Sag uns, was los ist:

Wenn der VfB Lübeck am Sonntag bei der SV Drochtersen/Assel gastiert, wird die sportliche Erfolgsgeschichte des Gastgebers nicht zum wahrscheinlich tristen November-Wetter passen. Im Kehdinger Stadion spielt ein mittlerweile etablierter Regionalligist, der sich über die letzten Jahre mit überwiegend einstelligen Tabellenplätzen hervorgetan hat. Die sportlichen Erfolge waren jahrelang mit dem ehemaligen Trainer Enrico Maaßen verbunden. Sein Nachfolger, Lars Uder, scheint diese großen Fußstapfen auszufüllen und den erfolgreichen Weg seines Vorgängers fortsetzen zu können. Seit dem Aufstieg in die Regionalliga Nord im Jahr 2015 bilden Stammtorwart Patrick Siefkes und Top-Torjäger Alexander Neumann feste Größen im Spiel der Drosseln. Torjäger, Torwart und Trainer stehen im Mittelpunkt der Erfolgsgeschichte Jener 30jährige Neumann steht sinnbildlich für den außergewöhnlichen Weg der Mannschaft aus der Gemeinde Drochtersen im Landkreis Stade. Gemeinsam mit Enrico Maaßen, der nach dem Ende seiner aktiven Spielerkarriere das Traineramt übernommen hatte, startete der Stürmer im Jahr 2014 in der Oberliga Niedersachsen durch. Mit 22 Toren hatte er einen maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse besessen. In der Folgezeit sollte Neumann auch weiterhin durchgängig zum erfolgreichsten Schützen seines Teams avancieren. Ebenso beeindruckend sind die Leistungen von Patrick Siefkes, der gleichermaßen Stütze und sicherer Rückhalt für seine Vorderleute ist. Als Stammtorwart kassierte er in der Debütsaison 2015/16 in 33 Regionalliga-Partien nur 28 Gegentore. Dies war der Grundstein für einen überragenden vierten Tabellenplatz, der als Aufsteiger sicherlich Eindruck hinterlassen hatte. Platz 9 und 12 folgten unter der Regie von Enrico Maaßen, der im Sommer 2018 schließlich eine neue Herausforderung suchte und zum SV Rödinghausen in die Regionalliga West wechselte. Sein Torjäger und seine Nummer 1 zwischen den Pfosten widerstanden hingegen allen Abwerbeversuchen anderer Vereine und schrieben mit dem neuen Übungsleiter Lars Uder die erfolgreiche Geschichte fort. Apropos Geschichte – das passt bei Lars Uder hervorragend. Der 37jährige leitet nicht nur die Spieler von D/A an, sondern auch die Schülerinnen und Schüler seiner Geschichts- und Sportklassen in der Schule. Neben der Lehrertätigkeit und dem Amt des Cheftrainers kümmert er sich zu Hause auch noch liebevoll um seine zwei Töchter – ein echtes Faktotum. Er vereint bei seiner Arbeit die Kenntnisse und Fähigkeiten seiner vielfältigen Aufgaben. Schließlich sind ihm ein starkes Teamgefühl, klare Strukturen und Disziplin wichtig. Bei Trainerkollegen schaut er sich gerne etwas ab, findet Gefallen an Torsten Lieberknecht und der Mentalität seiner Truppen. Die Kompetenz eines Florian Kohfeldt inspiriert ihn ebenso sehr und lässt ihn wichtige Dinge erfahren; dennoch stellt er auf der vereinseigenen Homepage auch klar: „Aber in erster Linie bin ich Lars.“. Jener Lars war demzufolge auch verantwortlich für den beachtlichen fünften Tabellenplatz, der aus der abgelaufenen Spielzeit resultierte. Nachvollziehbar sind daher die nur punktuell durchgeführten Veränderungen im Kader. Wenige Abgänge und ein prominenter Neuzugang Am Ende der Spielzeit 2018/19 trennte sich die SV Drochtersen/Assel lediglich von vier Spielern. Erdogan Pini (durch den Wechsel zu Altona 93 weiterhin in der Regionalliga Nord aktiv), Julian Stöhr (SC Weiche Flensburg 08), Meikel Klee und Niklas Hadaschik verließen den Verein. Auf der Gegenseite wurden meist junge und unerfahrene Kicker verpflichtet, die bis auf Dario Kovacic (kam von St. Pauli II) und Ashton Götz zuvor allesamt unterklassig oder in Nachwuchsmannschaften aktiv gewesen waren. Daher sticht die Ende Juli bekannt gegebene Verpflichtung von Ashton Götz klar hervor. Den gelernten Rechtsverteidiger hatte es nach seiner Zeit beim Hamburger SV, wo er elfmal in der Bundesliga aufgelaufen war, in die Niederlande zu Roda JC Kerkrade verschlagen. Nach nur einem Jahr war das Gastspiel jedoch wieder beendet. Auf ein Jahr Vereinslosigkeit folgte dann im Sommer das Angebot der SV Drochtersen/Assel, das der 26-Jährige annahm, um so den Sprung zurück in den Leistungs- und Profifußball zu schaffen. Ordentlicher Saisonverlauf und leichter Bilanz-Vorteil für die