Sag uns, was los ist:

Herzlichen Glückwunsch Rhein-Sieg-Kreis Liebe Leserinnen und Leser, liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid, in diesem Jahr feiert der Rhein-Sieg-Kreis sein 50-jähriges Bestehen. Am 01.08.1969 trat das Gebietsänderungsgesetz in Kraft, welches dem Kreisgebiet nicht nur seinen heutigen geografischen Zuschnitt verlieh, sondern auch mit einer namentlichen Änderung von "Siegkreis" zum "Rhein-Sieg-Kreis" einherging. Ich gratuliere auf diesem Wege dem Rhein-Sieg-Kreis insgesamt sowie allen Kommunen, die das Jubiläum als Teil der Kreis-Gemeinschaft und auch in Form ihres persönlichen kommunalen Geburtstages feiern. Für die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid war die Geburtsstunde des Rhein-Sieg-Kreises zugleich auch der Beginn ihrer eigenen Geschichte, denn bis dahin waren die Ortsgemeinden Neunkirchen und Seelscheid eigenständig und lediglich der gemeinsamen Verwaltungseinheit, dem "Amt Neunkirchen", zugeordnet. Ziel und Hintergrund der Gebietsreform war es, die Verwaltungen in den Kommunen in Nordrhein-Westfalen durch Zusammenlegung effektiver zu machen. In den Jahren 1967 bis 1975 fanden dementsprechend weitreichende Neuordnungsmaßnahmen statt, in deren Folge die Gebiete vieler Gemeinden, Städte und Kreisen neu zugeschnitten wurden. Dabei schrumpfte nicht nur die Zahl der Gemeinden erheblich, sondern bundesweit reduzierte sich auch die Zahl der Kreise deutlich. Der damalige Kreisdirektor Paul Kieras wurde im Jahre 1966 ebenfalls aufgefordert, Vorschläge für eine Umstrukturierung der Verwaltungslandschaft des Siegkreises zu machen. In der Folge stand das Thema "Kommunalreform" auch in den Gemeinderäten in Neunkirchen und Seelscheid auf der Tagesordnung. Die kommunalen Ausschüsse befürworteten seinerzeit grundsätzlich den freiwilligen Zusammenschluss zur Großgemeinde Neunkirchen-Seelscheid; kontrovers diskutiert wurde hingegen, als es darum ging, die Einzelheiten der Zusammenlegung zu definieren. Eine eigens einberufene "Kommission zur Ausarbeitung des Gebietsänderungsvertrages" befasste sich in den folgenden Jahren mit der Erarbeitung einer entsprechenden Vereinbarung. Das Ergebnis wurde in einem 11 Paragraphen umfassenden Gebietsänderungsvertrag festgehalten, der am 10. Mai 1968 einstimmig beschlossen wurde. Unter anderem ist darin festgeschrieben, dass das Gebiet der neuen Gemeinde künftig gleichmäßig zu entwickeln ist. Dies solle insbesondere im Hinblick auf neu zu schaffenden Einrichtungen gelten. Ausdrücklich festgehalten wurde außerdem, dass zwischen den Hauptorten Neunkirchen und Seelscheid eine bessere Straßenverbindung hergestellt sowie eine bessere Verbindung öffentlicher Verkehrsmittel herbeigeführt werden solle. Die Gemeindeverwaltung hat anlässlich des Jubiläumsjahres eine Bilderausstellung mit interessanten Ansichten aus der 50-jährigen Gemeindegeschichte erarbeitet. Darin sind vielfältige Entwicklungsschritte unserer Gemeinde dargestellt: Von der Errichtung des ersten Kindergartens über Schul- und Kommunalbauten bis hin zur Entwicklung der Einwohnerzahl, die sich seit dem Jahr 1969 von rd. 9.400 auf heute rd. 20.000 Einwohner mehr als verdoppelt hat. Die Ausstellung kann aktuell besichtigt werden in Neunkirchen, im Gebäude Hauptstraße 59 (gegenüber dem Rathaus). Ich möchte an dieser Stelle nicht näher auf einzelne historische Ereignisse eingehen, denn dies soll dem Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid vorbehalten bleiben. In Kooperation mit der Gemeinde erarbeitet der Verein derzeit ein Jubiläumsjahrbuch, das voraussichtlich Ende 2019 erscheinen wird. Darin werden viele interessante Details unserer Gemeindegeschichte ausführlich erläutert sein. Den Autorinnen und Autoren dieser Chronik möchte ich schon jetzt meinen herzlichen Dank für das Werk aussprechen. Die kommunale Neugliederung war für die Bürgerinnen und Bürger der ehemals eigenständigen Ortsgemeinden Neunkirchen und Seelscheid alles andere als einfach. Mancher wird sich damals gefragt haben, ob im Zuge der Zusammenlegung nicht ein Stück der kommunalen Selbstverwaltung verlorengeht. Wer Neunkirchen-Seelscheid heute betrachtet, wird jedoch bestätigen, dass sich diese Befürchtung nicht bewahrheitet hat. Die Vorteile der Zusammenlegung überwiegen. Unsere Gemeinde hat sich auf positive Weise entwickelt und dabei ihr Gesicht bewahrt, ihr Profil geschärft und ihre Individualität gepflegt. Daran möchte ich an dieser Stelle ganz bewusst erinnern! Die positive Entwicklung unserer Gemeinde ist neben den politisch Verantwortlichen vor allem unseren Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die sich für das Werden unserer Gemeinde eingesetzt haben und auch heute noch einsetzen. Menschen, die sich engagieren, sei es in Vereinen und Institutionen, in der Nachbarschaft oder auch ganz individuell durch private Aktivitäten. Sie alle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir den Standard erreicht haben, den unsere Gemeinde heute aufweist. Es ist keine Frage, dass wir auch weiterhin gemeinsam dafür einstehen, dass Neunkirchen-Seelscheid sich positiv weiterentwickeln wird. Daran können Sie, als Bürgerinnen und Bürger, auch künftig mitwirken und selbst Einfluss nehmen. Ich möchte uns alle deswegen ermuntern, diesen Weg fortzusetzen, damit Neunkirchen-Seelscheid für uns Heimat im besten Sinne ist, bleibt oder künftig sein wird! Beste Grüße Ihre Nicole Sander Bürgermeisterin
mehr