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(ots) - Im Rahmen eines würdigen Festaktes verabschiedete Innenminister Boris Pistorius heute den noch bis Monatsende amtierenden Polizeipräsidenten Friedrich Niehörster mit Wirkung zum 31.03.2015 in den Ruhestand. Gleichzeitig ernannte er mit Wirkung zum 01.04.2015 den jetzigen Präsidenten der Polizeidirektion Göttingen, Robert Kruse, zum neuen Präsidenten der Polizeidirektion Lüneburg. Rund 200 Gäste, aus Verwaltung, Justiz und Wirtschaft, neben den Landtagsabgeordneten aus dem Bezirk der Polizeidirektion Lüneburg, sowie der gesamten Führungsspitze der Polizei Niedersachsen, wohnten im Fürstensaal des Rathauses Lüneburg dem Festakt bei. In einer launigen Rede würdigte Boris Pistorius die großen Verdienste, die sich Friedrich Niehörster im Laufe seiner 44 ½ Jahre bei der Polizei Niedersachsen erworben hat. In seiner Rede fand sich denn auch ein Zitat des für seine Sprüche nicht nur in der Polizei bekannten Niehörster: "Unser Auftrag ist es nicht, Papier zu beschreiben, sondern den Täter zu fangen!" In seiner Zeit als Chef der Polizeidirektion Lüneburg sicherlich herausragend zu nennen ist die Einsatzleitung bzw. Gesamtverantwortung bei Einsatzleiter als Direktor der Polizei in 2003 und 2004 und als gesamtverantwortlicher Polizeipräsident in den Jahren 2005, 2006, 2008, 2010 und 2011. Dabei gelang es ihm, die Castor-Transporte friedlicher zu machen, und die Belange der im Einsatzraum wohnenden Menschen verstärkt zu berücksichtigen. Die Zahl der Straftaten lag 2002 noch bei deutlich über 1000, und 2011 nur noch bei 269, obwohl die eingesetzten Polizeiführer Teile der Protestszene als "eventorientiert und zunehmend gewaltbereit" einstuften. Außerdem war er Gesamtverantwortlicher bei den Elbe-Hochwasser-Einsätzen 2006, 2011 und 2013. Ein Ereignis fand besondere Erwähnung: die Gründung der Großtagespflegestelle "Marienkäferchen" im Behördenzentrum Auf der Hude, die erste Kinderbetreuungseinrichtung bei der Polizei Niedersachsen. Herausragend sicherlich auch die "Gründung" der Kooperativen Leitstelle Lüneburg, die mit dem symbolischen Hammerschlag im Januar 2013 begründet wurde und im Spätsommer 2015 in Betrieb gehen wird. Das gesamte Notruf- und Einsatzmanagement für den Bezirk der PD Lüneburg wird dort künftig zusammenlaufen, außerdem wird die Rettungsleitstelle des Landkreises Lüneburg ebenfalls mit in die KLL einziehen. Doch auch ganz spürbare Erfolge für die Bürger konnten erzielt werden. Die Aufklärungsquote stieg seit 2003 von 53 % auf kontinuierlich über 60 % seit 2010. Dem Nachfolger Robert Kruse wünschte der Innenminister weiterhin erfolgreiches polizeiliches Wirken, nunmehr aber in seiner langjährigen Heimatregion. Boris Pistorius freute sich, dass er eine mündliche Zusage seines Amtsvorgängers Uwe Schünemann am heutigen Tag verwirklichen konnte, und den passionierten Sportler Robert Kruse an die Spitze der Polizeidirektion Lüneburg versetzen konnte. Biografische Daten: Friedrich Niehörster - Verheiratet, eine Tochter - Einstellung in den Polizeidienst: 01.10.1970 in Hannoversch Münden als Polizeiwachtmeister-Anwärter - 10.03.1975: Ernennung zum Polizeikommissar - 08.03.1984: Ernennung zum Polizeirat - 01.02.2003: Direktor der Polizei bei der Bezirksregierung Lüneburg - 01.01.2005: Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg - 31.03.2015: Eintritt in den Ruhestand - Dienstliche Stationen u.a. in Hannover, Göttingen, Holzminden, Northeim - Privat ein großer Musikliebhaber Robert Kruse - Verheiratet, drei Kinder - 01.04.1977: Einstellung in den Polizeidienst beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden als Kriminalkommissar-Anwärter - 03.08.1981: Wechsel als Kriminalkommissar nach Niedersachsen (Wolfsburg) - 1985: Beginn der Ausbildung zum höheren Polizeivollzugsdienst - 01.07.1987: Versetzung als Kriminalrat nach Lüneburg; zunächst zur Bezirksregierung Lüneburg, Dez. 304, anschließend Leiter der Kriminalpolizeiinspektion -Organisierte Kriminalität Lüneburg sowie Dezernatsleiter Kriminalitätsverhütung und -verfolgung - 01.07.2002: Wechsel an das Landeskriminalamt Niedersachsen - 01.12.2005 - 13.01.2008: Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport - 14.01.2008 - 31.01.2010: Verfassungsschutzvizepräsident - 01.02.2010 - 31.03.2015: Polizeipräsident der Polizeidirektion Göttingen - Ab 01.04.2015: Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg
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(ots) - +++ Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Lüneburg kontrolliert den gewerblichen Güter- und Personenverkehr +++ 29 Untersagungen der Weiterfahrt +++ Die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Lüneburg führte am gestrigen Mittwoch, dem 18.03.2015, in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr, eine Großkontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs auf den beiden Tank- und Rastanlagen Allertal auf der Bundesautobahn 7 durch. Insgesamt kontrollierten 62 Polizeibeamte gemeinsam mit Zoll, Veterinärdienst, Lebensmittelüberwachung, Bundesamt für Güterverkehr und das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Celle 83 Fahrzeuge, von denen 54 beanstandet werden mussten. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 65 Prozent. 29 Fahrern wurde vor Ort die Weiterfahrt vorübergehend untersagt. Überladung, inkorrekte Ladungssicherung und ein schlechter technischer Allgemeinzustand waren die häufigsten Mängel. Ebenfalls stellten die Beamten Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz fest. Besonderheiten: Bei der Kontrolle eines deutschen Düngestreufahrzeugs aus dem Erzgebirgskreis mit Fahrtziel Walsrode wurden diverse technische Mängel, darunter massive Reifenschäden, Rahmenbrüche und Mängel in der Bremsanlage, festgestellt. Der Zoll leitete Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Mindestlohngesetz ein. Aufgrund der Vielzahl an Mängeln erfolgte die Einbindung der örtlichen Zulassungsstelle, die eine zwangsweise Außerbetriebsetzung anordnete. Bemerkenswert: Die Sicherheitsüberprüfung des Fahrzeugs wurde erst 2 Wochen vor der heutigen Kontrolle durchgeführt. Ein Bus aus Deutschland, besetzt mit 35 Fahrgästen, musste ebenfalls vorübergehend die Weiterfahrt untersagt werden, da die erforderliche Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz fehlte und nur eine Diagrammscheibe vorgelegt werden konnte. Ein deutscher Tiertransporter, beladen mit 34 Rindern, aus Ostfriesland kommend mit Fahrtziel Ungarn, weist bei der Kontrolle eine Überhöhe auf, bedingt durch den Umstand, dass die Rinder zweistöckig verladen wurden. Da eine vorgesehene Teilentladung in Walsrode nicht durchgeführt werden konnte wurde entschieden, dass der Transporter zurück nach Ostfriesland fahren muss zwecks Teilentladung. Der Einsatzleiter sowie Leiter der Regionalen Kontrollgruppe, Polizeihauptkommissar Oliver Kues, war mit dem Ablauf der Kontrolle zufrieden. "Die Beanstandungsquote von rund 65 % zeigt deutlich die Notwendigkeit solcher Kontrollen im Bereich des Güter- und Personenverkehrs. In absehbarer Zeit werde es weitere Kontrollen geben", so Kues.
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