Sag uns, was los ist:

NPD erreichte Kundgebungsort nicht - Kundgebung auf dem Schlossplatz endete mit einer Blockade

whatsapp shareWhatsApp

(ots) - Die NPD Deutschland beabsichtigte heute (15.8.) eine Kundgebung auf der Klemensstraße in Münster eine Kundgebung durchzuführen. Rund 1.000 Teilnehmer des Münsteraner Bündnis "Keinen Meter den Nazis" hielten sich bereits am frühen Nachmittag auf der Klemensstraße auf. Als die Nationalisten in Münster eintrafen, war die Zufahrt zum freigehalten Kundgebungsort nicht mehr möglich. Die Organisatoren der NPD Kundgebungen wurden durch die Polizei auf diese Situation aufmerksam gemacht. Die NPD Verantwortlichen entschieden sich, ihre Kundgebung auf den Schlossplatz zu verlegen.

Dort begann die NPD vor 11 Zuhörern um 15:50 Uhr mit ihrer Wahlkampfkundgebung. Mittlerweile hatten sich jedoch auch hier rund 1.500 Gegner der NPD eingefunden. Sie brachten ihren Unmut lautstark mit Trillerpfeifen und unterstützt durch Obstwürfe zu Ausdruck. Die NPD Kundgebung endete gegen 16:30 Uhr.

Rund 450 NPD-Gegner blockierten anschließend die Abfahrt der NPD Fahrzeuge vom Schlossplatz. Erst gegen 19:00 Uhr konnte sich der Fahrzeugkonvoi der Nationalen in Bewegung setzen und Münster wieder verlassen.

Bei der Blockade wurden auch Steine geworfen, einer traf die Windschutzscheibe des von der NPD genutzten LKW. Die Polizei nahm den 27-jährigen Steinwerfer aus Gronau fest. Auch die endgültige Verabschiedung der Nationalen vom Schlossplatz war von vereinzelten Steinwürfen begleitet. Ein 47-jähriger Polizist wurde dadurch leicht verletzt. Die Beamten nahmen den 46-jährigen Münsteraner Steinwerfer fest. Ein 20-jähriger Randalierer aus Münster tat sich in seinem Protest besonders hervor. Erst beleidigte er die umstehenden Polizisten, warf sein Fahrrad nach ihnen und widersetzte sich der Personalienfeststellung. Wie auch die beiden Steinewerfer muss er sich in einem Strafverfahren verantworten.

"Unsere ständige Gesprächsbereitschaft hat für einen überwiegend friedlichen Ablauf beider Kundgebungen gesorgt. Abgesehen von den Steinwürfen und der zum Teil ohrenbetäubenden Lautstärke bei den Kundgebungen verlief dieser Demonstrationseinsatz unspektakulär", resümierte der Einsatzleiter Volker Wittenbreder zum Einsatzende.

Ort
Veröffentlicht
15. August 2013, 18:12
Autor
whatsapp shareWhatsApp