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Zur schengenweiten Fahndung ausgeschrieben und verurteilt

(ots) - Am 22. November 2009, kurz nach Mitternacht,

kontrollierten die Bundespolizeibeamten auf der BAB 17 im Rahmen der

Schengenbinnenfahndung Reisende in einem Linienbus. In diesem wurde

unter anderem ein kroatischer Staatsangehöriger (42) festgestellt.

Bei der Überprüfung seines Reisedokumentes stellten die Beamten

fest, dass fünf Seiten im Reisepass fehlten. Der Abgleich seiner

Personalien mit dem computergestützten Fahndungsbestand brachte

hervor, dass der Mann vermutlich mehrere Personaldaten in der

Vergangenheit gebrauchte und ein Einreiseverbot gegen den

Beschuldigten besteht. Anhand seiner Fingerabdrücke ist seine

Identität zweifelsfrei ermittelt worden.

Die Ermittlungen der Bundespolizei führten zum Ergebnis, dass der

Beschuldigte wegen unterschiedlichster Straftaten für die Gerichte in

Baden Württemberg, Nordrhein Westfalen, Hamburg und Berlin keine

unbekannte Person ist. Im Dezember 2008 wurde er durch die Behörden

in Österreich abgeschoben. Auch war dem Beschuldigten bekannt, dass

er letztmalig im Mai 2009 aus dem Bundesgebiet abgeschoben wurde und

somit kein Einreiserecht für das Schengengebiet hat. Der 42-jährige

versuchte nach der Abschiebung wiederholt unerlaubt in das Gebiet der

Europäischen Union zu gelangen. Ungarn, Rumänien und Slowenien hatten

dem Kroaten die Einreise bereits verweigert.

Nach Anzeigenerstattung durch die Bundespolizei wegen des

bestehenden Einreiseverbotes, unerlaubter Einreise/Aufenthalt ohne

erforderlichen Aufenthaltstitel, Urkundenfälschung und Veränderns von

amtlichen Ausweisen ordnete im November 2009 das Amtsgericht Pirna

Untersuchungshaft an.

Anfang Februar 2010 hatte das Gericht den 42-jährigen kroatischen

Staatsangehörigen zu neun Monaten Freiheitsentziehung ohne Bewährung

verurteilt und nach Verbüßung der Haftstrafe in der

Justizvollzugsanstalt Dresden droht seine Abschiebung in das

Heimatland.

Ort
Veröffentlicht
11. Februar 2010, 14:06
Autor
Rautenberg Media Redaktion