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(ots) /- Die Onlinewache bietet den Bürgerinnen und Bürger des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz künftig einen unmittelbaren Kontakt zur Polizei über das Internet. "Die neue Möglichkeit, Straftaten an die Onlinewache zu melden, ist schnell, zeit- und ortsunabhängig und bürgernah", betonten der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Günter Kern und der saarländische Innenminister Klaus Bouillon beim Start des neuen jeweils landesweiten Serviceangebotes in Trier. Im Rahmen des gemeinsam entwickelten Projektes zur Realisierung der Onlinewachen im Saarland und in Rheinland-Pfalz wurde eine auf beide Länder zugeschnittene Lösung programmiert. Die Bürgerinnen und Bürger können zukünftig von zuhause oder auch von unterwegs mittels PC, Tablet oder auch dem Smartphone eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Die Erstattung von Anzeigen erfolgt über eine für die Nutzerinnen und Nutzer geführte Anwendung, bei der die notwendigen Informationen für eine polizeiliche Sachbearbeitung eingetragen werden müssen. Daneben wird es für die Bürgerinnen und Bürger nunmehr auch möglich sein, der Polizei auf elektronischem Wege Hinweise zu übersenden, beispielsweise zu verdächtigen Beobachtungen. Schließlich wird für die Nutzerinnen und Nutzer die Option bestehen, an die Polizei mittels der Onlinewache Lob oder auch Beschwerden zu übermitteln. In Rheinland-Pfalz ist die Onlinewache beim Lage- und Dauerdienst des Landeskriminalamtes eingerichtet, der rund um die Uhr besetzt ist. Um die Onlineanzeigen zu bearbeiten, wird der Dienst um drei Stellen verstärkt. In der ersten Ausbaustufe können über die Onlinewache vor allem Deliktsfelder wie Betrug als Käufer oder Verkäufer, Diebstahl (aus Fahrzeugen, Fahrräder, Taschendiebstahl) oder Sachbeschädigungen angezeigt werden. Aber auch Strafanzeigen anderer Art sind möglich. "Mit der Onlinewache bieten wir ein in die digitale Zeit passendes Onlineangebot für die Bürgerinnen und Bürger und bestätigen damit erneut unseren Ruf als moderne Verwaltung", so Staatssekretär Kern. Die Erfahrungen anderer Länder mit einem solchen Instrument seien bewusst abgewartet worden. Damit konnten umfassende Informationen miteingebracht und eine spezifisch auf die beiden beteiligten Länder zugeschnittene Lösungen erreicht werden. Mit einem gewissen zeitlichen Abstand zur Einführung der Onlinewache ist vorgesehen, die Anwendung sowohl aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei als auch aus der Bürgerperspektive zu evaluieren. Hiervon versprechen wir uns wichtige Hinweise im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Onlineangebotes der Polizei. Der Betrieb der Onlinewache ist mit den Landesdatenschutzbeauftragten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland abgestimmt worden. Zudem wurden wichtige juristische Fragen, beispielsweise die Beachtung der formellen Anforderungen eines Strafantrages, mit den Justizministerien der beiden Länder abgestimmt.
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(ots) /- Am Weihnachtsmarktstand neben Ihnen pöbelt eine Gruppe Jugendlicher einen älteren Mann an und drohen ihm mit Gewalt. Was tun Sie? Diese Frage ist mit Sicherheit nicht ganz einfach zu beantworten. Viele würden vermutlich ohne in der konkreten Situation zu sein sagen, dass sie dazwischen gehen und sich schützend vor den wehrlosen Mann stellen. Dieses Verhalten wäre von dem Gedanken getragen, direkt helfen zu wollen. Bei gründlicher Betrachtung kommen dann aber Zweifel. Kann ich das wirklich leisten in der konkreten Situation? Werde ich womöglich selbst zum Opfer? Unsicherheit und Angst kommen auf. Couragiertes Handeln erfordert mehr. Sei es nun auf dem Weihnachtsmarkt oder auch an anderen Schauplätzen, bei denen Wehrlose verbal oder körperlich attackiert werden. In Notsituationen ist oft schnelles Handeln gefragt. Zivilcourage fordert Mut, dabei aber keinesfalls leichtfertiges Heldentum. Niemand erwartet, dass die eigene Gesundheit riskiert wird. Bereits ein Anruf bei der Polizei oder ein direkter Appell an weitere Personen, aktiv zu werden, kann genügen, um wirksam Hilfe zu leisten. Auch die Bereitschaft, sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen, ist von großer Bedeutung. Denn die Polizei ist auf die Hilfe von couragierten Bürgern angewiesen, um Straftaten aufzuklären. Wichtig ist, dass Opfer nicht allein zu lassen! Doch wie kann man helfen, ohne sich selbst zu gefährden? Mit der Kampagne "Wer nichts tut, macht mit", die 1998 von der Polizei Hamburg ins Leben gerufen wurde, wirbt die rheinland-pfälzische Polizei seit 2000 für mehr Zivilcourage. In einprägsamen Vorträgen mit zum Teil provozierenden Fallbeispielen und anschließenden intensiven Gruppendiskussionen oder Dialogen vermitteln die Präventionsexperten der Polizei den Menschen Handlungsstrategien, die sie in brenzligen Situationen schnell abrufen können. Mit diesen sechs Verhaltenstipps handeln Sie richtig: -Ich helfe, aber ohne mich in Gefahr zu bringen. -Ich fordere andere direkt zur Mithilfe auf. -Ich beobachte genau und merke mir den Täter. -Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110. -Ich kümmere mich um das Opfer. -Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung. Weiter Infos zum Thema finden Sie im Faltblatt "Tu was!" Dieses ist bei jeder Polizeidienststelle und unter http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/zivilcourage/ zu erhalten.
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