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Burgruine Großbernsau wurde aus dem Dornröschenschlaf geweckt Am 2. Juniwochenende veranstaltete der Heimat- und Bürgerverein Overath e.V. ein Ritterfest an der Burgruine Großbernsau am Ortsausgang Overath, Gewerbegebiet Hammermühle. Bei der Burgruine Großbernsau handelt es sich um eine ehemalige Burg der Familie von Bernsau, die vor Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Das Rittergeschlecht Bernsau wurde 1218, also genau vor 800 Jahren, das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Burg scheint um 1785 nicht mehr bewohnt gewesen zu sein. Die Jagdkarte von 1789 zeigt das zweite Stockwerk des Palas in verfallenem Zustand, Kapelle und Wirtschaftsgebäude dagegen noch hinreichend erhalten. 1904 wurde das Wohnhaus endgültig abgerissen. 1941 stürzte ein noch aufrechtstehender Turm ein. Heute besteht, auf dem wegen der umgebenen Wassergräben und Sümpfen nicht zugänglichem Burggelände, nur noch ein Stück Bruchsteinmauer mit Kamin, Höhe etwa 15 m, Länge etwa 8 m. Tiefergehende Informationen und historische Fotografien wurden von Willi Fritzen in einem Buch festgehalten, welches u.A. in der Buchhandlung Bücken zu erwerben ist. Ehrengast bei der Einweihung der wiederentdeckten Overather Sehenswürdigkeit war Hans-Walter Bernsau, einer der Nachkommen des Rittergeschlechts Bernsau. Dank seinem persönlichen Engagement ist die Burgruine, die lange vergessen am Straßenrand hinter Bäumen versteckt lag, überhaupt erst aus dem Dornröschenschlaf erweckt worden. Mehr als 500 geschichtsinteressierte Besucher kamen zum Ritterfest am 2. Juniwochenende. Mit so viel Andrang hatte kaum einer gerechnet und die Zahl der Führungen zur Insel, auf der die Burgruine Großbernsau steht, reichte nicht aus. Kurzerhand wurde die Anzahl der Führungen durch die geschichtsversierten Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins Overath, Willi Fritzen und Eberhard Dommer, verdoppelt. Für dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement danken ihnen die Organisatoren des Fests herzlichst. Neben der Geschichte der Burgruine Großbernsau kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. An einer feierlich gedeckten Rittertafel konnten sich die Besucher bei Spanferkel und urigem Ritterbier aus Krügen in die Ritterzeit zurückversetzt fühlen, Lagerfeuer und Fackelschein verstärkten bei Dämmerung die mittelalterliche Atmosphäre noch zusätzlich. Ein weiteres Highlight boten am Samstag Peter Joka und seine Lebensgefährtin. In mittelalterlichen Gewändern präsentierten sie Kleidung und Waffen aus der Ritterzeit. Die kleinen Besucher konnten selbst in die Kleidung schlüpfen und den Kampf gegen einen "echten" Ritter aufnehmen und sich danach weiter auf der Hüpfburg austoben. Über die Zukunft der Burgruine Großbernsau wurde bereits am Festwochenende fleissig gesprochen. Hans-Walter Bernsau wünscht sich eine Brücke zur Insel und Maßnahmen zum Erhalt der Burgruine "damit das historische Familienrelikt den nächsten Generationen erhalten bleibt". Realisiert wurde das Projekt unter Federführung des Heimat- und Bürgervereins Overath e.V. mit tatkräftiger Unterstützung des Bergischen Geschichtsvereins, dem LVR Landschaftsverband Rheinland und den Firmen Erdarbeiten Becher, Metten Stein + Design, der VR Bank Overath, Kreissparkasse Köln und M+P Umweltdienste.
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