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Münchner Bundespolizei hebt kosovarische Schleuserbande aus - Verhaftungen in Nürnberg und Kiel

(ots) - Der Staatsanwaltschaft Passau und der

Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München ist ein

Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Nach

monatelangen Ermittlungen konnten nun drei führende Köpfe einer

kosovarischen Schleuserbande in Nürnberg und Kiel verhaftet werden.

In den frühen Morgenstunden des 19. November haben Beamte der

Bundespolizei mehrere Wohnungen in Nürnberg und Kiel durchsucht,

nachdem der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Passau

Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle erlassen hatte. Auf die Spur

der Bande waren zuerst die Fahnder des Bundespolizeireviers Passau

gekommen, als sie im April dieses Jahres einen der Schlepper auf

frischer Tat ertappten.

Allein in den letzten drei Wochen hatten die drei in Deutschland

aufhältigen und aus dem Kosovo stammenden Xhevdet P., Ramadani R. und

Uran R. mehr als 20 Menschen nach Deutschland geschleust.

Der Haupttäter, Ramadani R., warb die Ausreisewilligen an. Die

Schleusung aus dem Kosovo über Ungarn und Österreich nach Deutschland

übernahmen dann der als gewalttätig bekannte Xhevdet P. und sein

Komplize, Uran R. Für den illegalen Transport mit wechselnden PKW

verlangten sie bis zu 3.000 Euro pro Kopf.

Insgesamt fünf solcher Fahrten können die Münchner Ermittler nun

der Bande nachweisen. Die Bundespolizisten nahmen im Zuge der

gestrigen Durchsuchungsaktion alle drei Schleuser fest und stellten

zahlreiche gefälschte Dokumente als Beweismittel sicher. In der

Nürnberger Wohnung des Bandenchefs, Ramadani R., griffen sie darüber

hinaus einen weiteren illegal eingereisten Kosovaren auf.

Die verhafteten Schleuser werden nun den zuständigen

Ermittlungsrichtern vorgeführt. Sie werden sich wegen gewerbs- und

bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

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Veröffentlicht
20. November 2009, 11:53
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