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Bitterer hätte es in der vergangenen Saison für die Jungwölfe nicht kommen können. Nachdem die Nachwuchsabteilung des VfL in der Regionalliga Nord die Konkurrenz nach Belieben dominiert hatte, folgte in der Relegation das dramatische Aus gegen die Reserve des FC Bayern München. Innerhalb von 90 Minuten waren ein komfortables Hinspiel-Ergebnis (3:1) sowie ein frühes Führungstor pulverisiert worden. Nichtsdestotrotz haben sich die Niedersachsen auch in dieser Spielzeit etwas vorgenommen. Zwischen „verkackt“ und „abgehakt“ – Die VfL-Moral nach dem K.O. von München „Aufstehen, Krönchen richten, weitergehen“, lautet ein beliebtes Grußkartenmotto. Und auch die Jungwölfe scheinen sich diese Losung zu eigen gemacht zu haben: Denn obwohl die U23 des VfL Wolfsburg mit ihrem „Last-Minute-Remis“ gegen den HSV II einen ersten kleineren „Nackenschlag“ hinnehmen musste, sind die Niedersachsen trotz mancher Abgänge in einer guten Verfassung. Nach vier Siegen und einer Punkteteilung gegen teils hochkarätige Gegner haben sich die Jungwölfe in dieser Saison bereits als VfB-Jäger Nr. 1 herauskristallisiert. Eine Entwicklung, die so nicht unbedingt zu erwarten gewesen war. Insbesondere die herbe Niederlage im Relegationsspiel gegen den FC Bayern München II am 26. Mai 2019 hatte wie ein Menetekel gewirkt. Nachdem mit Blaz Kramer und Daniel Hanslik bereits zwei namhafte Leistungsträger vorab ihren Abschied verkündet hatten, schien das Ende aller Drittliga-Träume den Ausverkauf einer hochveranlagten Regionalliga-Truppe einzuläuten. Adieu Aufstieg, adieu Aufstiegsperspektiven! Nur allzu verständlich wirkte vor dem Hintergrund einer ungekrönten Bilderbuchsaison und einer ungewissen Zukunft die Reaktion des VfL-Nachwuchs-Coaches Rüdiger Ziehl: „Du bist in der Regionalliga Erster, alles ist super. Du spielst das Relegations-Hinspiel richtig gut, hast dann im Rückspiel aber zu wenig Ballbesitz und verlierst. Wir haben eine ganze Saison verkackt.“ Etwas differenzierter und sprachlich gewählter fiel das Resümee des Sportlichen Leiters der Wolfsburger Fußballakademie Pablo Thiam aus: „Letztlich bleibt, dass wir mit der U23, der U19 und der U17 Meister geworden sind – so etwas hat es noch nicht gegeben. Die Saison war super erfolgreich und die Jungs konnten durch die Rückschläge in den Entscheidungsspielen Erfahrungen sammeln, die sie brauchen und die sie weiterbringen werden.“ Irgendwann aber, so Thiam gegenüber den vereinseigenen Medienvertretern, müsse das Thema auch einmal abgehakt sein. Ob dies auch für den Kapitän und Innenverteidiger Julian Klamt gelten wird? In den Jahren 2014 und 2016 war der heute 30jährige Spiellenker bereits zweimal mit dem VfL Wolfsburg II in der Relegation gescheitert. „Ich sehe den Fluch auf mir“, ließ der Rudelchef der Jungwölfe die wartende Presse nach dem Abpfiff in München wissen. „Es ist extrem bitter und ich fühle mich einfach leer. \…\] Wenn ich noch einmal Relegation spielen muss, laufe ich weg.“ Mit der „richtigen Mischung“ zurück in die Erfolgsspur Egal, wie diese Saison auch ausgehen mag, Klamt wird nicht noch einmal in die Relegation gehen müssen; außer natürlich, der amtierende Meister müsste nach einer verkorksten Saison in den Abgrund der Fünftklassigkeit blicken. Dass dies geschehen wird, ist jedoch in etwa so wahrscheinlich wie eine Teilnahme des SC Paderborn an der Champions-League-Saison 2020/21. Wobei wir hier nichts gegen die Ostwestfalen gesagt haben wollen! Wesentlich wahrscheinlicher ist da, dass die Zweitvertretung der Wolfsburger ihren Titel verteidigt und somit die dritte Liga direkt buchen kann. Ein nicht eben unrealistisches Szenario! Denn obwohl der amtierende Meister in personeller Hinsicht stark zur Ader gelassen worden ist, konnten die durch 15 Abgänge gerissenen Lücken überwiegend mit Bordmitteln geschlossen werden. Aus der U19, die sich in der abgelaufenen Spielzeit mit zehn Punkten Vorsprung die Junioren-Meisterschaft hatte sichern können, gehören nunmehr sieben Akteure zu Rüdiger Ziehls neuen Kader. Drei von ihnen – die Verteidiger Edwards und Siersleben sowie der Mittelfeldmann Marx – haben zuletzt gegen Werder II in der Startelf gestanden. Dass der erneute Personalumbruch nicht alleine durch Spieler aus der eigenen Jugend gestemmt werden kann, ist allen Beteiligten in Wolfsburg klar: „Einige Spieler werden noch ihre Zeit brauchen“, so Wolfsburgs Akademieleiter Pablo Thiam vor dem Saisonstart. „Insofern war es wichtig, da die richtige Mischung zu finden.