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(ots) /- Trickdiebe und Wohnungseinbrecher nutzen die Ferienzeit für ihre kriminellen Taten. Sie setzen dabei darauf, dass das Entdeckungsrisiko geringer ist, weil sich viele Oberhausener derzeit nicht in ihren Wohnungen und Häusern aufhalten. Montagvormittag (22.7.) klingelte ein 65-jähriger Essener an der Hauseingangstüre bei Bewohnern eines Mehrfamilienhauses auf der Bottroper Straße. Die Hausbewohner waren auf Zack. Als sich der Mann nach einer Weile, in der er sich offenbar abwartend im Treppenhaus aufgehalten hatte, nicht gemeldet hatte, sah eine couragierte Hausbewohnerin im Treppenhaus nach. Sie entdeckte den Mann und sprach ihn an. Der Essener behauptete nun Zirkusbesitzer zu sein und hier um finanzielle Unterstützung bitten zu wollen. Die Hausbewohnerin forderte ihn auf zu gehen, was er auch tat. Vor dem Haus stieg er in einen grauen Ford und fuhr weiter. Etwa zwei Stunden später fiel Oberhausener Polizisten, die als Zivilstreife in Osterfeld gezielt nach Wohnungseinbrechern gefahndet hatten, ein grauer Ford mit E-Kennzeichen vor einem anderen Haus auf der Bottroper Straße auf. Die Polizisten beobachteten den Verdächtigen, wie er die Klingeln des Mehrfamilienhauses betätigte und kurz darauf mit einem Hausbewohner sprach, der ihn aber wohl abgewiesen hatte. Als der Mann zurück zu seinem Auto ging, in dem seine gleichaltrige Ehefrau gewartet hatte, kontrollierten sie das verdächtige Pärchen. Den Fahndern gegenüber behauptete der Verdächtige nun, dass er für eine Firma aus Mönchengladbach Flyer verteilen und dafür werben würde. Eine Personalienüberprüfung ergab, dass beide Personen bereits mehrfach im Zusammenhang mit der Begehung diverser Eigentums- und Betrugsdelikte (Wohnungseinbruchdiebstahl, Trickdiebstahl "Klempnertrick", pp.) polizeilich in Erscheinung getreten waren. Als die Polizisten später mit den Hausbewohnern sprachen, hatten die in ihren Briefkästen tatsächlich die besagten Flyer gefunden, aber auch die Bitte um eine Spende für die Tiere eines Zirkus. Der etwa 180 cm große und kräftige Deutsche hatte graue Haare und trug eine Brille. Wegen seines stark gebräunten Teints und seinem Erscheinungsbild könnte er von Zeugen oder Geschädigten aber leicht auch als "Südländer" beschrieben werden. Ob das Pärchen für in Oberhausen begangene Straftaten in Frage kommt, bei denen unter einer Vielzahl von Vorwänden (Wasserwerker, Telekom, pp.) versucht wurde in die Wohnungen von Seniorinnen und Senioren zu gelangen, um sie dort zu bestehlen, prüfen jetzt die Oberhausener Ermittler vom Betrugskommissariat. Wie betrügen die Kriminellen unsere Seniorinnen und Senioren? - wegen einer Reparatur oder Überprüfung müssen sie angeblich in das Haus oder die Wohnung - die Opfer werden abgelenkt oder mit sinnlosen "Handlangerarbeiten" beschäftigt - Komplizen oder Komplizinnen suchen dann nach Wertsachen. Lassen Sie Unbekannte NICHT in Ihr Haus oder Ihre Wohnung! Rufen Sie sofort einen Nachbarn zur Hilfe! Informieren Sie per Notruf 110 sofort die Polizei!
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