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15 Jahre MuchMarketing

Netzwerken bei der Geburtstagsfeier

"Was ist, wenn jemand alles lahm legt?", fragte Bernd König. Der IT-Sicherheitsexperte, der unter anderem drei Jahre für das Rechenzentrum der Bundeswehr sowie IBM gearbeitet hat, riet den Mucher Unternehmern, regelmäßig Sicherheits-Updates zu machen und am besten das Ganze zu automatisieren. Und auch die externe Festplatte nicht ständig angeschlossen zu lassen, gehörte zu seinen Empfehlungen. Denn 51 Prozent der Deutschen seien im vergangenen Jahr das Opfer von Cyber-Angriffen und gar 93 Prozent der Corporate Customers und Großkunden attackiert worden. "Die Schäden liegen bei 51 Milliarden Euro in Deutschland", so König.

Betroffen davon seien nicht nur Server, sondern auch Smartphones, wie der Experte demonstrierte. Hilfreich für Kriminelle seien etwa nicht ausgeschaltete Bluetooth-Funktionen, zu einfache oder für alle Log-Ins generalisierte Passwörter, Phishing-Mails, gefakte Freundschaftsanfragen bei Facebook, aber auch Suchmaschinen böten Cyber-Kriminellen Angriffspunkte. "Wenn Ihnen Ihre Daten heilig sind, dann gehen Sie nicht über Google", empfahl König. Denn Google verkaufe die Daten. Besser seien Suchmaschinen wie Grams. Trotzdem sei die beste Firewall eigene Gehirn, riet der Fachmann, nachzudenken, bevor man auf getürkte Mails reagiere.

Seinen aufrüttelnden Vortrag hielt der IT-Spezialist im Rahmen des Ersten Mucher UnternehmerNetzwerks. Zu diesem hatte MuchMarketing anlässlich seines 15-jährigen Bestehens ins Restaurant der Burg Overbach eingeladen. Knapp hundert Unternehmer und Politiker folgten der Einladung und hörten gespannt dem interaktiven Vortrag des Experten zu. Zuvor hatte MuchMarketing-Vorstandssprecher Andre Schmeis die Gäste willkommen geheißen, ebenso wie Bürgermeister Norbert Büscher.

Dieser begrüßte insbesondere auch MuchMarketing-Gründungsmitglieder wie den damaligen ersten Vorstizenden, Karl Werner Schmitz, der laut Büscher die ersten Jahre MM maßgeblich geprägt hat. "Bei der Gründungsversammlung am 11. Juni 2002 sind der Vorsitzende und sein Stellvertreter in Abwesenheit gewählt worden, da sie durch berufliche Gründe verhindert waren", erinnerte der Bürgermeister an die Anfänge und gratulierte MuchMarketing zu seiner erfolgreichen Arbeit zum Wohl der Mucher und die aktive Unterstützung der Gemeinde Verbesserung der Wirtschafts- und Lebensqualität.

Anstoß zur Gründung von MuchMarketing war damals das Marketing- und Entwicklungskonzept, dessen Erstellung die Gemeinde beauftragt hatte. Das sollte der Förderung von Wirtschaft, Ortskernentwicklung, Tourismus und anderen Dingen dienen. Seither hat MuchMarketing unter anderem mit der Entwicklung und Ausrichtung der Heufresser-Wettkämpfe, der Konzipierung des Heufresser-Maskottchens, der Herausgabe von Kochbüchern, der finanziellen Unterstützung von vielerlei kulturellen und freizeittechnischen Dingen wie etwa des Kneipp-Parks, des Lyrikwegs, der Plattform am Dorfweiher oder der Konzeption der Autoshow dazu beigetragen.

Einen entspannten Ausklang fand der Abend beim Vortrag von Hans Peter Hohn, der sich als "Döörper Prätscher" über die "Mücher Heufresser jenseits der Zivilisation", den "Mucher Schnuller" sowie Ortsnamen wie "Todtenmann", "Pillenhof", "Springen" und "Amtsknechtswahn" lustig machte. Schließlich empfahl er im Hinblick auf die vielen Erntefeste noch einen Sprachtest für Erntepaare, damit diese nur ja echte Mücher seien. Beim anschließenden Netzwerken jedenfalls fanden sich Mucher und Mücher gleichermaßen bei von Kai Hollenstein und seinem Team präsentierten Häppchen und kühlen Getränken zusammen. (ins)

IT-Experte Bernd König referierte über Cyber-Kriminalität. (Fotos: Inga Sprünken)

Knapp einhundert Unternehmer fanden sich beim ersten UnternehmerNetzwerk ein.

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Veröffentlicht
17. November 2017, 00:00
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