeuge in der Reinaldstraße stark behindert. Der Einsatz der Drehleiter zur Menschenrettung war schwierig, weitere Fahrzeuge konnten nur mit größter Vorsicht in dem völlig zugeparkten Wendehammer rangieren!"

--- Aktuelle Fortschreibung der Polizei ---

Am heutigen Donnerstagmorgen des 04.10.2012 nahmen Mitarbeiter vom zentralen Kriminalkommissariat 11 der Kreispolizeibehörde in Mettmann ihre Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe auf. Dabei wurde den polizeilichen Brandexperten schnell deutlich, dass der Brand durch eine zur Essenszubereitung eingeschaltete und von dem allein lebenden und stark alkoholisierten Wohnungsmieter (ca. 2,0 Promille) danach vergessene Elektroherdplatte verursacht wurde. Nicht nur das angebrannte Essen, sondern auch unvorsichtig auf dem Herd abgestellte Plastikbehälter gerieten in Brand und verursachten eine erhebliche Rauchentwicklung. Diese wiederum führte zur Rauchgasvergiftung des 43-jährigen Wohnungsmieters, die in einer Aachener Spezialklinik auch weiterhin aktuell behandelt wird. Der an der Wohnung beim Küchenbrand, insbesondere aber durch Rauch und Russ verursachte, zusätzlich durch das erforderliche gewaltsame Öffnen von Wohnungstüre und zwei Fenstern durch Rettungskräfte entstandene Gesamtsachschaden, summiert sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 10.000,- Euro. Die Kreispolizeibehörde Mettmann leitete gegen den 43-jährigen Wohnungsmieter ein Strafverfahren wegen der fahrlässigen Herbeiführung einer Brandgefahr ein. Zur Beweisführung wurde eine Blutprobe angeordnet und schon im Zuge erster ärztlicher Behandlungsmaßnahmen bei dem Beschuldigten entnommen.

Hinweis an die Medien:

Pressemitteilung (PDF) und Bildmaterial der Feuerwehr Ratingen zu diesem Sachverhalt befinden sich auch in der Digitalen Pressemappe der KPB Mettmann, unter nachfolgend genannter Internetanschrift (Link), zum Download bereit und mit Quellenangabe "Feuerwehr Ratingen" zur Veröffentlichung frei.

Ort
Veröffentlicht
04. Oktober 2012, 13:33
Autor
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