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46 Graffitistraftaten aufgeklärt - zwei Nienburger Jugendliche als Täter ermittelt

(ots) - NIENBURG (mie) - Einen Ermittlungserfolg hat das Fachkommissariat 6 der Nienburger Polizei zu verbuchen - zwei 15- und 16-Jährige Nienburger konnten als Täter für insgesamt 46 Graffitistraftaten im Nienburger Stadtgebiet überführt werden.

Im November letzten Jahres kam es zu drei Serien von Farbschmierereien in Nienburg. Hauswände, Garagentore und Zäune wurden mit Farben besprüht. Letztlich wurden bei der Polizei Nienburg insgesamt 46 Taten angezeigt.

Beamte des Fachkommissariats 6, zuständig für die Kinder- und Jugendkriminalität, nahmen die Ermittlungen auf. Wochenlange, intensive Arbeit führte die Ermittler auf die Spur zweier Jugendlicher. Der Verdacht gegen die 15 und 16 Jahre alten Schüler verdichtete sich immer mehr, so dass über die Staatsanwaltschaft Verden Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnanschriften erwirkt wurden.

Die Durchsuchungen führten zum Auffinden von Beweismitteln. "Unter anderem fanden wir Zeichenunterlagen mit den grafischen Signaturen und Buchstaben wie an den einzelnen Tatorten", erklärt Ermittler Uwe Kluge.

Das Duo, das polizeilich bislang noch nicht aufgefallen war, räumte die Taten ein. Erst in den Vernehmungen wurde den beiden klar, was und vor allem welchen Schaden sie durch ihr Sprayen verursacht haben. "Der Gesamtschaden beziffert sich auf rund 8000 Euro", ergänzt der Polizeikommissar.

Auf Rat der ermittelnden Polizeibeamten werden sich die Jugendlichen mit den Geschädigten zwecks Schadensregulierungen in Verbindung setzen. Neben dem Strafverfahren wegen Sachbeschädigung kommen die zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche auf die Jungs beziehungsweise ihren Eltern zu. "Man ist zwar erst mit 14 Jahren strafmündig, aber die Schadensersatzpflicht besteht schon ab dem siebten Lebensjahr", klärt Uwe Kluge auf.

Ein Appell richtet das Fachkommissariat 6 an die Erziehungsberechtigten. "Wie so häufig waren auch in diesem Fall die betroffenen Eltern völlig überrascht und haben von den Aktivitäten ihrer Kinder nichts mitbekommen", so der Polizist. Interesse an speziellen Internetseiten zum Thema Graffiti, Schulhefte und Zeichenunterlagen mit grafisch verzierten Schriftzügen oder Signaturen, Sprühdosen, Eddingstifte, farbverschmierte Kleidung, Rucksäcke oder Haare - all das sind Merkmale, die Eltern aufmerksam machen sollten.

Weitere Informationen zum Thema illegale Graffiti erhalten Sie bei ihrer Polizei oder im Internet unter www.polizei-beratung.de und www.graffiti-info.de.

Abschließend richtet sich Uwe Kluge an die Geschädigten mit der Bitte, Farbschmiererein so schnell wie möglich zu beseitigen, denn mit ihren sichtbaren Taten profilieren sich die Täter.

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Veröffentlicht
04. Februar 2011, 09:24
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