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Sicher unterwegs bei winterlichen Straßenverhältnissen Langsam aber sicher nähern sich die Temperaturen der 0-Grad-Marke. Schnee, Eis und schwierige Straßenverhältnisse lassen damit nicht lange auf sich warten. "Spätestens jetzt müssen alle Autofahrer ihre Pkw mit Winterreifen ausgerüstet haben, denn bei Schnee, Schneematsch, Reif- oder Eisglätte ist das Fahren mit entsprechenden Reifen Pflicht, sonst drohen Strafen", sagt Heinz-Gerd Lehmann vom ADAC Nordrhein. Der Technik-Experte empfiehlt außerdem, die Batterie von Fachleuten überprüfen zu lassen. Sie verursacht laut ADAC Pannenstatistik im Winter am häufigsten Probleme. Ebenfalls wichtig: Die Beleuchtung sollte einwandfrei funktionieren. "Klare Reflektoren, sprungfreie, regelmäßig gesäuberte Gläser und funktionstüchtige Lampen haben höchste Priorität. Die Scheinwerfereinstellung checkt am besten eine Fachwerkstatt", rät Lehmann. Ein weiterer Tipp: Frostschutz überprüfen! Denn Eis im Kühlsystem verursacht Motorschäden. Ob das Kühlmittel des Motors winterfest ist, lässt sich in der Werkstatt oder an der Tankstelle testen. Frostschutz benötigt auch das Wischwasser der Scheibenwaschanlage. Und auch aus fahrtechnischer Sicht gibt es einige Dinge zu beachten, um bei winterlichen Witterungsbedingungen sicher anzukommen. Der ADAC Nordrhein hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt: - Vor dem Losfahren muss das Auto komplett von Schnee und Eis befreit werden, ein kleines Guckloch reicht nicht aus. Auch Außenspiegel, Dach, Kennzeichen sowie Scheinwerfer und Blinker frei machen. Auf der Scheibe festgefrorene Wischerblätter vorsichtig lösen. Falls die Türschlösser eingefroren sind, ist ein Türschlossenteiser in der Jackentasche (nicht im Auto!) hilfreich. - Beim Losfahren Gebläse von Heizung oder Klimaanlage auf höchster Stufe auf die Scheiben richten, damit sie nicht beschlagen; heizbare Front- und Heckscheiben einschalten. Nicht erlaubt ist es übrigens, den Wagen im Stand warmlaufen zu lassen! - Beim Befahren von verschneiten, vereisten oder nassen Straßen sollte man besonders vorsichtig und vorausschauend fahren. Das bedeutet: einen größeren Abstand als den sonst empfohlenen "halben Tacho" einhalten, auch den Verkehrsfluss davor im Auge haben, sanft bremsen und lenken sowie die hinter einem fahrenden Autos beobachten. Achtung: abrupte Manöver können zum Ausbrechen und Rutschen des Wagens führen! Wer ein Gefühl für die veränderten Straßenverhältnisse bekommen möchte, kann eine kurze Bremsprobe durchführen, wenn niemand hinter einem fährt. Außerdem empfiehlt es sich, bei winterlichen Bedingungen von vornherein längere Fahrzeiten einzuplanen und ohne Zeitdruck unterwegs zu sein. - Gerade im Winter den Tank nie bis auf den letzten Tropfen leer fahren, denn bei überraschend stockendem Verkehr oder einem größeren Stau benötigt man ausreichend Spritreserven - nicht nur zum Fahren, sondern auch, um die Kälte zu überstehen. Darüber hinaus sollten Autofahrer im Winter folgende Dinge im Fahrzeug haben: Eiskratzer, Handfeger, Starthilfekabel, Scheibenfrostschutz, Schaufel, Sand, Wolldecke und auf längeren Fahrten eine Thermoskanne mit heißem Tee. (ADAC Nordrhein)
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Tipps für Autofahrer: Wenn der Winter kommt Auch die größten Sonnenanbeter werden es sich nach dem Mega-Sommer und dem goldenen Herbst wohl oder übel eingestehen müssen: Der Wintereinbruch ist wie in jedem Jahr unvermeidlich. Ganz wichtig ist es dann, auf die veränderten Straßenverhältnisse vorbereitet zu sein. Abstand ist das A und O. Heißt: Werden Straßen plötzlich glatt, ist es zunächst wichtig, den Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern zu vergrößern. Dazu aber auf keinen Fall hektisch bremsen, sondern langsam vom Gas gehen und maßvoll das Bremspedal treten. Auch heftige Lenkbewegungen und zu starkes Beschleunigen sollten vermieden werden, sie vergrößern die Rutschgefahr. Vor Kurven sollte die Geschwindigkeit reduziert werden, dazu gleichmäßig hinein und wieder hinaus gelenkt werden, raten die Experten. Und klar: Maßhalten gilt auch für die Geschwindigkeit. So sollte man in der Kurve das Tempo konstant halten. Verlieren die Vorderräder trotzdem die Haftung, vorsichtig vom Gas gehen oder mit ABS bremsen, damit die Reifen schnellstmöglich wieder haften. Droht das Fahrzeugheck auszubrechen, kann leichtes Gasgeben einen Fronttriebler wieder in die Spur bringen. Und beim Heckantrieb muss man vorsichtig leicht vom Gas gehen oder auskuppeln. Bremsen ist bei Glätte eine Kunst für sich, denn der Bremsweg ist lang - selbst mit Winterreifen. Am besten verzögert man die Fahrt, wenn neben der Bremse auch die Motorbremse eingesetzt wird. Beides aber nur sehr vorsichtig, so der Rat der Experten. Bei der Motorbremse sollte man auch daran denken, ob man ein front- oder heckgetriebenes Fahrzeug lenkt. Gerät der Wagen trotzdem ins Rutschen: Bremsen, bis die Haftung wieder da ist. ABS sorgt dafür, dass sich das Auto trotzdem lenken lässt. Auf glatten Straßen ist es grundsätzlich ratsam, immer einen Gang niedriger zu schalten als gewöhnlich. Auch wichtig: Bei plötzlichem Schneefall oder Glätte daran denken, dass Autobahnen und Hauptverbindungsstraßen zuerst geräumt werden. Deshalb sollten Autofahrer immer auf großen Straßen bleiben und Nebenstrecken meiden. (mid/akz-o)
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