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(ots) /- "Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind." Daher wird viel Zeit und Geld in das Fahrzeug und neue Technik investiert. Innovative Fahrzeugtechnik spielt eine immer größere Rolle, da sie Komfort und Effizienz vereint. Doch auch Kriminelle nutzen moderne Technik aus, um Fahrzeuge zu entwenden. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt Tipps, wie Sie Ihr Fahrzeug vor Diebstahl schützen können. In Rheinland-Pfalz wurden 2017 insgesamt 655 vollendete Fälle des Kfz-Diebstahls registriert. In den vergangenen Wochen kam es in Rheinland-Pfalz vermehrt zu Diebstählen hochwertiger Pkw, insbesondere der Marke BMW. Die Fahrzeuge sind meist mit den Systemen "Keyless Entry" beziehungsweise "Keyless Go" ausgestattet. Diese ermöglichen das Auto ohne aktive Benutzung eines Autoschlüssels zu öffnen und zu starten. Dazu sendet der Autoschlüssel dauerhaft ein Signal aus, das zur Öffnung der Türen oder Starten des Motors dient. Oftmals werden die Autoschlüssel durch die Fahrzeugbesitzer im Bereich der Haustüre oder in der Nähe von Fenstern aufbewahrt. Die meist professionell und arbeitsteilig agierenden Täter kundschaften im Vorfeld geeignet geparkte Fahrzeuge aus und greifen das Signal der Schlüssel in unmittelbarer Nähe zu Fenstern oder Haustüren mittels eines sogenannten Funkwellenverlängerers auf, sodass in der Folge das Fahrzeug geöffnet und gestartet werden kann. Zuletzt kam es in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli zur Entwendung zweier BMW in den Ortslagen Staudt und Wirges im Westerwald. Bereits Anfang Juli wurde in Hochspeyer ein hochwertiger BMW entwendet. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz gibt nachfolgende Verhaltenshinweise, um sich vor Kfz-Diebstahl zu schützen: - Legen Sie den Schlüssel nie in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür ab beziehungsweise versuchen Sie das Funksignal durch geeignete Maßnahmen, z. B. Schlüsselmäppchen mit Cryptalloy-Folie, Aluminiumhüllen oder einem Schlüsseltresor aus Metall, abzuschirmen. Machen Sie vorher den Selbsttest. Nur wenn das Fahrzeug sich nicht einmal dann öffnet, wenn Sie den "abgeschirmten" Schlüssel direkt neben die Fahrzeugtür halten, haben auch die Diebe mit dieser Technik keine Chance. - Verriegeln Sie Ihr Fahrzeug immer vollständig und überprüfen Sie, ob das Fahrzeug auch wirklich verschlossen ist. Informieren Sie sich gegebenenfalls über die Besonderheiten/Risiken eines Keyless-Komfortsystems! - Fragen Sie bei dem Hersteller Ihres Fahrzeuges nach, ob der Komfortzugang für Ihr Fahrzeug temporär deaktiviert werden kann. - Parken Sie Ihr Fahrzeug, wenn möglich, nicht am Straßenrand oder in ungesicherten Carports. - Nutzen Sie eine abschließbare Garage oder stellen Sie Ihr Fahrzeug an gut beleuchteten und belebten Straßen ab. - Achten Sie auf Personen oder Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen, die mehrmals langsam durch die Straße "streifen" und notieren Sie sich das Kennzeichen. Informieren Sie anschließend die Polizei. - Achten Sie auch auf Personen, die Ihr Fahrzeug fotografieren. Dies kann bereits eine Vorbereitungshandlung für einen späteren Diebstahl sein. Hochwertige Fahrzeuge werden oft auf Bestellung gestohlen. - Neben der serienmäßigen elektrischen Wegfahrsperre ist es möglich, Ihr Fahrzeug mechanisch oder elektronisch nachzurüsten. Informieren Sie sich über die Einsatzmöglichkeiten von Lenkradschlössern, Ortungssystemen bis hin zu Diebstahlsicherungen. - Lassen Sie keine Wertsachen, Bargeld oder Navigationsgeräte im Fahrzeug zurück. Dadurch könnten Diebe angelockt werden. - Achten Sie bei beim nächsten Tankstellenbesuch auf andere Fahrzeuge. Ein Betankungsvorgang bei laufendem Motor kann ein Hinweis darauf sein, dass das Fahrzeug unmittelbar zuvor mit einem Funkwellenverlängerer entwendet wurde, da der Täter nicht über den Originalschlüssel zum erneuten Starten des Motors verfügt. Informieren Sie im Anschluss die Polizei. Weitere Informationen für ein gesichertes Auto finden Sie unter folgendem Link: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebs tahl-und-einbruch/diebstahl-rund-ums-kfz/tipps/ oder im Faltblatt des Programms Polizeiliche Kriminalprävention: "Bremsen Sie Diebe rechtzeitig aus!" Denken Sie daran: Wenn Sie sich in einer Gefahrensituation befinden, von einer Straftat erfahren oder sonstige verdächtige Hinweise an die Polizei mitteilen wollen, rufen Sie im Zweifel die 110! Wir helfen Ihnen!
