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Enkeltrickbetrüger festgenommen ZKI Lüneburg fasst polnisches Betrügerduo auf frischer Tat

(ots) - Ermittlern des Fachkommissariates für Organisierte Kriminalität der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg und des Polizeikommissariates Lüchow-Danneberg ist gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg ein Schlag gegen sogenannte "Enkeltrickbetrüger" gelungen. Bereits am 31.05.13 erfolgte die Festnahme eines 28-jährigen Mannes und einer 18-jährigen Frau aus Polen in Mayen ( Rheinland-Pfalz ). Sie stehen im Verdacht, für mehrere Taten im April und Mai 2013 zum Nachteil älterer Menschen verantwortlich zu sein.

Bei der sogenannten "Enkeltrick-Masche" werden die Geschädigten teilweise um ihr gesamtes Erspartes gebracht. Dabei wird den Angerufenen mit Formulierungen wie "Hallo Gertrud, rat' mal wer dran ist" suggeriert, dass es sich bei dem Anrufer, der tatsächlich zumeist aus Polen agiert, um einen Verwandten oder Bekannten handelt, welcherspontan zu Besuch kommen möchte. In weiteren Telefonaten wird eine Notlage, oftmals ein Unfall, vorgetäuscht und die Geschädigten werden gebeten Bargeld auszuhändigen, da man sonst z. B. den Führerschein verliere. Der vermeintlich bekannte Anrufer erklärt weiterhin, dass er das Geld aufgrund des Unfalls nicht selbst abholen könne und daher eineandere Person schicke.

Am 03.05.2013 kam es zu einer entsprechenden Tat in Dannenberg zum Nachteil einer 88-jährigen Dame. Beamte des Kriminal- und Ermittlungsdienstes des Polizeikommissariates Lüchow-Dannenberg heftetensich an die Fersen der Täter. Die Ermittlungen wurden dann von derZentralen Kriminalinspektion in Lüneburg fortgeführt, die unter anderem für Organisierte Kriminalität zuständig ist.

Die beiden Beschuldigten befinden seit der Festnahme in Untersuchungshaft. Durch weitere Ermittlungen und Auswertung von Beweismitteln können ihnen neben den Taten in Dannenberg und Mayen nochsechs weitere in Lüneburg, Gifhorn, Nienburg, Bad Fallingbostel und Hamburg vorgeworfen werden.

Die Polizei bittet, Senioren im persönlichen Umfeld über diese perfide Masche aufzuklären und rät, dem Anrufer konkrete Fragen zu stellen und sich eine Rückrufnummer geben zu lassen. Im Zweifel sollten die Betroffenen Freunde oder Familienmitglieder kontaktieren oder den Notruf der Polizei wählen. Niemals sollte Geld übergeben werden.

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Veröffentlicht
30. Juli 2013, 08:41
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