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VfB feiert fünften Sieg im fünften Spiel – 3:2 gegen St. Pauli II

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Revanche für das Pokal-Aus? Nein, die stand heute nicht an. Immerhin ging es heute „nur“ gegen den kleinen Bruder des Zweitligisten. Eine reine U23, die im Schnitt sogar noch unter 20 Jahre alt ist und in der Cemal Sezer, bis vor wenigen Wochen noch beim VfB unter Vertrag, der Älteste im gesamten Aufgebot war. Der 3:2-Erfolg, der am Ende stand, tat natürlich dennoch gut und war, auch wenn am Ende gezittert werden musste, vor allem aufgrund der Überlegenheit in den ersten 60 Minuten verdient. Mit dem fünften Sieg im fünften Regionalliga-Spiel verteidigte der VfB die Tabellenspitze.

Ausgangslage

Der FC St. Pauli hatte mit seiner U23 bislang deutlich weniger Strecke in der Regionalliga Nord zurücklegen müssen als der VfB. Das Spiel an der Lohmühle war das vierte Pflichtspiel für die jungen Kiezkicker, eine englische Woche war nicht darunter. Der VfB hatte davon hingegen schon die zweite zu bestreiten und nach zwei Pokalspielen und vier Regionalligaspielen war der heutige Auftritt somit bereits das siebte Pflichtspiel binnen eines Monats.

Die Aufstellungen

Beim VfB hütete wie schon im Pokal und in Heide Lukas Raeder das Lübecker Tor. Nach einer Auszeit in Heide waren Tim Weißmann und Daniel Halke (für Sören Lippert und Dongsu Kim) und Yannick Deichmann (für Ryan Malone) wieder von Beginn an dabei.

Auf Hamburger Seite gab es ein Wiedersehen mit Sezer, der in der Vorwoche sein erstes Tor für die Kiezkicker erzielte. Auf der Bank saß zudem ein gewisser Golke. Niklas Golke, Sohn von Andre, der, neben seiner Zeit beim FC St. Pauli bekanntermaßen Mitte der 90er Jahre auch einige Jahre beim VfB prägte.

Die Highlights

Der VfB ging mit voller Energie in diese Partie und wurde bereits früh belohnt. Ahmet Arslan, vor einer Woche noch einer der Pechvögel im Pokal, zeigte nicht nur aufgrund seines Doppelpacks am Mittwoch in Heide, dass er längst wieder den Fokus auf die Regionalliga gelegt hat. In der dritten Minute zirkelte er den Ball aus 17 Metern ins Tor – 1:0 (3.).

Weitere Angriffswellen rollten auf das Hamburger Tor zu, doch Deichmann schoss nach Hobschs Kopfballableger zunächst drüber (11.), und verpasste dann einen Kopfball, nachdem Arslan sich fein über die linke Seite durchgesetzt hatte, seine Flanke aber in höchster Not von einem St. Paulianer Scheitel über Deichmann hinweg geklärt wurde (19.).

Schließlich war das Glück auch nicht auf Riedels Seite, dessen gefährlich anmutender Schuss – diesmal per Kopf von Schelle vorgelegt – zur Ecke abgefälscht wurde (22.).

Ein weiterer abgefälschter Schuss sollte dann aber das 2:0 bringen. Nach einer Ecke zog Patrick Hobsch ab, der Ball flipperte unter Mithilfe eines St. Paulianers ins Tor (23.).

Glück hatten die Kiezkicker, als Schiedsrichter Tim Skorczyk noch in der ersten Halbzeit Milde walten ließ, nachdem Hugo Miguel Santos Teixeira eine Minute nach einer gerechtfertigten Gelben Karte noch einmal rustikal zu Werke ging. Der Unparteiische beließ es bei einer allerletzten Ermahnung. Santos Teixeira rettete sich in die Halbzeitpause und wurde dann ausgewechselt.

Sportlich brachte Deichmann den Gästetorhüter mit einer weiten Flanke ein wenig in Bedrängnis und Patrick Hobsch hätte kurz vor der Pause frei vor Schmidt stehend das Dritte nachlegen müssen – er scheiterte aber (44.).

St. Pauli fand auch nach der Pause offensiv zunächst nicht statt und hatte ein weiteres Mal Glück, dass Marcel Schelle die Feinjustierung fehlte. In der 48. Minute wurde er erstklassig freigespielt, scheiterte mit seinem Abschluss allerdings an Schmidt.

Wie aus dem Nichts gelang den Kiezkickern dann der Anschluss. Der eingewechselte Golke staubte mit der ersten Offensivaktion freistehend zum 1:2 ab (48.). Der VfB schüttelte sich kurz und setzte durch Matovina den nächsten Warnschuss ab (61.), doch erst Ahmet Arslan konnte nur wenige Sekunden später den alten Abstand wieder herstellen – 3:1 (61.).

Der VfB war auf der Siegerstraße, hätte durch Deichmann (65./aus 18 Metern drüber), Hobsch (69./an den Pfosten) oder auch Schelle (78.) durchaus auf ein halbes Dutzend erhöhen können, ließ jedoch St. Pauli unnötig zurück ins Spiel kommen. Meissner traf zum 2:3 durch Raeders Hosenträger, der sieben Minuten zuvor bereits im eins gegen eins gegen Sülejmani Sieger blieb (64.), diesmal aber chancenlos war (71.).

Raeder war es auch, der den verdienten Sieg endgültig festhielt, als er in der Nachspielzeit Meissners Rakete mit einem Klasse-Reflex aus dem Winkel fischte (90.+2).

Fazit

Der VfB hätte schon frühzeitiger den Sack zu machen müssen und wäre dann am Ende kaum mehr in Bedrängnis geraten. So aber spürte man am Ende, dass die berühmten Körner nach 120 Pokalminuten und anschließendem Elfmeterschießen sowie einem Spiel in Heide unter der Woche fehlten.

Die Fans bewiesen dafür allerdings ein sehr feines Gespür und trugen die Grün-Weißen noch einmal über die letzten Minuten ins Ziel. Lukas Raeder sorgte mit einer erstklassigen Parade kurz vor Schluss für den fünften Sieg im fünften Regionalligaspiel, der vor allem aufgrund der ersten Stunde Spielzeit verdient war und sogar höher hätte ausfallen können.

So gehts weiter…

Zeit zur Regeneration bleibt nicht, am Mittwoch geht es im Landespokal schon wieder weiter. Im Viertelfinale sind wir beim PSV Neumünster zu Gast, Anstoß ist um 18 Uhr.

Foto: Agentur 54 Grad

Das Spiel im Stenogramm

VfB Lübeck: Raeder – Weißmann, Arslan (61. Fernandes), Mende, Deichmann (70. Malone), Grupe, Halke, Schelle (79. Parduhn), Matovina, Hobsch, Riedel.

FC St. Pauli II: Schmidt – Wieckhoff, Santos Teixeira (46. Suleymani), Münzner, Meißner, Lee, Stark, Sezer (46. Golke), Viet (71. Schütt), Frahm, Kuyucu.

Schiedsrichter: Tim Skorczyk

Zuschauer: 2.530

Tore: 1:0 Arslan (3.), 2:0 Hobsch (23.), 2:1 Golke (49.), 3:1 Arslan (61.),3:2 Meißner (71.)

Gelbe Karten: Schelle, Weißmann – Santos Teixeira, Lee

(Quelle: VfB Lübeck)

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Veröffentlicht
17. August 2019, 21:31
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