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"Aktion Glühwein" / Alkoholkontrollen auf Ausfallstraßen und Autobahnen rund um Münster

(ots) - Auf den Hauptausfallstraßen von Münster und den

Autobahnen rund um die Stadt hat das Polizeipräsidium heute (4.

Dezember) von 15:00 Uhr bis 21:00 Uhr mehrere Alkoholkontrollen

durchgeführt. Von den insgesamt 40 eingesetzten Beamtinnen und

Beamten wurden über 1250 Fahrzeuge kontrolliert. 47-mal mussten

Fahrzeugführer "pusten", weil sie alkoholische Getränke zu sich

genommen hatten. Erfreulicherweise musste in keinem Fall eine

Blutprobe entnommen oder der Fahrer oder die Fahrerin zu einer

Atemalkoholprobe mit zur Wache kommen. Alle hatten glücklicherweise

"nur" kleinere Mengen Alkohol zu sich genommen.

Dafür mussten die Polizisten aber 24-mal ein Verwarnungsgeld erheben,

weil unterschiedliche Verstöße, wie fahren mit mangelhafter

Beleuchtung oder wenden über eine durchgezogene Linie begangen

wurden. In acht Fällen wurden Anzeigen gefertigt, weil beispielhaft

Kinder ohne jegliche Kindersitze und ohne Gurt im Fahrzeug

mitgenommen wurden.

In einem Fall musste die Weiterfahrt sogar untersagt werden, weil die

Bremse am mitgeführten Anhänger komplett ohne Funktion war.

Gegen 21:00 Uhr fuhr ein Fahrzeug so schnell auf die Umgehungsstraße,

dass eine von der Alkoholkontrolle kommende Streife sofort die

Verfolgung aufnahm. Mit 160 Kilometer pro Stunde raste der junge Mann

über die Kraftfahrstraße, dort wo nur 70 Kilometer pro Stunde

zugelassen sind. Die Beamten schalteten Blaulicht und Martinshorn

ein, um dem schnellen Fahrer folgen zu können. An der Weseler Straße

konnte er schließlich gestoppt werden. Ihn erwarten nun ein Bußgeld

von mindestens 600 Euro und drei Punkte.

Einen etwas kurioseren Fall ließen die Beamten bei allem Diensteifer

dann aber doch etwas schmunzeln: Gegen 16:00 Uhr wurde ein

25-jähriger Autofahrer angehalten, der vorgab all seine Papiere und

Dokumente verloren zu haben. Konfrontiert mit Personalien, die man im

Auto fand, leugnete er gesten- und wortreich, dieser zu sein. Gefragt

wie er denn nun heiße, beantwortete er dieses mit einem Namen, auf

den ein kontrollierender Beamte dann ob der Verbalgestaltung fragte,

ob es sich dabei zufälliger Weise um seinen Künstlernamen handeln

würde. Mit freudigem Gesicht und ebenso nochmals wortreich,

bestätigte er diesen Verdacht. Offenbar noch mehr erfreut, dass wohl

scheinbar endlich mal einer ihn unter seinem Künstlernamen kennt,

wollte der Beamte nun aber den richtigen Namen wissen. In seinem

Freudentaumel über die vermeintliche Bekanntheit nannte er, wohl

unüberlegt, seinen richtigen Namen - unter dem dann aber der Beamte

recht schnell herausbekam, dass der verkannte Künstler seit drei

Jahren keinen Führerschein mehr hat. Und dies, weil er nach einer,

wie er sagte, künstlerischen Session mit viel Alkohol, fahrender

Weise mit dem Auto gestoppt worden war. Nun erhält er eine

Strafanzeige, ohne Anspruch auf künstlerische Gestaltung.

"Wir werden in der Vorweihnachtszeit weiter Alkoholkontrollen in

kleinerer und in größerer Ausprägung durchführen. Immerhin wollen wir

alle ohne Unfälle das Weihnachtsfest erleben. Alkohol und Auto passen

einfach nicht zusammen - auch nicht in der Vorweihnachtszeit," so

Manfred Bürger, der stellvertretende Einsatzleiter dieser Aktion.

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Veröffentlicht
04. Dezember 2009, 20:30
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