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Flüchtlinge im ehemaligen VdK-Heim

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bis Mitte September hat die Gemeinde Marienheide 140 Flüchtlinge aufgenommen und dezentral untergebracht. Über 30 Wohnungen in rund 20 Objekten wurden angemietet.

Unterstützt vom ehrenamtlichen Bündnis für Flüchtlinge werden die Asylbewerber betreut und auf eine künftige Integration vorbereitet. Kinder besuchen unsere Kindergärten und Schulen.

Wir können stolz und zufrieden sein, dass alle diese Dinge nahezu reibungslos verlaufen. Dies ist aber auch das Ergebnis des außerordentlichen Engagements meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Flüchtlingsbetreuung.

Sie alle werden aber auch mitbekommen haben, dass diese Entwicklung seit dem 12.09.2015 eine besondere Dynamik aufgenommen hat. In enger Abstimmung mit mir hat der Oberbergische Kreis das ehemalige VdK-Heim in Stülinghausen angemietet, um seiner Verpflichtung zur vorübergehenden Unterbringung von 210 Flüchtlingen nachzukommen. Diese Verpflichtung ergab sich aus einer Verfügung der Bezirksregierung Köln, die den Oberbergischen Kreis am Freitag, den 11.09.2015 um 17.00 Uhr erreichte.

Innerhalb von 48 Stunden musste eine entsprechende Unterbringungsmöglichkeit geschaffen werden. Neben der Möglichkeit der Nutzung von Sporthallen stand auch das VdK-Heim auf der Liste der Alternativen.

Allen Beteiligten wurde relativ schnell klar, dass lediglich das VdK-Heim eine Option für die rechtzeitige Herrichtung einer angemessenen Unterbringungsmöglichkeit war.

In einer logistischen und organisatorischen Meisterleistung wurde das Heim entsprechend vorbereitet. Möglich war das nur durch den Einsatz von insgesamt 300 Kräften vom THW, DRK, Malteser Hilfsdienst, der Freiwilligen Feuerwehr und ortsansässigen Handwerksbetrieben sowie einer Vielzahl von Beschäftigten des Oberbergischen Kreises.

Allen gilt unser und mein persönlicher Dank.

Mittlerweile haben rund 200 Flüchtlinge ein vorübergehendes Zuhause in Stülinghausen gefunden. Sie werden wahrscheinlich 4-6 Wochen im VdK-Heim leben, um danach den verschiedensten Kommunen zugewiesen zu werden.

Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wird das VdK-Heim mindestens 6 Monate der Unterbringung von Flüchtlingen dienen.

Wichtig ist es, dass den Flüchtlingen Möglichkeiten der Abwechslung geboten werden, um ihnen die Zeit in einer solchen Einrichtung zu verkürzen.

Wie ich bereits in der Bürgerversammlung am 16.09.2015 in Müllenbach ausgeführt habe, sollten Ideen aus der Bürgerschaft über das Bürgertelefon des Oberbergischen Kreises (02261 - 884545) gemeldet werden. Flüchtlinge können z.B. von Sportvereinen zu sportlichen Aktivitäten oder von Bürgerinnen und Bürgern zu einem Treffen eingeladen werden.

Vieles ist möglich, sollte aber mit dem Oberbergischen Kreis abgestimmt werden.

Liebe Marienheider, lassen Sie uns gemeinsam versuchen, dass die Flüchtlinge nach einer fürchterlichen Zeit bei uns zur Ruhe kommen und sie sich immer wieder gerne an das VdK-Heim, die Brucher Talsperre und das schöne Marienheide erinnern.

Ihr Stefan Meisenberg

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
24. September 2015, 00:00
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