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Diskussion über Beiträge beim Niersverband

Diskussion über Beiträge beim Niersverband:<br>

<br>Endgültige Entscheidung erst Mitte nächsten Jahres<br><br>Von Jürgen Karsten<br><br>Grenzland. Den Wirtschaftsplan 2018 und den fünfjährigen Finanzplan 2017 bis 2021 segnete die Verbandsversammlung zwar mit Modifikationen ab, es gab aber eine längere Diskussion um die geplante Beitragserhöhung des Niersverbandes. Eine endgültige Entscheidung darüber, wie hoch die Erhöhung ausfallen wird und ob die Erhöhung über die Jahre gestreckt werden muss, darüber entscheidet erst im Juli nächsten Jahres die dann neu zusammen tretende Verbandsversammlung.<br><br>Der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Rolf Königs (Mönchengladbach), hatte zuvor daran erinnert, dass der Verband seine Beiträge 20 Jahre lang nicht erhöht hatte (wir berichteten), jetzt aber vor der grundlegenden Sicherung seines umfangreichen Anlagenbestandes stehe und dafür Geld benötige. Der Vorstand des Niersverbandes, Prof. Dr. Dietmar Schitthelm, fand durchaus selbstkritische Worte: Er räumte ein, im Nachhinein sei es vielleicht ein Fehler gewesen, die Beiträge über einen so langen Zeitraum nicht erhöht, sondern zwischendurch sogar gesenkt zu haben. Bereits im Jahre 2004 seien die Mitgliedsbeiträge geringer gewesen als die Verbandsausgaben. Das konnte in den letzten Jahren noch durch Fördergelder, Zinseinnahmen und Verrechnungen mit der Abwasserabgabe kompensiert werden. Dennoch sei die Differenz immer größer geworden, was nur durch Entnahme aus der Rücklage gemildert werden konnte. Schitthelm machte sich den Vorwurf, der Politik nachgegeben und nicht rechtzeitig gegengesteuert zu haben: Erhöhungen von Beiträgen seien in der Politik nicht beliebt, dennoch hätte man wohl früher handeln müssen.<br><br>Fritzsche: Eine Menge Unmut bei Kommunen<br><br>Der Grefrather Kreistagsabgeordnete Manfred Wolfers machte deutlich, dass die jetzt bekannt gewordenen Forderungen des Verbandes im politischen Raum nicht akzeptabel seien. Er forderte den Verbandsrat des Niersverbandes auf, sich Gedanken über eine Strategie zu machen. Die jetzt zu findende Lösung müsse so v erträglich für die Mitglieder wie möglich gestaltet werden. Susanne Fritzsche, Beigeordnete aus Nettetal, machte deutlich, dass eine Menge Unmut in den Städten und Gemeinden des Kreises Viersen gegeben habe, und monierte, dass der Vorstand in der Tat die Problematik früher hätte erkennen und entsprechend hätte handeln müssen. Der "Werteverzehr" beim Anlagenbestand sei früher erkennbar gewesen, sagte Fritzsche. Auch die Mitglieder Maik Giesen aus Tönisvorst und Martina Stall aus Willich fanden kritische Worte.<br><br>Dis Diskussion hat gerade erst begonnen, sie wird noch sehr viel intensiver im kommenden Jahr geführt werden. Man will die Zeit nutzen, in den Gemeinden und mit den Gemeinderäten über den richtigen Weg zu beraten.<br><br>Der Nette eine Menge Phosphor ersparen<br><br>In seinem Baubericht hatte Dr. Ulrich Otto unter anderem darauf hingewiesen, dass die Flockungsfiltration auf der Kläranlage Dülken so weit fortgeschritten sei, dass Mitte nächsten Jahres mit dem Betrieb begonnen werden soll. Es geht dabei vor allem um die Phosphorelimination. Mit der Anlage werden jährlich eine Tonne Phosphor weniger in die Nette gelangen. Prof. Schitthelm bezifferte in seinem Jahresbericht den jährlichen Investitionsbedarf auf rund 29 Millionen Euro. Von dem insgesamt ermittelten Anlagenwert beim Verband stehen lediglich noch rund 185 Millionen zu Buche.<br><br>Prof. Dr. Schitthelm bleibt Chef des Niersverbandes<br><br>Vor der Sitzung der Verbandsversammlung tagte der Verbandsrat im Viersener Forum und bestätigte Prof. Dr. Dietmar Schitthelm in seinem Amt als Vorstand des Niersverbandes. Das teilte der Vorsitzende der Verbandsversammlung der Öffentlichkeit mit.<br><br>Prof. Schitthelm, gebürtiger Grefrather, ist seit dem Jahre 2008 an der Spitze des großen Wasserverbandes. Er folgte damals Armin K. Melsa nach. Im Jahre 2012 wurde Prof. Schitthelm erstmals wiedergewählt. Jetzt erhielt er eine weitere Verlängerung seiner Amtszeit, die nun vom 1. September 2018 bis zum 30. April 2021 läuft.<br><br>

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Veröffentlicht
29. Dezember 2017, 16:21
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