Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Betrüger gaben sich als Kriminalbeamte aus

(ots) - (mb) Mit einer Betrugsmasche, von der fast ausschließlich russisch sprechende Migranten betroffen sind, hat eine kriminelle Bande am Donnerstag mehrere hundert Euro von einem 64-jährigen Paderborner erbeutet. Ähnlich wie beim bekannten "Enkeltrick" wurde dem Opfer am Telefon geschickt eine frei erfundene Legende erzählt. Im Unterschied zum Enkeltrick gaben sich die Täter allerdings nicht als Verwandte, sondern als Kriminalpolizisten aus.

Der Paderborner war mittags allein zu Haus, als ein Anrufer sich in russischer Sprache als Kriminalbeamter vorstellte. Der vermeintliche Polizist gab an, die Lebensgefährtin des Opfers sei nach einer Straftat festgenommen worden. Um sie auszulösen, sei eine Kaution in Höhe von mehreren tausend Euro fällig. Im Hintergrund weinte eine Frau, von der das Opfer annahm, es handele sich um seine Partnerin. Geschockt von dem plötzlichen Anruf und aus Sorge um die Frau willigte der aus Kasachstan stammende Mann ein, eine Kaution zu bezahlen. Er musste zur Bank, um Geld abzuholen. Nach seiner Rückkehr kam ein unbekannter Mann zur Wohnung des Opfers am Thüringer Weg und holte das Geld ab. Kurz darauf kam die Lebensgefährtin des Paderborners nach Hause und der Schwindel fiel auf. Der betrogene Mann wandte sich an die Polizei. Er konnte eine handschriftliche Quittung des Geldabholers vorlegen. Der russisch sprechende Geldabholer soll 23 bis 30 Jahre alt und 165 bis 170 cm groß sein. Er hatte braune kurze Haare und trug eine schwarze Jacke. Sollte der vage beschriebene Geldbote am Thüringer Weg aufgefallen sein, bittet die Polizei um Hinweise unter der Rufnummer 05251/ 3060.

Die Paderborner Polizei hatte bereits vor ähnlichen Betrügereien zum Nachteil russisch sprechende Migranten gewarnt. In dieser Betrugsvariante geben sich die Täter als Polizisten aus und tischen den Opfern ähnliche Legenden wie im geschilderten Fall auf. Als Grund des Anrufs wird oftmals ein von Verwandten verursachter Verkehrsunfall angegeben und eine Kaution verlangt. Als Ziel der Täter gilt wie beim Enkeltrick, möglichst viel Bargeld beim Opfer abzuholen. Im letzten Jahr hatten unbekannte Kriminelle auf diese Weise mehrere tausend Euro von einer Spätaussiedlerfamilie aus Paderborn erbeutet.

Ort
Veröffentlicht
18. Februar 2011, 13:20
Autor