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(ots) /- Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten am 17. Juli 2019 der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Herr Horst Seehofer, gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums, Herr Dr. Dieter Romann, den Jahresbericht der Bundespolizei für das Jahr 2018 vor. Durch die Veröffentlichung werden für das vergangene Jahr Einblicke in die Schwerpunkte der Aufgabenbereiche und die umfangreichen Verwendungen sowie in die Organisations-, Ausstattungs- und Personalstruktur der Behörde ermöglicht. Der Jahresbericht 2018 bildet auch das internationale Engagement der Bundespolizei deutlich ab. Die Anzahl der bei polizeilichen Einsätzen im Ausland eingesetzten Bundespolizisten nahm im vergangenen Jahr wiederholt zu. So wurden 2018 insgesamt 2 270 Beamte der Bundespolizei sowohl in internationalen Friedensmissionen als auch bei der Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union an den dortigen Außengrenzen, wie beispielsweise bei Einsätzen der europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache, Frontex, eingesetzt. Daneben sind bei der Vorstellung des Jahresberichts die Ermittlungserfolge wie beispielhaft im bisweilen umfangreichsten Verfahren seit Bestehen der Bundespolizei gegen die banden- und gewerbsmäßige Schleuserkriminalität "EV Khlong", aber auch die Vielzahl an anderen bedeutenden Exekutivmaßnahmen herausgestellt worden. Mit 16 878 vollstreckten nationalen und internationalen Haftbefehlen konnte erneut eine Steigerung der Fahndungserfolge erzielt werden. Auch der Präsident des Bundespolizeipräsidiums betonte in der Pressekonferenz die Bedeutung der Bundespolizei als "die Fahndungspolizei". Der ausführliche Bericht ist in elektronischer Form im Internet unter www.bundespolizei.de/jahresberichte zu finden.
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(ots) /- Wiederholt gelang es der Bundespolizei mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften am 10. Juli 2019 ein deutliches Zeichen gegen professionelle Schleuserbanden in Deutschland zu setzen. So wurden im Rahmen von zwei unabhängigen Ermittlungsverfahren in fünf Bundesländern insgesamt 44 Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt und mehrere Haftbefehle vollstreckt. Über 800 Einsatz- sowie Spezialkräfte der Bundespolizei waren im Einsatz. Der Vollstreckung der gerichtlichen Beschlüsse sind zum Teil mehrjährige, akribische Ermittlungen der Bundespolizeiinspektionen Kriminalitätsbekämpfung Halle und Köln vorausgegangen. Sachleitend waren hierbei die Staatsanwaltschaften Leipzig und Aachen. Zudem erfolgte eine Zusammenarbeit mit Europol. Die Ermittler in Halle gingen hierbei gegen eine 61-köpfige Tätergruppierung vor, die bandenmäßig Scheinehen zwischen EU-Bürgern und indischen sowie pakistanischen Staatsangehörige organisierten. Die eingeschleusten Ausländer zahlten der Bande für die Vermittlung von falschen oder verfälschten Eheschließungsurkunden und sonstigen Dokumenten zwischen 15.000 Euro und 22.000 Euro, umso - scheinbar legal - dauerhaft in Deutschland bleiben zu können. Link zur Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Pirna: https://www.presseportal.de/pm/74159/431969. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Kriminali-tätsbekämpfung Köln wurden die Beamten mit einem gänzlich anderen Phänomen konfrontiert. Den Tätern konnte hier nach-gewiesen werden, Scheinfirmen zur Vermittlung von Künstlern, Artisten und Tänzern aus Afrika und Russland zu betreiben. Fingierte Arbeitsverträge und Bescheinigungen über Kranken-versicherungen wurden zur Visabeantragung genutzt, um den überwiegend afrikanischen Staatsangehörigen so die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Die so eingeschleusten Personen wurden anschließend durch die Beschuldigten ausgebeutet, zum Teil zur Prostitution ge-zwungen und unter menschenunwürdigen Bedingungen unter-gebracht. Link zur Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70116/4320304. Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann, zu dem Ermittlungserfolg: "Der hochprofessionellen Ermittlungsarbeit unserer Mitarbeiter in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften und in einem Fall auch mit Europol ist es zu verdanken, dass heute ein erneuter Schlag gegen bandenmäßig organisierte Schleuserstrukturen gelungen ist. Es ging den Beschuldigten hier offensichtlich nicht um humanitäre Fluchthilfe, sondern ausschließlich um maximalen Profit. Das Leid der Betroffenen wurde dabei bewusst in Kauf genommen." Detaillierte Informationen zu den Ermittlungen können den bei-gefügten Pressemitteilungen der Bundespolizeidirektionen entnommen werden.
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