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Pinneberg: Missbrauch von Notrufen - Betrunkener ruft mit vermeintlichen Störern an jüdischer Gemeinde ein Polizeiaufgebot auf den Plan

(ots) - Ein übler Scherz oder Einbildung eines schwer alkoholisierten 51-jährigen Pinnebergers hat gestern am Spätnachmittag ein Polizeiaufgebot zur jüdischen Gemeinde in den Clara-Bartram-Weg eilen lassen.

Der 51-Jährige hatte um kurz nach 17 Uhr über Notruf behauptet, an der Jüdischen Gemeinde würden etwa 10 Jugendliche mit Kapuzen grölend Steine werfen.

Die Polizei eilte und umstellte das Objekt. Doch konnten die Beamten schnell feststellen, dass keine Störer vor Ort waren. Vielmehr konnte abgeklärt werden, dass die Wirklichkeit nicht dem mitgeteilten Sachverhalt entsprach, alles war ruhig, absolut nichts war geschehen.

Die Beamten konnten den Hinweisgeber in der Nähe des Einsatzortes ausmachen. Dem 51-Jährigen wird jetzt der Straftatbestand des Missbrauchs von Notrufen vorgeworfen. Ein Strafverfahren ist daher eingeleitet. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur Wache gebracht. Dort ließen die Beamten auch eine Blutprobe entnehmen, denn sein Atemalkoholwert lag bei 3,68 Promille. Zur Verhinderung weiterer Straftaten verbrachte der Beschuldigte den Abend und die Nacht im Polizeigewahrsam. Heute früh konnte er nüchtern gehen - ohne Handy. Denn das Tatmittel hatten die Polizisten längst beschlagnahmt.

Die Polizei prüft, ob Kosten des Einsatzes geltend gemacht werden, bzw. behält sich diese Möglichkeit vor.

Ort
Veröffentlicht
21. Mai 2014, 09:27
Autor
Unserort Redaktion