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Beschädigungen an der Johanneskapelle

Erneut wurde die Dilkrather Feldkapelle Ziel von Vandalismus

Dilkrath (fjc). Am Pfingstsamstagnachmittag hatten Spaziergänger an der Dilkrather Johanneskapelle ein eingeschlagenes Fenster bemerkt und den Schaden gemeldet. Daraufhin wurde die Polizeiwache in Viersen verständigt, die umgehend den Tatort aufsuchte und den Fall aufnahm. Demnach konnte festgestellt werden: Beim ersten Fenster an der Wegseite war das Schutzgitter herausgeschraubt und eine Scheibe des bleiverglasten Fensters eingeschlagen worden, die Glassplitter fanden sich im Innern der Kapelle. Seitlich vor der Westwand der Kapelle lagen eine rot-weiße Warnbake und der dazugehörige Fuß, etwas dahinter an der linken Seite des Gebäudes das heraus geschraubte Schutzgitter. Die Schrift über der Türe „Johanneskapelle 1663" wurde mit weißer Ölfarbe überstrichen. Das kleine Türchen oben im Giebel war geöffnet. An der linken Westwand hatte man die Schriftzeichen „ILD" mit einem Stern darunter aufgemalt. Von Seiten der Pfarrgemeinde St. Matthias Schwalmtal wurde Anzeigen gegen Unbekannt erstattet.

Die Beschädigungen (vermutlich Vandalismus, denn es wurde nichts entwendet) müssen zwischen Donnerstagabend, 21. Mai, und Samstagnachmittag, 23. Mai, erfolgt sein, denn am Donnerstagabend war die Küsterin Tilde Buffen noch in der Kapelle, zu dem Zeitpunkt war noch alles in Ordnung. In der Vorwoche hatte man dort noch im Rahmen der Bittprozession Gottesdienst gefeiert.

Bei der Dilkrather Johanneskapelle handelt es sich um ein altes Heiligtum, das 1663 erstmals erwähnt wurde. Es ist die einzige in dieser Art erhaltene freistehende Kapelle in ganz Schwalmtal.

Leider ist es nicht das erste Mal, dass die einsam im Feld gelegene Johanneskapelle Ziel von Einbrechern oder von Vandalismus wurde. Schon in den 1970er Jahren wurde die Kapelle Opfer eines massiven Einbruchs, wobei man es damals offensichtlich auf Kunstwerke abgesehen hatte, die dort aber nicht vorhanden waren. So wurden damals die vorgefundenen Gipsfiguren auch unangetastet gelassen. Spätere Einbruchsversuche und Beschädigungen konnten meist nur als Vandalismus gedeutet werden, denn es handelte sich jedes Mal "nur" um mutwillige Sachbeschädigungen. Noch im November 2011 waren die Fenster betroffen, wobei zwei der Bleiglasfenster einer kompletten Erneuerung bedurften, zuletzt musste man im Januar 2013 Graffiti von den Außenwänden entfernen.

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Veröffentlicht
29. Mai 2015, 00:00
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