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Kurz erklärt

Kurz erklärt

Deshalb stand die Geburt des Gottes Sohnes nicht in der Zeitung

Jeder in der Gemeinde hat bestimmt schon einmal die Geschichte rund um die Geburt Jesu gehört - entweder vom Erzählen, in einer der Gottesdienste zu Weihnachten, in der Schule, den Kindergärten oder einfach in einer gemütlichen Runde im eigenen Zuhause. In der heutigen Zeit von sozialen Netzwerken und schneller Verbreitung von neuen Nachrichten stellt sich die Frage, wieso damals die Geburt des Gottes Sohnes nicht in der Zeitung stand. Wenn in der heutigen Welt ein Königskind irgendwo geboren wird, steht es am nächsten Tag in allen Zeitungen. Die ganze Welt kann das Baby bewundern. Und bestimmt liegt es in einer prächtigen Wiege und ist schön angezogen. Und wie war es bei Jesus, dem Sohn Gottes, dem Sohn des Schöpfers von Himmel und Erde, der unendlich mächtiger ist als alle Könige der Welt? Die Geburt dieses kleinen Jungen wurde nicht herausposaunt. Er lag in keiner Prinzenwiege, sondern in einer Futterkrippe, aus der sonst die Tiere fressen. Nicht das gesamte römische Reich feierte die Geburt Jesu, sondern nur ein paar Hirten, die kamen, um das Kind anzubeten. Keine Glocken erklangen, und es wurden auch keine Böllerschüsse abgegeben. Dafür verkündeten Engel den Hirten die frohe Botschaft und sangen Loblieder. Statt Jubel und Prunk gab es stille und tiefe Freude in den Herzen einfacher Menschen. Wären die Hirten auch dagewesen, wenn König Herodes oder der Kaiser Augustus einen Sohn bekommen hätten? Nein, sie hätten sich niemals getraut, in einen prächtigen Palast zu gehen. Denn sie waren ja nur arme Hirten. Aber als sie hörten, dass ihr Messias in einem Stall zur Welt gekommen ist - da hatten sie Mut, dorthin zu eilen, ganz ohne Angst. Denn die Familie im Stall war ja noch viel ärmer als sie. Sie mussten sich also nicht schämen, mit leeren Händen vor dem neugeborenen Kind zu stehen. Sie hatten ja nichts, was sie ihm und den Eltern schenken konnten, vielleicht ein wenig Wolle, Milch oder ein selbst geschnitztes Holzschäfchen. Aber sie wussten, dass diese einfachen Geschenke und ihr offenes Herz wichtiger waren als alle Reichtümer der Welt. Am Beispiel der Geburt Jesu sieht man: bei Gott gelten andere Regeln, zum Beispiel, dass man wahren Reichtum des Herzens nur selten in den Palästen der Könige und Herrscher finden wird, sondern in den Herzen friedlicher und einfacher Menschen. Auch Jesus rückt später auf seinen Wanderungen durch Galiläa die Prahlerei und das Protzen vieler Menschen zurecht. Er predigt und lebt vor, worauf es wirklich im Leben ankommt. FH

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Veröffentlicht
11. Januar 2019, 08:10
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