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Viel gereister Arzt wurde 90

Lobberich (hws). Im Haus Friedensstraße 70 vollendete Dr. Walter Bömer am vergangenen Samstag, sein 90. Lebensjahr. In Münster wurde er geboren und studierte dort auch Medizin. Er arbeitete in Goch im Krankenhaus. Im Jahr 1956 heiratete er Marie Theres Langenberg. 1958 kam er nach Lobberich und eröffnete die erste internistische Praxis in Räumen der damaligen Sparkasse an der von Bocholtz Straße, kurze Zeit später an der Friedensstraße. Es war die erste Praxis mit einem EKG-Gerät und einer Röntgenanlage in Lobberich. Walter Bömer war unter anderem Vertrauensarzt der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz und der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Die Praxis führte er bis zu seinem 72. Lebensjahr. Sein Sohn übernahm sie 1998. Im Haus sieht man Andenken von den sehr vielen Reisen in der ganzen Welt und Schnitzarbeiten von Ferdinand Langenberg, dem Großvater der Ehefrau. Diesem in Goch geborenen "Bildschnitzer vom Niederrhein" hat Walter Bömer im Jahr 1991 ein Büchlein gewidmet, das man bei ihm beziehen kann. Der Künstler hat mehr als 200 Altäre geschaffen, zum Beispiel den Passionsaltar (1895) im Mutterhaus der Schwestern „Unserer lieben Frau" in Mülhausen, den großen Flügelaltar in Vorst (1902), Pieta und Himmelfahrtsgruppe in Sankt Michael in Waldniel (1901) oder Flügelaltar in der Martinskerk in Venlo sowie in Sankt Petrus in Viersen-Bockert (1903) den Seitenaltar „Himmelskönigin mit Jesuskind". Mitfeierten Sohn und Tochter mit ihren Partnern und drei Enkeln, eine Tochter verstarb wenige Tage nach der Geburt.

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Veröffentlicht
21. Januar 2016, 00:00
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21. Januar 2016, 00:00
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