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Computersabotage durch angebliche Microsoft-Mitarbeiter

(ots) - Aktuell kommt es wieder vermehrt zu Anrufen von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern, die am Telefon behaupten, der Computer des Angerufenen sei von Computerviren verseucht und müsse dringend repariert werden. Durch geschickte Gesprächsführung in englischer Sprache werden die Geschädigten dazu gebracht, dem vermeintlichen Microsoft-Fachmann über ein Fernwartungstool, z.B. Teamviewer o.ä., Zugriff auf den Computer zu gewähren. Im weiteren Verlauf führt der angebliche Microsoft-Mitarbeiter einige Schritte durch, die dem Nutzer aufzeigen sollen, dass sein PC von diversen Computerviren befallen sei. Für die dann angebotene Fehlerbehebung durch eine besondere Reinigungssoftware und den Support werden Kosten i.H.v. 160,00 bis 200,00 Euro eingefordert, die über die Kreditkarte der Geschädigten abgerechnet werden sollen.

Bei den Tätern handelt es sich nicht um einen Service von Microsoft! Microsoft führt solche Anrufe nicht durch! Sollten Sie einen solchen Anruf bekommen, so beenden Sie sofort das Gespräch.

Am Wochenende wurden zwei Aper Bürger Opfer von besagten Anrufen. Zwar sind die Geschädigten noch rechtzeitig auf den kriminellen Hintergrund der Anrufe aufmerksam geworden und haben keine Zahlungen geleistet, aber die Täter hatten zwischenzeitlich über den eingeräumten Fernzugriff bzw. die Fernwartungssoftware die Computer so sabotiert, dass für die Geschädigten eine Nutzung ohne weiteres nicht mehr möglich ist.

Sollten Sie ebenfalls in die Falle getappt sein, lassen Sie vorsorglich ein aktuelles Antivirenprogramm durchlaufen und ggf. einen Fachmann den Computer prüfen. Dokumentieren Sie festgestellte Auffälligkeiten (gefundene Fremdsoftware, Schadsoftware). Ändern Sie Zugangsdaten zu Ihren Mailkonten und weiteren Accounts (z.B. für Onlineshopping) und informieren Sie Ihre Bank, wenn Sie nicht ausschließen können, dass Ihre Konto- oder Kreditkartendaten ausgespäht wurden.

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Veröffentlicht
08. Februar 2016, 14:06
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