“ Ziehl: Der VfB ist besser aufgestellt. Diese wurde wohl gefunden. Auch wenn die Jungwölfe mit einem Altersdurchschnitt von 21,3 die viertjüngste Mannschaft der Regionalliga Nord stellen, bedeutet dies nicht, dass die VfL-Nachwuchsabteilung bar jeder Viertliga-Erfahrung an die Trave reisen würde. Spieler wie Michele Rizzi, Julian Klamt oder auch Paul-Georges Ntep – ja, ganz recht, DER Ntep – sollen dem grün-weißen Welpen-Rudel die entsprechende Stabilität verleihen. Der Wolfsburger „Prachtstart“ mit Siegen gegen Oldenburg, Flensburg und Werder Bremen II scheint in jedem Falle die gute Verfassung unsere Gäste zu bestätigen. Nichtsdestotrotz hat Rüdiger Ziehl noch vor Beginn der Saison 2019/20 die Favoritenrolle an die Hansestädter weitergereicht: „Der Kern der Lübecker Mannschaft ist gleich. Zusätzlich sehe ich den VfB in der Breite besser aufgestellt. Uns dagegen haben zahlreiche Stammspieler verlassen.“ (Quelle: VfB Lübeck) [www.unserort.de/Luebeck
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Schon nach fünf Spieltagen stehen erneut die beiden Teams an der Tabellenspitze, die auch in der vergangenen Saison um die Meisterschaft gespielt haben. Der VfB Lübeck führt die Regionalliga Nord mit der maximalen Punktausbeute von 15 Zählern an, der VfL Wolfsburg II folgt mit zwei Punkten Rückstand. Danach tut sich bereits eine kleine Lücke auf: Drei Zähler liegen zwischen dem Wolfsburger Nachwuchs und der drittplatzierten KSV Holstein II, der Vierte Drochtersen und der Fünfte SC Weiche Flensburg haben bereits sechs Zähler Rückstand auf den Tabellenführer VfB Lübeck. Am siebten Spieltag nun werden die beiden Topteams der Liga aufeinandertreffen. Doch es ist nicht nur ein Spitzenspiel, es ist gleichzeitig auch das Geburtstagsspiel unseres VfB. Am 28. August 2019, also exakt 100 Jahre nach Gründung des VfB-Vorgängers BSV Vorwärts, empfängt der VfB den amtierenden Meister VfL Wolfsburg auf der traditionsreichen Lohmühle. Anstoß ist passenderweise um 19:19 Uhr, die Stadionöffnung wird bereits um 17:45 Uhr und somit eine halbe Stunde früher als sonst erfolgen . Bereits jetzt sind im Vorverkauf knapp 2000 Tickets abgesetzt worden, rund 120 Helfer aus den Tafeln Hamburgs und Schleswig Holsteins haben darüber hinaus ihr Kommen zugesagt. Die Anzeichen stehen also auf Rekord. Die in der vergangenen Saison aufgestellte „Neuzeit“-Bestmarke gegen die SV Drochtersen/Assel (rd. 3700) soll übertroffen, die 4.000er Hürde übersprungen werden. Darüber hinaus freuen wir uns natürlich sehr, wenn am Mittwochabend möglichst viele Mannschaften und Vereine aus der Region unsere Elf auf dem Rasen lautstark unterstützen und dem Geburtstagsspiel einen würdigen Rahmen geben. Aus diesem Grund haben wir unsere Gruppentickets als Geburtstags-Special neu aufgelegt: Bei einer Mindestabnahme von 15 Tickets zahlen Mannschaften nur noch 12 Euro/Ticket für einen Sitzplatz (statt 17 Euro), und 5 Euro/Ticket für einen Stehplatz (statt 9,50 €). Buchbar sind die Pakete ab sofort unter http://tickets.vfb-luebeck.de. Natürlich haben wir auch einige Ehrengäste im Stadion: Dabei freuen wir uns ganz besonders auf den Ministerpräsidenten Daniel Günther, der als Schirmherr die Tafelstiftung Schleswig-Holstein-Hamburg unterstützt. Ebenso wird das Kuratorium der Tafelstiftung im Stadion sein. Eine sportliche Note auf unserer Ehrengastliste geben die Lübeck Cougars und die Handballer des VfL Lübeck-Schwartau sowie die Vereinsführung und Abteilungsleitung des TSV Dänischburg und des ATSV Stockelsdorf, die in diesem Jahr ebenfalls tolle Jubiläen feiern. Der TSV Dänischburg wird genau wie der VfB 100 Jahre alt, der ATSV Stockelsdorf kann derweil sogar schon auf 125 Jahre Vereinsgeschichte verweisen. Vieles deutet also auf eine stimmungsvolle Geburtstagsparty hin. Dresscode? Ein grün(-weißes) VfB-Trikot, natürlich! Jedes Trikot aus der 100-jährigen Historie ist nicht nur am kommenden Mittwoch gern gesehen. Wer keines hat, oder gern ein Neues kaufen möchte, darf gern noch in unseren Shop kommen – dort ist sowohl das aktuelle Heimtrikot, als auch das Traditionstrikot 19/20 erhältlich. (Quelle: VfB Lübeck) www.unserort.de/Luebeck
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