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Neue Masche beim Trickbetrug - Gewinnbenachrichtigung

(ots) - Nienburg (Det) - Ein angeblicher Rechtsanwalt spricht einer 64jährigen Drakenburgerin eine Gewinnachricht von 39.000 Euro auf ihren Anrufbeantworter. Für Details sollte sie eine Hamburger Telefonnummer zurückrufen, was sie auch tat. Da sie des öfteren an Preisausschreiben teilnimmt, schöpfte sie erst Verdacht, als sie von dem vermeintlich in Hamburg ansässigen Gesprächspartner aufgefordert wurde, für die Preisübergabe am selben Abend U-Cash-Karten in Höhe von 400 Euro bereit zu halten. U-Cash-Karten sind "Wertbons", die man sich über die darauf enthaltene Nummer abzüglich der Gebühren auszahlen oder gutschreiben lassen kann. Rückschlüsse auf die "Einlöser" sind selten möglich. Regelrecht ausfallend wurde der Angerufene als er erfuhr, dass für die Übergabe Freunde und die örtliche Presse eingeladen werden sollten. Nachforschungen hinsichtlich der vermeintlichen Telefonnummer in Hamburg ergaben, dass es sich um einen Internettelefonzugang (VoIP) handelt, den man mit einer Hamburger Vorwahl verschleierte. Die Spur der Telefonnummer führt in die Türkei. Die Ermittlungen des Fachkommissariates 3 der Polizeiinspektion Nienburg/ Schaumburg dauern an. Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Nienburg/ Schaumburg weist daraufhin, dass eine Gewinnmitteilung eines überörtlichen Unternehmens grundsätzlich nicht telefonisch erfolgt und die Einforderung von "Gebühren" vor einer Gewinnausschüttung immer auf einen Betrugsversuch hindeutet. Die erbetenen Rückrufe sollte man einfach ignorieren. Gewinne sind dadurch nicht zu erwarten, sondern höchsten Kosten für den Anruf ins Ausland.

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Veröffentlicht
09. August 2011, 08:41
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