Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares
Drachenbootrennen auf dem Fühlinger See

Ready- Attention-Go! 20 Paddel stechen in den Fühlinger See und schieben mit fünf „Dicken" (besonders kräftige Schläge) das Drachenboot der KG Fidele Jonge auf Kurs. Geballte Frauenpower ist an Bord. Teamkapitän Roland Palzer wollte gleich zu Beginn ein Zeichen setzen. Bis auf ihn selbst waren nur Mädels an Bord. Die fast komplette Mannschaft der Dance Stars war angetreten, selbst Ortsvorsteherin Heike Borchers ließ es sich nicht nehmen das Boot voran zu treiben. Am Schlag in der ersten Reihe sorgten der Kapitän und Beate Türk für ein gleichmäßiges Jagen durch die von Wind und Wetter aufgewühlte See. Laura Hüne sorgte neben Michelle Groß, Annika Berau, Ramona van Egdom und Eylem Polat im Mittelschiff für mächtigen Vortrieb. An der Trommel im Raabennest war Christa Lade, die todesmutig auf ihrem schwankenden Mast die Mannschaft vorantrieb.

Hier im ersten Qualifikationslauf ging es darum sich für die B-Gruppe zu bewähren. Ein Start in der A-Gruppe war von vornherein illusorisch, hatte man doch wegen des Umzuges des heimischen Schützenvereins auf einen Start am Sonntag verzichtet. Sonntags fahren eigentlich die Karnevalsvereine, somit musste man notgedrungen am Samstag gegen die Cracks antreten.

Illustere Namen wie das Team der Footballmannschaft der Cologne Crocodiles, oder die sieben Ford-Mannschaften, die wöchentlich trainieren sowie der letztendliche Sieger, die Mannschaft der Sparkasse Köln - die Moneydragons waren am Start. Inzwischen öffnete der Himmel seine Schleusen und unendliche Wassermassen brachten fast das Mannschaftszelt zum Einstürzen.

Im ersten Qualifikationslauf ging es dann auch sogleich gegen die Mannschaft mit der längsten Anreise: aus Istanbul kam die Werksmannschaft des Hafenbetreibers Marport.

Bis zur 100 m Marke konnten die Fidele Jonge ordentlich mithalten, nicht zuletzt wegen des starken Mittelschiffs um Larissa Thelen, Stefan Schnack, Daniela Steffens, Jana Kleinkens und Svenja Palzer sowie Tanja Pfennig.

Als es offensichtlich wurde, dass die Gegner keine Rücksicht auf unsere Damenmannschaft nehmen, nahm der Kapitän das Tempo etwas raus um das Team für die nächsten , viel wichtigeren Rennen zu schonen. Trotzdem gelang es mit den Paddlerinnen Gabi Palzer, Evi Biegel, Elke Pfennig, Rita Vanderfelt, Lina Dörtelmann und Corina Berau im Achterschiff eine respektable Zeit von 1:33 Minuten herauszufahren.

Im zweiten Rennen, dem Zeitlauf A, verstärkte sich die Mannschaft um die neun mit angereisten Männer. Die beiden Ex-Prinzen Willi Biegel und Bodo Palzer sorgten für ordentlich Wasser im Boot, Literat Ralf Liesenfeld zeichnete wie so oft für eine phantastische Stimmung im Schiff. Gegen die Space-Balls und die Panzerknacker wurde mit einer Zeit von 1:18 ein ordentliches Ergebnis realisiert.

Inzwischen hatte auch Petrus ein Einsehen und schickte uns wärmende Sonnenstrahlen. Christel Adams, Mia Joist, Stefan Pfennig sowie Rita Köbbert schmissen in gewohnter Weise das Versorgungszelt: ein wunderbares Buffet sorgte für leibliche Erbauung.

Im dritten Rennen endlich gelang es durch ein geschicktes Austarieren des Bootes und der inzwischen viel besser gewordenen Technik des Paddelns den ersten Platz mit 24-hundertstel vor den Wirtschaftsdrachen den Panzerknackern und den Sportfreunden Köln zu erringen. Der Jubel nahm kein Ende als das Ergebnis bekannt gemacht wurde. Zurück im Basislager wurde dieser Sieg gebührend mit einem Gläschen Sekt gefeiert.

Gegen 15.57 Uhr stand der Finallauf an. Mit Sebastian Leidig und seinem Bruder Benjamin am Schlag,

inzwischen verstärkt noch durch Kai Lindner, ging es nach ein paar Startversuchen in Richtung Startaufstellung auf Bahn 2. Jetzt galt es die Borussia Hohenlind, die Mannschaft der Superhilfe aus Jena und die Drachenbezwinger aus Köln in Schach zu halten. Schon zu Beginn hieb Ludwig Berau wie besessen auf das Wasser ein, das Boot schob sich nicht zuletzt auch wegen der tatkräftigen Hilfe von Julian Palzer Meter um Meter nach vorn um nach einem unbarmherzigen Finish schließlich mit 1.18:29 min als 2. die Ziellinie zu passieren.

Die KG belegte mit dieser Zeit den 36. Platz von 43 gestarteten Teams. Hätte man die Zeit des 3-Laufs im Finale wieder erreicht, wäre Platz 32 möglich gewesen. Im übrigen ist anzumerken, dass wir mit dieser Zeit am Sonntag Platz 27 belegt hätten.

Bei der sich anschließenden Siegerehrung durfte Michelle Groß, stellvertretend für alle KG Paddler den begehrten Pokal in Empfang nehmen. Gegen 18 Uhr ging es dann mit einer Bombenstimmung im Bus zurück nach Nörvenich, bestimmt nicht das letzte Mal.

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
11. Juli 2015, 00:00
Autor
Ort
Veröffentlicht
11. Juli 2015, 00:00
Autor
Mitglied von