Spielvereinigung Trotz einer 0:2-Auftakniederlage bei Hannover 96 hatten sich die Mannen von Lars Uder zu Beginn der Saison nicht beeindrucken lassen und gegen den TSV Havelse (3:0) und SSV Jeddeloh (3:1) sogleich die passende Reaktion gezeigt. Die deutliche 0:5-Pleite in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den FC Schalke 04 hinterließ zunächst Spuren, sodass auch das folgende Duell bei Altona 93 mit 1:2 verloren ging. Nach sieben Punkten aus den Partien gegen Lüneburg, Heide und St. Pauli II plagte eine Durststrecke von sieben Partien ohne Sieg (darunter auch das Aus im Niedersachsenpokal gegen Eintracht Braunschweig Anfang Oktober) das Gemüt. Mit einem 5:1 gegen den VfB Oldenburg konnten sich die Drosseln dann aber den Frust von der Seele schießen und ihren Platz im Mittelfeld der Tabelle festigen. Die folgende 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV II weitete zwar zunächst die Sieglos-Serie gegen Zweitvertretungen aus, konnte jedoch eine Woche später durch den 2:1-Erfolg über Werder Bremen durchbrochen werden. Am vergangenen Wochenende gewann Drochtersen bei Eintracht Norderstedt mit 1:0. Die Bilanz gegen den VfB Lübeck spricht aktuell leicht für die Gastgeber, die in den bisherigen acht Duellen drei Spiele für sich entscheiden konnten. Darunter befinden sich die letzten zwei Siege der SV Drochtersen/Assel im heimischen Kehdinger Stadion, bei denen neben Alexander Neumann vor allem Marcel Andrijanic als dreifacher Torschütze hervorstach. Die grün-weißen Burschen von Rolf Landerl wissen also genau, welch‘ schwere Aufgabe zu Beginn des Novembers auf sie warten wird und die durch Ahmet Arslan, Tommy Grupe und Co. hoffentlich erfolgreich gelöst werden wird. (Quelle: VfB Lübeck) www.unserort.de/Luebeck
mehr 
Erstmals seit 1995 treffen am kommenden Donnerstag (31.10., 13:30 Uhr) der TSB Flensburg und der VfB Lübeck wieder in einem Pflichtspiel aufeinander. Damals wie heute ist es ein Halbfinalspiel im Landespokal. An jenem 15. April gewannen die Grün-Weißen deutlich mit 5:1, am Ende der Saison stand nicht nur der Landespokalsieg, sondern auch der (erstmalige) Aufstieg in die 2. Bundesliga. Wiederholt sich die Geschichte? Seit 2015 gehört der TSB Flensburg wieder der höchsten Landesklasse an. In der Oberliga Schleswig-Holstein akklimatisierte sich die Nummer zwei in Flensburg hinter dem SC Weiche 08 schnell, belegte in den Folgejahren zunächst zwei Mal den vierten Platz und wurde in den vergangenen beiden Spielzeiten zwei Mal Vizemeister. Den Sprung in die Regionalliga wagte der TSB allerdings nicht, ließ im vergangenen Sommer dem Heider SV den Vortritt. Aktuell steht der TSB auf Rang vier, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert als der Tabellenführer 1.FC Phönix und der Zweite SV Todesfelde. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten mit nur vier Punkten aus den ersten drei Partien, schob Flensburg sich mit einer Serie von sechs Siegen und einem Unentschieden in die Tabellenspitze vor. Die Serie riss im Spitzenspiel beim SV Todesfelde Anfang Oktober (2:1), eine Woche später rehabilitierte man sich allerdings im Heimspiel gegen Eutin 08 (3:2) und gewann am letzten Spieltag gegen Preußen Reinfeld mit 5:1 (2:0). Die 2:0-Pausenführung stand bereits nach zwei (!) Spielminuten. Ausrufezeichen setzte Flensburg zudem bei einem 5:1-Erfolg Ende August gegen den Tabellenführer von der Travemünder Allee. Das Gastspiel auf der Lohmühle gegen unsere U23 zwei Wochen zuvor ging hingegen verloren (3:5). Im Pokal räumte der TSB auf dem Weg ins Halbfinale zunächst beiden Ligarivalen Husumer SV (4:1) und Oldenburger SV (3:2 n. V.) weg. Vor allem in Oldenburg brauchten die Flensburger mächtig Geduld. Zwei Mal geriet Flensburg in Rückstand. Das 0:1 glich Nicholas Hotze in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Elfmeter aus, auf das 1:2 fand Arne Ingwersen erst fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit eine Antwort. In Unterzahl gelang den Flensburgern erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung der 3:2-Siegtreffer – erneut war es Nicolas Holtze, erneut war es ein Strafstoßtor. Im zweiten Halbfinale treffen der SV Todesfelde und der SC Weiche Flensburg 08 aufeinander. Anstoß ist ebenfalls am Donnerstag um 13:30 Uhr. (Quelle: VfB Lübeck) www.unserort.de/Luebeck
mehr