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(ots) /- Am heutigen Morgen durchsuchten Einsatzkräfte der Bundespolizei zwei Objekte in Nordrhein-Westfalen (Erftstadt, Ratingen). Zuvor konnte am 01.02.2018 der Haftbefehl gegen den Hauptbeschuldigten 27-jährigen beninischen Staatsbürger in Duisburg vollstreckt werden. Bereits am 24.01.2018 erfolgten Einsatzmaßnahmen gegen Kreditkartenbetrüger im Großraum Hamburg und auch in Sachsen-Anhalt. Dabei wurden 12 Wohnungen durchsucht. Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle führt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Halle ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges. Dem Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, Onlinetickets der Deutschen Bahn AG mit betrügerisch erlangten Kreditkartendaten erworben und weiterverkauft zu haben. Der entstandene Schaden summiert sich für die Deutsche Bahn AG auf ca. 32.000 Euro. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass sich der mutmaßliche Täter durch verschiedene Warenkreditbetrügereien Konsumgüter in einem hohen fünfstelligen Gesamtwert ergaunert hat. An den Tathandlungen war mindestens eine weitere Person beteiligt. Bei dieser handelt es sich um einen 27-jährigen Deutschen gegen den ebenfalls Ermittlungen laufen und dessen Wohnung sich unter den am heutigen Tage durchsuchten Objekten befand. Im Rahmen der Durchsuchungen konnten zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt werden. Darunter befanden sich mehrere Telefone, Computer und hochwertige Bekleidungsartikel. Bereits am 24.01.2018 erfolgten durch die hiesige Dienststelle im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg Durchsuchungsmaßnahmen. Dabei wurden im Großraum Hamburg zehn und in Sachsen-Anhalt zwei Wohnungen durchsucht. Den Beschuldigten, welche aus dem afrikanischen Raum stammen, wird ebenfalls vorgeworfen, Onlinetickets der Deutschen Bahn AG mit betrügerisch erlangten Kreditkartendaten erworben und weiterverkauft zu haben. Der entstandene Schaden summiert sich auf ca. 80.000 Euro. Darüber hinaus stehen die Täter im Verdacht, durch weitere Kreditkartenbetrugstaten inkriminiertes Vermögen in Höhe eines hohen fünfstelligen Betrages erlangt zu haben. Markus Pfau, Leiter der ermittlungsführenden Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle, sagte zu den Maßnahmen: "Die Bundespolizei setzt einen Schwerpunkt bei der Bekämpfung des Onlineticketbetruges zu Lasten der Deutschen Bahn AG, die oftmals von Tätern mit afrikanischer Herkunft begangen werden. Uns ist es mit beiden bundesweiten Einsätzen gelungen, offensiv gegen Tätergruppierungen vorzugehen."
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(ots) - Am 9. Dezember 2015 fand vor dem Amtsgericht Pirna die Hauptverhandlung gegen den 37-jährigen Pakistaner Fayaz A. wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern statt. Dieser war im Jahr 2013 selbst als Asylbewerber in Debrecen / Ungarn aufhältig. Eine zusätzliche Einkommensquelle verschaffte er sich mit der Organisation von Weiterschleusungen mittels PKW in andere westeuropäische Länder, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland. Hierbei wurden gezielt andere Asylbewerber angesprochen, um diese für eine Weiterschleusung anzuwerben. Gegenüber den Schleusungswilligen gab sich der Fayaz A. den Namen Mohsen/Mohsin (arabisch, Bedeutung u.a.: mildtätiger Freund). Dass den Taten des Fayaz A. als Motiv eher kühles Profitstreben auf dem Rücken der Migranten als Mildtätigkeit zu Grunde lag, zeigten Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle. Im durch sie geführten Ermittlungsverfahren konnten den Fayaz A. -7- Tathandlungen mit insgesamt 49 Geschleusten nachgewiesen werden. An den Ermittlungen waren ebenfalls ungarische und österreichische Polizeibehörden beteiligt. Die Festnahme erfolgte schließlich am 24. Juni 2015 im Bundesland Baden-Württemberg. In der nun erfolgten Hauptverhandlung zeigte sich der noch in Untersuchungshaft befindliche Fayaz A. geständig und räumte die ihm zur Last gelegten Taten ein. Durch das Schöffengericht wurde eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verhängt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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