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Im Polizeihubschrauber ins Gefängnis - Bundespolizei am Münchner Flughafen fasst mutmaßlichen Schwerverbrecher-

(ots) -

Der Serbe wird der organisierten Kriminalität zugeordnet. Er soll einen Komplizen mit Gewalt aus dem Polizeigewahrsam befreit haben. Jetzt sitzt er selbst im Gefängnis. Bundespolizisten haben den 39-Jährigen am Vatertagabend (14. Mai) bei seiner Ankunft aus Belgrad festgenommen. Die Behörden in Liechtenstein hatten nach dem mutmaßlichen Verbrecher mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen haben Bundespolizisten den Festgenommenen heute (15. Mai) auf Anordnung der Generalstaatsanwaltschaft München dem Haftrichter in Erding vorgeführt und anschließend per Hubschrauber in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim gebracht.

Im Jahr 2006 hatten unbekannte Täter in Liechtenstein ein Mitglied einer international agierenden, serbischen Verbrecherbande mit Waffengewalt aus dem Polizeigewahrsam befreit. Die Liechtensteiner Ermittler hatten im Laufe der Ermittlungen den heute von der Bundespolizei am Münchner Flughafen festgenommenen Serben als einen der Täter identifiziert und anschließend international nach dem Verdächtigen fahnden lassen. Die Justiz in dem Alpenstaat wirft dem 39-Jährigen schwere Nötigung, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Beihilfe zum Ausbruch eines Häftlings vor.

Der Serbe blieb schließlich im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Münchner Airport hängen, als er bei seiner Ankunft aus Belgrad die Einreisekontrolle durchlief. Nach einer Nacht im Gewahrsam der Bundespolizei am Moos-Airport lieferten die Bundesbeamten den Serben strengstens bewacht per Helikopter in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ein. Dort muss er das durch die Generalstaatsanwaltschaft München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.

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Veröffentlicht
15. Mai 2015, 12:06