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(ots) - Neben den Brandanschlägen auf zwei Polizeifahrzeuge und dem Errichten von Barrikaden führten Castor-Gegner am gestrigen Tage zahlreiche weitere konzertierte Aktionen durch. Dabei wurden im Bereich der Göhrde Bäume um- beziehungsweise angesägt, um durch die umstürzenden Bäume Waldwege unpassierbar zu machen. Ein Polizeifahrzeug wurde durch einen vorher angesägten und umstürzenden Baum beschädigt. Offensichtlich um Polizeikräfte in einen Hinterhalt zu locken und zu attackieren, setzten Castor-Gegner gegen 21.30 Uhr auf einem Waldweg Reifen und Äste in Brand. Auf den Wegen rund um diesen Brandort hatten die bislang unbekannten Täter in einer Höhe von 150 Zentimetern Metallketten gespannt, augenscheinlich, um ankommende Fahrzeuge zu stoppen. In unmittelbarer Nähe dieser Ketten befanden sich Depots mit Steinen, Krähenfüßen und Molotowcocktails. Ferner lagen dort bearbeitete Weihnachtskugeln und Golfbälle, die durch vorgenommene Veränderungen als gefährliche Wurfgeschosse eingesetzt werden können. Die genauen Veränderungen werden nicht genannt, die Polizei möchte keine detaillierten Bauanleitungen liefern. Bei Würfen mit den vorbereiteten Gegenständen nehmen die Täter erhebliche Verletzungen von Polizeibeamten in Kauf. Hier geht es scheinbar nicht darum, gegen den Castor-Transport zu demonstrieren, sondern die Einsatzkräfte gezielt anzugreifen und zu verletzten. Diese Aktionen wurden nach Einschätzung der Polizei durch eine rund 100 Personen starke Gruppe durchgeführt, die auch für die Brandanschläge auf die beiden Polizeifahrzeuge verantwortlich war. Augenscheinlich allein aufgrund ihrer Anwesenheit wurden Einsatzkräfte in Metzingen am Freitag, gegen 23.30 Uhr, durch rund 200 Personen massiv angegriffen. Nach Würfen mit Flaschen und Steinen sowie dem Beschuss mit pyrotechnischen Gegenständen setzte die Polizei einen Wasserwerfer ein. Durch die Steinwürfe wurden mehr als 20 Polizeibeamte verletzt. Die Polizei geht nach wie vor davon aus, dass es sich bei diesen Aktionen um die Handlungen kleinerer Gruppierungen handelt, die nicht stellvertretend für den insgesamt friedlichen Protest stehen. Auch weiterhin wird seitens der Polizei sehr differenziert unterschieden, welche Aktionsform vorliegt und dementsprechend abgestuft gehandelt. In der Zwischenzeit hat der Castortransport Niedersachsen erreicht und setzt seinen Weg ins Wendland fort.
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