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Senioren lassen Enkeltrickbetrüger abblitzen

(ots) /-

Gestern (24.7.) versuchten skrupellose Telefonbetrüger wieder Oberhausener Seniorinnen und Senioren abzuzocken. Sie meldeten sich am Telefon als angebliche Enkelkinder und wollten im Gesprächsverlauf an Geld und wohl auch wertvolle persönliche Informationen kommen, die sie dann für ihren Betrugsversuch nutzen wollten.

Bei mindestens zwei Senioren bissen sie gestern aber auf Granit. Die waren gut informiert und beendeten die Telefonate ganz schnell. Eine 79jährige Dame und ein 78jähriger Herr informierten danach sofort die Polizei.

Kriminalhauptkommissar Ralf Simon leitet das Oberhausener Betrugskommissariat.

"Die Enkeltrickbetrüger nehmen immer wieder unsere Seniorinnen und Senioren ins Visier. Sie gehen dabei ganz systematisch vor und suchen in den Telefonbüchern ganz gezielt nach alten und altmodischen Vornamen. Sie wissen, dass die "ältere Generation" grundsätzlich immer sehr freundlich und hilfsbereit ist. Das wollen sie ausnutzen und versuchen in den Telefonaten das Vertrauen der Senioren zu erlangen und so im Gesprächsverlauf an persönliche Informationen zu gelangen, mit denen sie den älteren Herrschaften dann finanziellen Schaden zufügen wollen."

Hauptkommissar Simon informierte sofort über die sozialen Medien und das Lokalradio die Oberhausenerinnen und Oberhausener und forderte die Kinder und Enkel auf, ihre Eltern und Großeltern über die aktuellen Betrugsversuche zu informieren.

"Unsere Senioren sind auch durch die Aufklärungsarbeit der Oberhausener ##SeniorenSicherheitsBerater und durch die ständigen Warnhinweise in den lokalen und sozialen Medien schon sehr gut informiert. Trotzdem finden Enkeltrickbetrüger leider immer noch Opfer", sagte Simon. Besonders erfreut war der Kriminalhauptkommissar über die hoch betagten Senioren, die die Betrüger so elegant abgewimmelt haben.

"Das ist genau der richtige Weg. Wenn Unbekannte sich als Verwandte ausgeben oder intime Informationen erfragen wollen, nicht darauf eingehen.

Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten Telefonnummer selbst an und überprüfen so, ob sie mit den "richtigen Verwandten" sprechen.

Sie können das Gespräch aber auch sofort beenden und die Polizei unter den bekannten Telefonnummern oder per Notruf 110 informieren. Dann können wir die Mitmenschen schnell warnen."

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Veröffentlicht
25. Juli 2018, 07:07
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