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Schaager Krippe mit wechselnden Ansichten

Schaager Krippe mit wechselnden Ansichten<br>

<br>Schaag (hk). Der Nettetaler Krippenweg zeigt in den verschiedenen Kirchen und Kapellen, wie unterschiedlich die Krippen in Art und Darstellungen sein können. Diese Krippen sollen nach und nach in einer GN-Serie vorgestellt werden. Nach den Krippen in der Hinsbecker, Leuther und Lobbericher Pfarrkirche folgt nun die Krippe in der Schaager Pfarrkirche St. Anna.<br><br>Mitte der 1950er Jahre erwarb der damalige Pfarrer Karl Conrads in Kevelaer eine "Stilkrippe" oder "Orientalische Krippe". Sie bestand aus vier ca. 100 Zentimeter großen Figuren: Maria, Josef, das Jesuskind und ein Hirte. Doch diese Figuren kamen damals nicht gut in der Bevölkerung an, so dass Pfarrer Conrads zwischen 1956 und 1958 eine zweite Krippe mit kleineren Figuren von ca. 60 bis 80 Zentimetern Höhe kaufte, ebenfalls aus Kevelaer. Hierzu gehören neben einem Stall rund 15 Figuren, die in einer Landschaft aufgestellt wurden: die Heilige Familie mit einem kleineren und einem größeren Jesuskind, ein Hirte, eine Bäuerin, ein Hirtenknabe, Schafe und die Hl. Drei Könige mit Kamel. Diese kleineren Figuren haben einen beweglichen Kopf sowie bewegliche Arme, Hände und Beine, so dass verschiedene Szenen dargestellt werden können. Die o.g. Teile sind aus Holz und kunstvoll von Hand gefertigt. Der Korpus besteht aus mit Stoffen umwickeltem Drahtgewebe, die Füße werden mittels Magneten fixiert.<br><br>Heute wird meist die vielgestaltige Krippe aufgestellt, von Zeit zu Zeit aber auch die mit den größeren Figuren. Verantwortlich für den Krippenaufbau sind seit vielen Jahren die Küsterin Kornelia Völker und das Pfarreiratsmitglied Gisela Hoffmann. Mit Freude und Spaß gehen sie in jedem Jahr an die Aufgabe heran, wobei ihnen während des Aufbaus immer wieder neue Details einfallen. "Die Schaager fragen sich schon in jedem Jahr, welches Detail wir denn jetzt eingebaut haben", so Hoffmann. Wenn die große Stilkrippe aufgestellt wird, wird der linke Seitenaltar als Teil der Krippe genutzt. Der Altar wird teilweise mit Tüchern abgedeckt, die Muttergottes-Statue durch einen großen Engel ersetzt und die vier Krippenfiguren vor dem Altar in eine kleine Landschaft platziert. Wenn die Krippe mit den kleineren Figuren aufgebaut wird, erfolgt dies auf einer ca. 8 Quadratmeter großen Plattform seitlich vor dem linken Seitenaltar. Diese körperlich schwere Arbeit übernehmen Männer der Pfarre. Manchmal beginnt man schon Anfang Advent, indem auf der Plattform im Verlauf des Advents verschiedene Szenen wie "Verkündigung" oder "Maria besucht Elisabeth" dargestellt werden. In früheren Zeiten wurde die Krippe traditionell aufgebaut, meist "alpengemäß", so Hoffmann. Doch nachdem die beiden Erbauer 2013 Israel besuchten und die wirkliche Umgebung der Weihnachtsgeschichte erlebten, veränderten sie das Bild - nicht sofort mit Verständnis der Gläubigen. Sie setzten die Krippenszene in eine wüstenartige Umgebung mit viel Sand und Steinen, der Realität nachempfunden, was erst nach und nach verstanden wurde.<br><br>In diesem Jahr wird man sich jedoch dem von der Breyell/Schaager-Gemeindereferentin Angela Müller vorgegebenen Thema "Die Könige folgen dem Stern" anpassen, da Müller dieses Thema mit den Kindern der beiden Pfarren bereits bearbeitet und Pfarrer Günter Puts seine Predigten entsprechend aufbaut. Bereits jetzt sind die Könige auf dem Weg, ziehen seit Beginn der Adventszeit mit verschiedenen Standorten durch die Schaager Kirche. Die Krippe wird erst kurz vor Weihnachten auf der Plattform aufgebaut, so dass sie zum Heilig Abend erstmals zu sehen sein wird. "Dann werden wieder alle nach neuen Details suchen", freute sich Hoffmann schon, "damit erhöhen wir gleichzeitig auch das Interesse an der Krippe." "Und Pastor Puts freut sich immer am Ende, wenn die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten ist und wir Josef dafür das größere Jesuskind auf die Schultern setzen", lachte Völker.<br><br>Die Krippe in der Schaager Pfarrkirche St. Anna kann jeweils vor und nach den Gottesdiensten samstags 17:15 Uhr (jeden 1. Samstag im Monat) und sonntags 9:30 Uhr, sowie zu den Besuchszeiten des Nettetaler Krippenweges am Dienstag, 26. Dezember, Samstag, 6. Januar und Sonntag, 7. Januar von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.<br><br>

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
22. Dezember 2017, 09:09
Autor
Rautenberg Media Redaktion