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Weiße Pracht im Wald

Buschwindröschen stehen derzeit in Blüte

Grenzland (fjc). Mancherorts reibt man sich in diesen Tagen verwundert die Augen, wenn man durch lichte Laubwälder unterwegs ist: Liegt dort Schnee, oder was leuchtet dort auf dem Waldboden? Hier und da sind es nur die Ränder oder Böschungen an Wasserläufen, doch oft auch große Flächen, die weiß durch das Unterholz schimmern.

Macht man sich die Mühe, einmal anzuhalten und die weiße Pracht näher in Augenschein zu nehmen, stellt man fest, dass es tausende von feinen Blüten des Buschwindröschens sind (lateinisch Anemone nemorosa). Zusammen bilden sie oft einen flächendeckenden weißen Teppich auf dem Waldboden.

Buschwindröschen findet man fast in ganz Mitteleuropa bis in Asien hinein. Sie brauchen sehr viel Licht und siedeln deshalb in lichten Laubwäldern, wo sie noch vor Austreiben der Bäume im zeitigen Frühjahr (März/April) zu finden sind. Ein wichtiger Hinweis: Alle Teile der Pflanze sind giftig!

Auch in unserer Heimat stehen die Buschwindröschen derzeit in voller Blüte. Größere Vorkommen findet man etwa an vielen Stellen im Schwalmbruch, wo die hochgewachsenen Laubbäume jetzt noch kahl sind. Ein besonders schön und dicht mit Buschwindröschen bewachsenes Waldstück ist auch am Kranenbach in Amern hinter Schier zu sehen.

Nach wenigen Tagen ist die ganze weiße Pracht wieder verschwunden. Die Pflanzen setzen dann Samen an, aber schon im Mai, wenn die Bäume belaubt sind, verschwinden sie ganz, um zeitig im nächsten Frühjahr wieder den Waldboden mit einem weißen Teppich zu überzeihen.

Buschwindröschen am Kranenbach in Amern-Schier. Alle Fotos: Franz-Josef Cohnen

Buschwindröschen

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Veröffentlicht
15. April 2017, 00:00
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