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Mut tut gut

Mut tut gut

Kinder arbeiten begeistert beim Projekt der GGS Overath mit

Die Buchstaben "x, y und z" im Gute-Eigenschaften-ABC mit Worten zu füllen, fällt eindeutig schwer. "Ist chaotisch eine gute Eigenschaft?", fragt Trainerin Andrea Althoff, als ein Kind dieses Wort vorschlägt. Viele Daumen gehen nach unten. Da passt das Wort "cool" beim Buchstaben "C" doch besser. Alle arbeiten engagiert mit. Alle sind begeistert dabei, wenn die Aufgabe im Stuhlkreis zu erledigen ist.

Die Gemeinschaftsgrundschule Overath nimmt an dem Projekt "Mut tut gut" teil. Sieben Trainer sind an drei Tagen an der Schule und arbeiten in Gruppen mit den Kindern. Nicht im Klassenverband, sondern in Gruppen zusammengestellt, wird miteinander gesprochen und geübt, auch in spielerischer Form. Die Gruppen sind gemischt zusammengestellt, damit die Kinder sich klassenübergreifend besser kennen lernen.

Christa Wester und Jutta Probst von der Kreissparkasse Köln, Thomas Miebach von den Lions, Helmut Amelung von der Bürgerstiftung - als Vertreter der Sponsoren - verfolgen gespannt den Verlauf einer Trainingsstunde. Schulleiterin Christine Baitz und Förderschul-Lehrerin Christiane Plückebaum haben eingeladen.

Es wurden Regeln aufgestellt, für die die Kinder sich gemeinsam entschieden haben. Alle haben diese auch unterschrieben: "Wir gehen freundlich miteinander um. Einer spricht. Die Stop-Regeln." Was Letztere bedeuten, erklärt eine Schülerin: "Stop sagen, Hilfe holen, weg laufen" - sind die Mittel, die Kinder in für sie unangenehmen Situationen haben. "Wer darf mir wie nahe sein", war die zu beantwortende Frage in der Übung mit der Seifenblase. Die Kinder entschieden, wer mit in ihren Ring darf, und wie nahe er oder sie kommen darf.

Alle zwei Jahre findet dieses Projekt an der jeweiligen Schule statt. "So erlebt jedes Kind während seiner Schulzeit zweimal diese Trainingsform. Die jeweiligen Einheiten bauen nicht aufeinander auf, sondern werden vertieft", erklärt Trainer und Sozialarbeiter Holger Eckhardt, der wie alle seine Kolleginnen und Kollegen eine mehrwöchige Zusatzausbildung absolviert hat: "Wir stellen den Schulen Material zur Verfügung, damit diese die Übungen mit den Kindern fortführen kann."

Eine Info-Veranstaltung für die Eltern gibt es vor Beginn des Projektes, ein Feedback danach nur für die Schule. "Die Schule entscheidet, wie sie später damit umgeht." (er)

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Veröffentlicht
16. Februar 2018, 08:20
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