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Volles Haus beim Vortrag in Nörvenich Im evangelischen Gemeindehaus in Nörvenich waren fast alle Sitzplätze besetzt, als der Heimat- und Geschichtsverein der Gemeinde Nörvenich e.V. (HGV) einen Vortrag über die "Landwirtschaft in der Gemeinde Nörvenich vom Mittelalter bis heute" zum Gehör brachte. In jedem Jahr berichtet der HGV zu einem bestimmten Thema. In 2018 gab es einen Vortrag "10 Jahre Römerfeld". In diesem Jahr war das Thema die Landwirtschaft früher und heute, bezogen auf Nörvenich und das Umland. 60 Zuhörer und Zuhörerinnen hatten sich im evangelischen Gemeindehaus eingefunden, Der Vorsitzende Heinz-Arthur Bergrath begrüßte die Anwesenden. Über die Landwirtschaft hatte das Vereinsmitglied Franz-Josef Hellwig einen sehr ausführlichen Bericht angefertigt. Andere Mitglieder hatten Fotos bzw. Bilder beigesteuert, die passend zum Text gezeigt wurden. Außerdem waren alte Werkzeuge aus der Landwirtschaft ausgestellt, wie z.B. ein Kummet. Es wird dem Zugtier um den Hals gelegt und erlaubt es, die Zugkraft durch eine der Tierart entsprechende Gestaltung sinnvoll auf Brustkorb, Schultern und Widerrist zu verteilen. Bergrath und Hellwig wechselten sich als Vortragende ab. In dem Vortrag, der mit dem Mittelalter (500-1500 n. Chr.) begann, wurde die Abhängigkeit der armen Bauern von den Grundherren bzw. den Fronhöfen beleuchtet. Auch die Zehntabgabe kam zur Sprache. In der Frühen Neuzeit (1500-1800) wurde die hiesige Region oft von Kriegen heimgesucht, die von Plünderungen und Verwüstungen begleitet waren. Hierdurch wurde der Landwirtschaft oft großer Schaden zugefügt. Es gab kaum durchgehende friedliche Zeiten, vielmehr herrschten weitgehend große Not und Elend. In der Frühen Neuzeit entwickelt sich mit dem Pächterstand der Halfen eine neue ländliche Oberschicht, die persönlich völlig frei und wirtschaftlich äußerst wohlhabend war. Die Knechte und Mägde sowie Tagelöhner mussten dagegen ein ärmliches, entbehrungsreiches Leben führen. Einschneidend war die Zeit von 1794 bis 1815, als das Rheinland, auch Nörvenich und das Umland, zu Frankreich gehörten. Im Zuge der Säkularisierung des kirchlichen Besitzes konnten viele Halfen frühere Pachtgüter kaufen bzw. ersteigern. In der Kaiserzeit (1871-1918) verringerte sich infolge der fortschreitenden Mechanisierung in der Landwirtschaft der Personalbestand auf den großen Gütern. Viele Landarbeiter wanderten in die Fabriken ab. In den beiden Weltkriegen wurden viele Männer zum Militär eingezogen sie fehlten somit als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft. Dazu kamen Zerstörungen durch Kriegseinwirkungen. Durch die fortschreitende Mechanisierung nach dem 2. Weltkrieg, z.B. Ersatz von Pferden durch Traktoren, wurde die Ernährung von 4 Personen pro Landwirt im Jahre 1900 auf heute 155 Personen gesteigert. Nach eine kurzen Pause erläuterten Hellwig und Bergrath die Entwicklung einzelner größerer Höfe. Heinrich Hempsch aus Düren, gebürtig aus Binsfeld, schilderte das Land- und Bauernleben Mitte des 19. Jh. auf Burg Binsfeld anhand authentischer familiärer Erlebnisse und Wahrnehmungen eines Kölner Schülers und späteren Weihbischofs.
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Toller erster Weihnachtsbasar in Hochkirchen Da sag mal einer, in einem kleinen Dorf wäre nix los. Nicht so in Hochkirchen mit seinen 438 Einwohnern. Hochkirchen hat nicht viele Vereine, aber sehr tolle Einwohner, die gerne einmal die Initiative ergreifen. Simone Grein, Maren Braun, Diana Klein, Karola Tüscher, Sylvia Napiralla-Steffens und Mary Fleischauer. kamen auf die Idee, einmal einen Weihnachtsbasar zu veranstalten. Sowas hatte es in Hochkirchen noch nicht gegeben. Schnell wurden Gleichgesinnte gefunden, die an allen Ecken und Kanten mitarbeiteten. Im Steinfelderhof, direkt an der Kirche St. Viktor gelegen, wurde drinnen und draußen alles aufgebaut. Es gab vor dem Steinfelderhof tatsächlich Parkplatzprobleme, denn die Besucher strömten nicht nur aus dem Ort, sondern auch aus der Umgebung herbei. Vor dem großen roten ehemaligen Hoftor standen schon Artikel zur Begrüßung der Gäste. Im Außenbereich standen wunderschöne Vogelhäuschen zum Verkauf. Daneben konnte man in einem Pavillon sitzen und die leckeren Reibekuchen essen. An den Stehtischen standen meistens die Männer. Im liebevoll weihnachtlich geschmückten Innenraum war nicht nur eine Cafeteria aufgebaut, sondern es wurden auch viele weihnachtliche Artikel angeboten, angefangen von Kerzen über Christbaumkugeln bis zu weihnachtlichen Dekorationen, die in liebevoller Heimarbeit von den Ausstellern hergestellt worden waren. Am Nachmittag bot Thomas Steffens Waffeln an. Der leckere Duft war weit zu riechen. Alle Beteiligten waren sich sicher, das es in 2020 einen 2. Hochkirchener Weihnachtsbasar geben wird, weil er bei dem Publikum sehr gut ankam.
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