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Mehr als nur ein Abenteuer

In Bracht gibt es den Stamm 439 der christlichen Pfadfinder

Bracht (bs). Fröhliches Kinderlachen erklingt von der Rasenfläche an der Brachter Stiegstraße. Hinter einem Naturzaun stehen mehrere Bauwagen. Dazwischen flitzen Mädchen und Jungen hin und her, die große Spritzen in den Händen halten und diese in einem Eimer mit Wasser auffüllen. Das Wasser soll für die "Kamele" sein, die man im weiten Rund, in Form von mit Kamelen bedruckten Zettelchen, zuvor eingesammelt hat. Manche Spritze wird allerdings auch auf eines der Kinder der Konkurrenzgruppe entleert. An diesem heißen Sommertag ist das eine willkommene Abkühlung. "Das Spiel spielen wir nicht zum ersten Mal!" meint Iris Görner, die immer wieder mal Fragen zum Spielablauf beantworten muss. Sie leitet den Stamm mit der Nummer 439 der Royal Rangers in Bracht. Als christliche Pfadfinder erlernen und erleben die Kinder in verschiedenen Gruppen alltägliche und außergewöhnliche Dinge.

Ab sechs Jahre gehört man zu den "Startern". Spielen, Toben und die Natur entdecken sind die Schwerpunkte der Altersgruppe. Die nächste Stufe beginnt ab neun Jahren, man wird zum "Kundschafter". Camps aufbauen, mit selbstgebauten Einrichtungen und die dazugehörenden Pfadfindertechniken stehen auf dem Programm. Dazu gehört auch der Umgang mit Kompass und Karte. Die in dieser Stufe geförderte Selbständigkeit kommt in der nächsten Stufe als "Pfadfinder" voll zur Geltung. Viele Dinge werden nun in Eigenverantwortung geplant und durchgeführt.

Ab 15 Jahren wird man "Pfadranger". Der Schwerpunkt liegt auf dem Dienst am Mitmenschen. Vor Ort im Stamm oder in fremden Ländern erfolgt das Programm "Ranger im Dienst Einsatz" (RIDE). Er ist auf den Webseiten der Royal Rangers folgendermaßen definiert: "Ein RIDE ist ein praktischer Dienst an anderen Menschen mit dem Ziel, diesen zu helfen und die Pfadrangers selbst für eine dienende Einstellung zu gewinnen." Ab 18 Jahren kann man Leiterpositionen wahrnehmen, auf die man sich durch Fortbildungen vorbereitet.

Neben den tollen Erlebnissen in der Natur und gemeinsamem Spiel, wird auch schon mal ein Blick in die Bibel geworfen und der Versuch unternommen, zu verstehen, was die Worte Jesu bedeuten. Ganz oben auf der Werteskala in allen Stufen und Gruppen stehen Achtung und Rücksichtnahme miteinander.

Görner: "Wir sind nicht auf eine Kirche ausgerichtet. Unsere Kinder sind katholisch, evangelisch oder gehören der freikirchlichen Gemeinde an. Jeder kann bei uns mitmachen."

Langsam leeren sich die Wasserkanister, aus denen die Spritzen befüllt wurden. Während ein Mädchen zu Iris Görner kommt und lachend beklagt, dass ihr T-Shirt pitschnass wurde, trifft es die Leiterin auch, heimtückisch aus den Büschen abgeschossen, erwischt sie der kalte Wasserstrahl.

Die Treffen finden jeweils freitags statt, von 16.30-19.30 Uhr. Die nächsten sind am 9. Und am 23. September im Gelände an der Stiegstraße (gegenüber Autohaus Schouren).

Die Begrüßung

Vater, Sohn und hl. Geist, der Große beschützt den Kleinen

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
08. September 2016, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion