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Kinder begeistert beim Modellflug

Kinder begeistert beim Modellflug

Breyell (hk). Wie viele andere Vereine sucht auch der Modellflug-Club (Mfc) Grenzland nach Nachwuchs. Daher bietet der Club, wie der Jugendwart Bernd Engelmann erzählte, seit Anfang dieses Jahres an jedem Freitag ab 15 Uhr auf seinem Platz in Breyell-Natt ein "lockeres Schnupperfliegen" an (Infos: http://www.mfc-grenzland.de

). Dieses für Jung und Alt gedachte kostenlose Angebot gilt natürlich nur bei fliegbarem Wetter. Während der Sommerferien hatte der Club nun dieses Angebot auf "jeden Freitag" und als Tagesprogramm erweitert. "Das waren coole Wochen", waren sich die Schüler einig. "Erfreulicherweise fanden sich bis zu neun Kinder ein", lächelte Engelmann, "einige waren schon zum dritten Mal dabei. Gut Ding braucht Weile."

Vor dem Fliegen von Modellfliegern müssen diese erst einmal angefertigt werden. Daher wurden beim Sommerferienprogramm zunächst an den Vormittagen die theoretischen Grundlagen des Modellfluges vermittelt sowie gemeinsame Gleitflieger aus vorgestanztem Balsa-Sperrholz hergestellt. Diese Gleiter konnte jeder Schüler später mit nach Hause nehmen. Nach einer Grill- und Getränkepause ging es dann am Nachmittag zum praktischen Modellflug., wozu vorhandene größere Modelle des Clubs verwendet wurden. Diese hatten Spannweiten bis zu 1,40 Meter und wurden mit Benzinmotoren betrieben. Zum Flug wurde die jeweilige Handsteuerung des "Lehrers" mit einer von den Schülern betriebenen zweiten Handsteuerung gekoppelt, wobei die des Lehrers dominierend war. Hiermit konnte der Lehrer z.B. in der Anfangszeit den Start durchführen, der Schüler dann den Flug übernehmen. War die Ausbildung des Schülers schon fortgeschritten, konnte er unter Aufsicht des Lehrers auch den Start übernehmen. "So ist auch immer gewährleistet, dass der Lehrer bei Problemen die Steuerung übernehmen kann", so Michael Räppel, einer der Lehrer.

Wie Engelmann erzählte, hat der Mfc Grenzland momentan rund 120 Mitglieder, die überwiegend aus dem Großraum Nettetal-Grefrath kommen. Es ist ein interessantes Hobby, das handwerkliche Geschicklichkeit mit technischem Verständnis kombiniert. Die Club-Mitgliedschaft für Kinder ist mit 24 Euro pro Jahr niedrig, hinzu kommen Kosten für eine Schadensversicherung von rund 30 Euro pro Jahr. "Es ist sinnvoll, in einem Verein zu fliegen, denn die Flugbedingungen sind durch die Luftfahrtbehörde reglementiert", so Engelmann. "Auf unserem Gelände dürfen wir bis zu 300 Meter hoch fliegen, was ansonsten nicht erlaubt ist." Er bedauert, dass die momentan immer wieder auftretenden Probleme mit Quadrokoptern z.B. in der Nähe von Flughäfen auch auf ihre Vereine zurückfallen. "Das erlaubte Fliegen ist reglementiert, und bei uns hält man sich daran."

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Veröffentlicht
30. August 2018, 07:22
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