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Mehr Verkehrsunfälle und leicht verletzte Menschen aber weniger Unfalltote und Schwerverletzte +++ Polizeidirektion Oldenburg veröffentlicht Verkehrsunfallstatistik 2015

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(ots) -

Die Verkehrsunfallzahlen steigen, aber die schweren Folgen sinken. So lautet die Bilanz der Verkehrsunfallstatistik 2015. Erneut sind im vergangenen Jahr weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Im Jahr 2014 verloren 108 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion (PD) Oldenburg, im vergangen Jahr waren es 101. Das entspricht einem Rückgang von 6,5 Prozent. Bei Betrachtung der letzten zehn Jahre sind es sogar 34,84 Prozent weniger Unfalltote (2005: 155, 2015: 101).

Und dennoch hat es im Jahr 2015 leider viel zu viele schreckliche Unfälle gegeben. Erstmals sind wieder fünf Kinder unter den Verkehrsunfalltoten zu finden. Polizeipräsident Johann Kühme appelliert deswegen eindringlich: "Die Schwächsten verdienen unser aller Aufmerksamkeit!" Jeder Mensch der im Straßenverkehr ums Leben kommt, ist einer zu viel. Doch die Trauer ist besonders groß, wenn die Jüngsten und Schwächsten unvermittelt aus dem Leben gerissen werden.

Bei Betrachtung der Risikogruppe der jungen Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer wurde festgestellt, dass bei einem Minus von 26,3 Prozent deutlich weniger junge Menschen ums Leben gekommen sind (2014: 19, 2015: 14). Im Vergleich der letzten zehn Jahre hat sich die Bilanz sogar mehr als halbiert (2005: 31 2015: 14).

Neben der Risikogruppe der jungen Fahrerinnen und Fahrer bilden auch die Seniorinnen und Senioren eine eigene Risikogruppe. Hier sprechen wir von den Menschen, die das 65. Lebensjahr überschritten haben.

Auch in dieser Risikogruppe ist die Zahl der Menschen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind, gesunken. Im Jahr 2014 kamen noch 29 Seniorinnen und Senioren ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es 25. Das entspricht einem Rückgang von 13,8 Prozent. Auffällig in dieser Altersgruppe ist jedoch, dass 20 der 25 tödlich Verunglückten durch ihr Verhalten selbst zu dem tödlichen Ausgang beigetragen haben.

Deshalb ermutigt Polizeipräsident Johann Kühme ausdrücklich die Seniorinnen und Senioren dazu, "dass sie in ihrem eigenen Interesse mal wieder ein paar Fahrstunden absolvieren sollten."

'Ganz unter Gleichgesinnten. Ganz ohne Stress und Druck. Und garantiert ohne Angst, den Führerschein abgeben zu müssen' lautet deswegen auch das Motto der Verkehrsinitiative der Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V. "Fit im Auto", die von der PD Oldenburg ausdrücklich unterstützt wird.

Diese Initiative richtet sich an alle Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren und bietet die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zu trainieren. Damit bleibt die Mobilität auch im fortgeschrittenen Alter erhalten und gibt den Seniorinnen und Senioren die nötige Sicherheit.

Weitere Informationen und Grafiken finden sie im Internet unter:

www.presseportal.de/blaulicht/nr/62353

Ort
Veröffentlicht
17. März 2016, 13:00
Autor
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