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(ots) /- Bei handelsüblichen Fenstern benötigen versierte Einbrecher oft nur wenige Sekunden, um dieses aufzuhebeln und so in die Wohnung oder das Haus zu gelangen. Die Polizei Rheinland-Pfalz empfiehlt daher, Wert auf einbruchsichere Fenster zu legen. Denn so können viele Einbrüche verhindert werden. Je länger ein Fenster den Bemühungen eines Einbrechers standhält, desto wahrscheinlicher ist es, dass er seinen Angriff abbricht. Das zeigt auch die Statistik: Mehr als die Hälfte aller Einbrüche bleibt in Rheinland-Pfalz im Versuchsstadium stecken. Dies liegt nicht zuletzt an der eingebauten Sicherungstechnik. Doch worauf sollten Bürgerinnen und Bürger bei ihren Fenstern achten? Bei Neu- und Umbauten rät LKA-Sicherungsexperte Kurt Schmidt zum Einbau zertifizierter einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren (Balkon- oder Terrassentüren) nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse [RC] 2). "Diese Fenster werden einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen", erklärt er. "So ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion - und damit beim Rahmen, Beschlag sowie der Verglasung - keinen Schwachpunkt gibt." Abschließbare Fenstergriffe sind nur in Verbindung mit einem einbruchhemmenden Fensterbeschlag sinnvoll. Schließlich werden Fenster häufig aufgehebelt. Einen guten Schutz bieten einbruchhemmende Fensterbeschläge oder Zusatzsicherungen. Auch Nachrüsten ist möglich Doch auch im Nachhinein kann der Einbruchschutz von Fenstern immer noch deutlich verbessert werden. "Einfache Fensterbeschläge haben keine einbruchhemmende Wirkung", warnt Schmidt. Geprüfte einbruchhemmende Fensterbeschläge nach DIN 18104 in Verbindung mit abschließbaren Fenstergriffen erhöhen den Einbruchschutz dagegen deutlich. Bei Holz- oder Kunststofffenstern mit Einhand-Drehkippbeschlägen kann der vorhandene Beschlag vom Fachmann häufig um Sicherheitselemente erweitert bzw. gegen einen einbruchhemmenden Beschlag ausgetauscht werden. Ist Sicherheitsglas sinnvoll? Übliche Isolierverglasungen haben ebenfalls keine einbruchhemmende Wirkung. Je nach Gefährdung können im Einzelfall einbruchhemmende Verbundsicherheitsgläser nach DIN EN 356 ab der Klasse P 4 A nachgerüstet werden. Da Einbrecher Fenster jedoch häufig aufhebeln, reicht die Nachrüstung mit einbruchhemmenden Gläsern alleine nicht aus. Einbruchhemmende Vergitterung Fenster, vor allem häufig gekippte Fenster (z. B. WC-Fenster) können mit einem Fenstergitter gesichert werden. Wichtig sind die Stabilität des Gitters, die fachgerechte Befestigung und die Sicherung gegen Demontage. Kellerfenster & Lichtschacht Handelt es sich bei den Kellerfenstern der Bauform nach um Standardfenster, können diese wie normale Fenster gesichert werden. Bei Kellerfenstern mit massiven Stahllochblenden müssen diese stabil im Mauerwerk verankert und gegen das Öffnen gesichert werden, z. B. mit einem Hangschloss oder durch eine Verschraubung der Rahmen. Andere mögliche Sicherungen sind feststehende Gitter, raumseitig montierte, abschließbare Fenstergitter oder vorgelegte Riegelstangen, z. B. aus Flachstahl. Auch Betongitter schützen vor Einbruch. In Kellerschächten können Täter meist ungesehen "arbeiten". Betonierten Kellerlichtschächten sollte beim Neubau der Vorzug gegeben werden. Sie lassen sich mechanisch besonders gut sichern. Sie sind sich unsicher, welche Sicherungen für Ihr Zuhause die richtigen sind? Dann vereinbaren Sie einen kostenfreien Beratungstermin bei Ihrer Polizei Rheinland-Pfalz. Hier geht es zu den Beratungsstellen: https://www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/praevent ion/kriminalpraevention/einbruchschutz/wer-hilft-mir/polizeiliche-ber atung/ Einen kurzen Videoclip zum Thema finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Polizei Rheinland-Pfalz: https://youtu.be/94fGJT2mezs Weitere Informationen rund um den Einbruchschutz finden Sie unter: https://www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/praevention/kriminalpraeventio n/einbruchschutz/ und in der Broschüre "Sicher wohnen" unter: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/1-sicher-wohnen/
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(ots) /- Opfer eines Wohnungseinbruches geworden zu sein, ist eine Erfahrung, die Betroffene in ihrem Sicherheitsgefühl zutiefst erschüttert. Die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität bleibt daher - trotz leicht rückläufiger Zahlen in Rheinland-Pfalz 2017 - nach wie vor ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit. So setzt die rheinland-pfälzische Polizei unter anderem auf ein umfassendes Präventionsangebot - denn jeder Einzelne kann sich gegen Wohnungseinbruch schützen. Um sich vor einem Einbruch zu schützen, gibt es viele Möglichkeiten. Sicherungstechnik bietet den wirkungsvollsten Schutz vor Eindringlingen, zwingt sie den Täter doch oft zum Aufgeben, noch bevor er in die Wohnung eindringen kann. Erst kürzlich zeigte dies wieder ein Fall in Speyer: Am 14. September versuchte dort ein bislang unbekannter Täter auf dem Balkon eines Reihenhauses eine Terrassentür aufzuhebeln. Aufgrund der gut gesicherten Tür musste er jedoch aufgeben und flüchtete unverrichteter Dinge über den Garten. Dies ist kein Einzelfall: Rund die Hälfte der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken. Doch auch Sicherungstechnik will richtig angewendet werden. Denn wer das einbruchsichere Fenster bei Abwesenheit offen lässt, dem hilft auch die beste DIN-Norm nichts. Die Polizei Rheinland-Pfalz bietet daher ein umfangreiches Beratungsangebot an. Neben individuellen und kostenfreien Sicherungsberatungen zu Hause und Vorträgen und Informationsständen auf Veranstaltungen, sind die sogenannten Präventionsstreifen der Polizei gerade in der beginnenden dunklen Jahreszeit in den Wohngebieten wichtige persönliche Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger. Weitere Informationen zur Einbruchschutzberatung finden Sie unter: https://kriminalpraevention.rlp.de/de/einbruchschutz/wer-hilft-mir/po lizeiliche-beratung/
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