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Apotheker-Tipp

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Rotwein senkt Infarktgefahr bei Diabetikern

Wein kann nach Ansicht von Medizinern helfen, den Prozess der Gefäßverkalkung bei Diabetikern zu verlangsamen. Der in dem Wein enthaltene Alkohol und bestimmte Pflanzenstoffe - die Polyphenole - führen nach neueren Erkenntnissen zu einem besseren Verhältnis des ‚guten' Cholesterins (HDL) zum ‚schlechten' Cholesterin (LDL) und neutralisieren die freien Radikale im Körper, die bei Gefäßverkalkungen eine große Rolle spielen. Sie senken zudem den Eiweißstoff im Blut, der mitverantwortlich für die Entstehung von Blutgerinnseln ist, und normalisieren die Überaktivität der Blutplättchen, die ansonsten zu Gefäßschädigungen führt. Insbesondere durch den Genuss von Rotwein wird im Körper ein wichtiger Botenstoff gebildet - das Stickstoffmonoxyd. Dieses trägt dazu bei, die Arterien wieder elastischer zu machen und bei körperlicher Belastung den Blutdurchfluss zu erhöhen.

Die Gefäßverkalkung, die zum allgemeinen Alterungsprozess gehört, schreitet bei Patienten mit Diabetes vom Typ 2 wesentlich schneller fort als bei gesunden Menschen. Nicht nur ist ihr Blut dickflüssiger und neigt dazu, schneller zu gerinnen, auch enthält es in geringerem Maße wichtige Bestandteile - sogenannte Fibrolysine - die in der Lage sind, Blutgerinnsel aufzulösen. Durch die Erhöhung des Blutzuckers nach dem Essen, die eine höhere Insulinausschüttung zu Folge hat, wird die Blutgerinnung nochmals gesteigert. Die langfristige Folge: weitere Gefäßverkalkung, Thrombosen und Gefäßverschluss. Diabetiker sind deshalb besonders von Herzinfarkt und Schlaganfall bedroht. Mehr als 80 Prozent von ihnen sterben daran oder an weiteren Gefäßleiden.

Ziel muss es deshalb sein, diesem Vorgang entgegen zu wirken. Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde belegt, dass auch der moderate Genuss von Wein - vor allem Rotwein - den Stoffwechsel von Zuckerkranken positiv beeinflusst und die Gefäße vor einer Verkalkung schützen kann. Frauen sollten demnach etwa 0,2 bis 0,3 Liter täglich vorzugsweise zum Abendessen trinken, bei Männern dürfen es 0,3 bis 0,4 Liter sein. Der Wein sollte höchstens 20g/l natürlichen Gesamtzucker enthalten, maximal 4g/l Glukose und 16 g/l Fruktose. Bei einem Alkoholgehalt von 10 Prozent muss für 0,6 Liter Wein eine Broteinheit angerechnet werden.

Ort
Veröffentlicht
14. November 2019, 04:09
Autor
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