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(ots) /- "Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün", lautet die erste Strophe eines bekannten Volksliedes. Der Mai macht jedoch nicht nur die Bäume wieder grün, sondern auch die Tage wieder länger, wärmer und heller. Gerade zu dieser Jahreszeit wird während des Einkaufs oder beim Besuch eines Bekannten gerne mal das Fenster gekippt, um frische Luft in die Wohnung hineinzulassen. Die Abwesenheit in Verbindung mit einem gekippten Fenster ist die perfekte Einladung für Einbrecher, schnell Beute zu machen. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz informiert Sie deshalb speziell zum Thema Einbruchschutz für Fenster und Schächte. Die Zahl der Einbrüche in Rheinland-Pfalz konnte 2017 gesenkt werden. Fast die Hälfte der Einbrüche blieb im Versuchsstadium stecken. Dies ist auch auf den vermehrten Einsatz von Sicherungstechnik und das aufmerksame Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zurückzuführen. Dennoch bleibt Einbruchschutz ein wichtiges Thema, um Einbrechern erst gar keinen Anreiz zu bieten. Übliche Fensterkonstruktionen bieten in der Regel keinen Schutz - meist werden sie vom Einbrecher mit einfachem Werkzeug aufgehebelt. Besonders gefährdet sind leicht erreichbare Fenster-, Terrassen- und Balkontüren. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei Fensterrahmen, Beschlägen und Verglasungen ankommt. - Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit. - Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. - Rollläden sollten zur Nachtzeit - und keinesfalls tagsüber - geschlossen werden, damit sie nicht sofort Ihre Abwesenheit signalisieren. Neubau/Umbau Bei Neu- und Umbauten erhält man durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse RC 2) einen guten Einbruchschutz. Diese Fenster werden einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen. So ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion (Rahmen, Beschlag, Verglasung) keinen Schwachpunkt gibt. Es handelt sich damit um ein Fensterelement "aus einem Guss". Widerstandsklassen Einbruchhemmende Fenster werden in sechs Widerstandsklassen (RC) 1 bis (RC) 6 eingeteilt, wobei (RC) 6 für die höchste Widerstandsklasse steht. Die Einsatzmöglichkeiten sollten im Rahmen einer kriminalpolizeilichen Beratung geklärt werden. http://www.k-einbruch.de/beratungsstellensuche/ Uneingeschränkt empfehlenswert sind Fenster ab der Widerstandsklasse (RC) 2. Gleichwertig sind Fenster, die nach der bisherigen, bis September 2011 gültigen Vornorm, der DIN V ENV 1627, geprüft wurden. Fachgerechter Einbau Einbruchhemmende Fenster können ihren Zweck nur dann erfüllen, wenn sie nach der Anleitung des Herstellers fachgerecht eingebaut werden. Auf die Aushändigung einer Montagebescheinigung sollte bestanden werden. Von der Polizei empfohlene Hersteller finden Sie im Herstellerverzeichnis über "geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Fenster und Fassaden". http://www.polizei.bayern.de/content/4/4/9/fenster.pdf Nachrüstung Der Einbruchschutz von Fenstern kann im Nachhinein immer noch deutlich verbessert werden. Wichtig ist, dass nur eine fachgerechte Montage der Sicherungen und Beschläge den Einbruchschutz erhöht. Abschließbare Fenstergriffe allein reichen nicht aus, weil sie keinen Aufhebeschutz bieten. Ihre Anwendung ist nur in Verbindung mit einem einbruchhemmenden Fensterbeschlag sinnvoll. Ob Ihre Fenster für eine solche Nachrüstung geeignet sind, sollte mit der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle bzw. dem Fachbetrieb besprochen werden. http://www.k-einbruch.de/beratungsstellensuche/ Einbruchhemmende Vergitterung Fenster, vor allem häufig gekippte, wie z.B. WC-Fenster, können mit einem Fenstergitter gesichert werden. Wichtig sind die Stabilität des Gitters, die fachgerechte Befestigung und die Sicherung gegen Demontage. In Kellerlichtschächten können Täter meist ungesehen "arbeiten". Betonierten Kellerlichtschächten sollte beim Neubau der Vorzug gegeben werden. Sie lassen sich mechanisch besonders gut sichern. Eine effektive Sicherungsart sind Rollenrostsicherungen. Eine gute einbruchhemmende Wirkung haben auch Elemente aus stahlarmierten Glasbetonbausteinen. Von der Polizei empfohlene Hersteller für geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Gitter finden Sie im Herstellerverzeichnis. http://www.polizei.bayern.de/content/4/4/9/gitter.pdf Da eingebaute Sicherungen nur bei fachgerechter Montage ihre volle Wirkung entfalten, bieten die polizeilichen Beratungsstellen "Adressennachweise von Errichterunternehmen für mechanische Sicherungseinrichtungen" an. Bei diesen Adressennachweisen handelt es sich um Listen, in denen Fachfirmen genannt sind, die sich verpflichtet haben, Sicherungstechnik entsprechend der polizeilichen Empfehlungspraxis nachzurüsten: https://www.polizei.rlp.de/de/auf gaben/praevention/kriminalpraevention/kriminalitaetsphaenomene/wohnun gseinbruchdiebstahl/wer-macht-mein-haus-sicher/ Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/fenster/ oder in der Broschüre des Programms Polizeiliche Kriminalprävention "Ungebetene Gäste": https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/1-ungebe tene-gaeste/
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