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"Er ist wieder da" in der Werner-Jaeger-Halle

Nettetal (red). Am Sonntag, 12. März, gastiert das Westfälische Landestheater mit dem Theaterstück "Er ist wieder da" nach dem Roman von Timur Vermes in der Bearbeitung von Gert Becker um 20 Uhr in der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen 7, Nettetal-Lobberich. Er wacht an einem völlig unschuldigen Sommertag 2011 mitten in Berlin auf und erkennt nichts wieder. Er macht sich auf den Weg, etwas Vertrautes zu finden und verwirrt sich immer mehr. Dass ihn junge Leute nicht erkennen, irritiert ihn stark, als er sich nach dem Weg zur Reichskanzlei erkundigt, wird er lachend gefragt, ob er von Stefan Raab oder vom Kerkeling kommt. Schließlich geht er in einen Kiosk, um das Datum herauszufinden. Ihm wird schwarz vor Augen. Er verlangt nach einem Spiegel, ihm wird eine Zeitschrift gereicht. Er wird gefragt, wo er auftritt, ob er ein Programm hat, ob er noch andere Rollen kann. Alle halten ihn für einen Schauspieler, der seine Rolle mit unglaublicher Konsequenz durchzieht. Er wird vom Fernsehen entdeckt, sein Auftritt in einer Comedy-Show wird ein Youtube-Hit, er wird zu einem Medienereignis, einem Star. Während er damit beschäftigt ist, sein radikales Programm seinem Volk zu vermitteln, hält selbiges ihn für einen Comedian, der die Dinge endlich mal beim Namen nennt. Er ist Adolf Hitler. "Passen Sie nur auf, eines Tages nimmt Sie noch jemand ernst." Der Roman ist, wie natürlich auch das Theaterstück, eine satirisch zugespitzte Auseinandersetzung mit unserer nach Sensationen dürstenden Mediengesellschaft und ihrem stetig wachsenden Einfluss auf die Meinungsbildung in unserer Zeit. Timur Vermes Debutroman wurde millionenfach verkauft und zwischenzeitlich auch verfilmt. Das Theaterstück "Er ist wieder da" hatte am 31. Oktober 2015 als Uraufführung beim Westfälischen Landestheater Premiere. Eintrittskarten sind zum Preis von 15 Euro bei der NetteKultur, Doerkesplatz 3, Nettetal-Lobberich, Telefon 02153/898-4141, E-Mail nettekultur@nettetal.de erhältlich. Für Schüler, Studenten, Auszubildende, Empfänger von Sozialleistungen, Bundesfreiwilligendienst- und Wehrdienstleistende kosten die Eintrittskarten neun Euro.

Fotonachweis: Volker Beushausen

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
25. Februar 2017, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion